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Hunde von getrenntem Paar zusammenlassen

Tiere Hunde von getrenntem Paar zusammenlassen

Haben Paare gemeinsam Tiere in ihrer Obhut, kann das nach einer Trennung zu Problemen führen. Ein Gericht hat nun etwa entschieden, dass ein Hunderudel zusammenbleiben soll.

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Leben mehrere Hunde in einem Haushalt, darf das Rudel nach einer Trennung nicht auseinandergerissen werden, das entschied das Oberlandesgericht Nürnberg zugunsten der Tiere.

Quelle: Christian Charisius

Nürnberg. Das Rudel darf nicht auseinandergerissen werden:

 

Nach der Trennung eines Ehepaars mit mehreren Hunden hat das

 

Oberlandesgericht Nürnberg den Tierschutz in den Vordergrund

 

gestellt.

Die Tiere bleiben demnach bei dem Ex-Partner, bei dem sie

 

monatelang lebten. Ein erneuter Umgebungswechsel und eine Trennung

 

von einer neuen Bezugsperson - dem neuen Lebensgefährten - sei den

 

Hunden "nicht zumutbar", teilte ein Gerichtssprecher mit.

Vor der Trennung hatte das Paar sechs Hunde. Kurz nach ihrem Auszug

 

holte die Frau die Tiere zu sich; zwei der Hunde starben später. Der

 

Mann beantragte im Rahmen der Hausratsaufteilung, dass einige der

 

Tiere zu ihm kommen. Dies lehnten zunächst das Amtsgericht und

 

schließlich auch das Oberlandesgericht ab (Az. 10 UF 1429/16).

Der Senat zog für seine Entscheidung mehrere Punkte in Betracht:

 

Waren einem der früheren Eheleute die Hunde wichtiger als dem

 

anderen? Konnte einer der beiden die Tiere besser versorgen? Das OLG

 

konnte jedoch nicht feststellen, dass einer der Ex-Partner ein

 

größeres Interesse an den Tieren hatte. Aus Sicht der Richter hätten

 

sich auch beide gleich gut um die Hunde kümmern können.

Die Richter entschieden daher im Sinn des Tierschutzes: "Maßgeblich

 

für die Entscheidung war letztlich, dass bei einer Zuweisung von zwei

 

Hunden an den Ehemann das Rudel erneut auseinandergerissen würde",

 

erklärte der Sprecher. Und: "Ein erneuter Umgebungswechsel und die

 

Trennung von der seit einem Dreivierteljahr maßgeblichen Bezugsperson

 

ist den Hunden nach Auffassung des Familiensenats nicht zumutbar."

dpa

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