Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland 170.000 Sachsen leiden an chronischen Schmerzen
Region Mitteldeutschland 170.000 Sachsen leiden an chronischen Schmerzen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:54 13.04.2016
170.000 Menschen in Sachsen sind wegen chronischer Schmerzen in Behandlung. Quelle: dpa
Anzeige
Leipzig

Mehr als 170.000 Menschen in Sachsen sind wegen chronischer Schmerzen in ärztlicher Behandlung. Das sind 4,2 Prozent aller gesetzlich Krankenversicherten, wie die Landesvertretung der Barmer GEK am Mittwoch in Leipzig mitteilte. Der Anteil der Schmerzpatienten hat sich damit innerhalb von zehn Jahren verdoppelt und liegt zudem über dem Bundesdurchschnitt. Für die Erhebung wurden Daten von 8,6 Millionen Patienten ausgewertet.

Fast jeder Zweite leidet nach Angaben der Kasse zudem zumindest unter gelegentlichem Schmerz. 46 Prozent aller Versicherten mussten im Jahr 2014 deshalb ihren Hausarzt oder einen Spezialisten aufsuchen. Der Landesgeschäftsführer der Barmer GEK in Sachsen, Paul-Friedrich Loose, forderte am Mittwoch eine bessere Vernetzung zwischen den medizinischen Fachgebieten. „Viele Patienten erleben eine Odyssee, bis ihnen geholfen werden kann“, beklagte Loose.

Chronischer Schmerz sei eine eigenständige Erkrankung, die sehr spezifisch behandelt werden müsse, erklärte er. Im Freistaat gebe es aber nur 101 niedergelassene Ärzte mit einer Spezialisierung für die Schmerztherapie. Der ständige Schmerz verringere massiv die Lebensqualität der Patienten und begünstige Folgeerkrankungen, sagte Loose.

Wer häufig Knie- oder Rückenprobleme habe, müsse oft auch mit Diabetes, Übergewicht oder Bluthochdruck kämpfen. Außerdem steige die Gefahr von Neben- oder Wechselwirkungen bei der Medikation. Schließlich würden chronische Schmerzpatienten 70 Prozent mehr Arzneimittel einnehmen als andere Versicherte.

DNN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sachsens Steuerfahnder haben im vergangenen Jahr 58,6 Millionen Euro hinterzogene Steuern aufgespürt. Davon entfallen mit rund 31 Millionen Euro mehr als die Hälfte auf die Umsatzsteuer, wie das Finanzministerium am Mittwoch mitteilte.

13.04.2016

Die Proteste gegen die Asylpolitik werden nach Einschätzung der Linken in Sachsen immer radikaler. So sei die Zahl rechtsmotivierter Straftaten bei Demonstrationen im vergangenen Jahr auf 123 erfasste Fälle gestiegen, 2014 waren es nur fünf.

13.04.2016
Mitteldeutschland 900 Polizisten täglich arbeitsunfähig - Hoher Krankenstand bei der sächsischen Polizei

Der Krankenstand bei der sächsischen Polizei ist fast doppelt so hoch wie beim Durchschnitt der Arbeitnehmer im Freistaat. 2015 betrug er 8,4 Prozent, wie aus einer Antwort von Innenminister Markus Ulbig (CDU) auf eine Kleine Anfrage des Linke-Landtagsabgeordneten Enrico Stange hervorgeht.

13.04.2016
Anzeige