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Ziele für die nächsten Ferien in Italien

Italiens Urlaubsinseln Ziele für die nächsten Ferien in Italien

Zahllose Eilande im Mittelmeer scharen sich um den Stiefelstaat. Neben den in Deutschland so beliebten spanischen Inseln wie Mallorca oder Ibiza brauchen sich die italienischen Urlaubsziele keinesfalls verstecken. Wir zeigen die schönsten Inseln und ihre Highlights für den nächsten Trip in die Sonne.

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Mit seiner abwechslungsreichen Inselwelt zeigt sich Bella Italia von seiner schönsten Seite.

Quelle: © giumas, Fotolia

Neben den großen Mittelmeerinseln Sardinien und Sizilien gehören noch viele weitere Eilande zum italienischen Sonnenstaat dazu. Sie sind rings um die lange Küstenlinie des Stiefels verteilt. Je nachdem, wo sie sich befinden, unterscheiden sich die Landschaft und touristischen Angebote. Wer seinen Urlaub in Italien bislang an Adria oder Riviera verbracht hat, kann auf den wunderschönen Inseln noch viel Neues entdecken.

Sardinien – Die Karibik Europas

Die zweitgrößte italienische Insel befindet sich etwa 200 Kilometer vom Festland entfernt. Fährverbindungen über das Tyrrhenische Meer (z.B. von Livorno, Civitavecchia oder Neapel) aber auch über das Ligurische Meer im Norden (von Genua) verbinden das rund 25 Quadratkilometer große Eiland mit dem Kontinent. Die wichtigsten Flughäfen befinden sich in Alghero und Olbia im Norden und Cagliari im Süden.

Wegen der traumhaften Strände, der einzigartigen Natur und des türkisblauen Wassers wird Sardinien oftmals als die „Karibik Europas“ bezeichnet. Allerdings ist die Insel im Mittelmeer dabei schneller erreichbar und bietet vor allem zahlreiche Möglichkeiten für einen günstigeren Urlaub als in der Dominikanischen Republik oder auf den Bahamas.

Traumstrände und vielfältige Küstenlandschaften

Dabei zeigen sich die unterschiedlichen Regionen Sardiniens in einem vielfältigen Gewand. An der vom Wind verwöhnten Nordküste kommen beispielsweise Surfer und andere Wassersportler auf ihre Kosten. Beliebt sind hier vor allem die verschiedenen Orte entlang der traumhaften Costa Smeralda . Aber auch die Costa Paradisa mit wenigen Sandstränden, aber spektakulären zerklüfteten Felsen trägt diesen Namen nicht umsonst.

Die Strände im Westen sind auch zur Hauptsaison nicht so stark bevölkert, deshalb jedoch nicht weniger sehenswert. Die Küste wartet hier mit Highlights wie der Neptungrotte im Naturpark von Porto Conte oder einem natürlichen Pool ( Cane Malu ) auf. Mit etwas Glück können an der Westküste hin und wieder Flamingos gesichtet werden. Wegen des smaragdgrünen Wassers wird die Region auch Costa Verde genannt.

Türkisblaues Meer

Feiner Sand, schroffe Felsen und türkisblaues Meer: Für Urlaub an traumhaften Badestränden muss nicht in die Karibik gereist werden.

Quelle: robertdering, Fotolia

Endlose Sandstrände und pulsierendes Leben wartet im Süden der Insel auf die Urlauber. Neben der Hauptstadt Cagliari ist das Nachtleben auch in Pula einen Besuch wert. Die lange Ostküste ist noch etwas felsiger und zeigt sich mit einigen steilen Klippen von ihrer schroffen Seite. Dennoch sind hier unzählige versteckte und oft einsame Badebuchten zu finden. Vor allem in der Region des Nationalparks ( Golf von Orosei und Gennargentu ) bieten die Felsen atemberaubende Aussichten, die Sandstrände hingegen ungestörtes Badevergnügen.

Beeindruckende Bergwelt im Hinterland

Die felsige Insel ist auch im Hinterland von einer imposanten Berglandschaft geprägt. Das zentral gelegene Gennargentu-Massiv weist bei seiner höchsten Erhebung – dem Punta La Marmora – eine Höhe von 1.834 Metern auf. Auch in anderen Regionen der Insel finden sich weitere Berggipfel, sobald es von den Küsten ins Landesinnere geht.

Sie laden zum Wandern oder Klettern ein. Aktivurlaub in den höheren Regionen abseits der kühlenden Meeresbrise ist allerdings eher in der Zeit außerhalb der heißen Sommermonate zu empfehlen. Dies sind die weiteren sehenswerten Gipfel der Insel:

  • Monte Limbara : 1.359 Meter, Nordküste
  • Monte Ferru : 875 Meter, Westküste  
  • Monte Arci : 812 Meter, Westküste
  • Monte Is Caravius : 1.116 Meter, in den Monte del Sulcis an der Südküste
  • Punta Ceraxa : 1.016 Meter in den Monte Sette Fratelli an der Südostküste 

Die Bergwelt ist im Frühjahr besonders schön. Dann hat die Hitze die weiten Wiesenflächen und die Macchialandschaft noch nicht versengt und die Büsche und Sträucher blühen in allen Farben. Auch im Herbst zur zweiten Macchiablüte ist das Klima angenehm mild. Mastix, Ginster Zistrose oder verschiedene Duftkräuter verströmen zudem ihren intensiven Geruch.

Für einen kurzen Besuch im Hinterland bietet sich eine Fahrt mit der Schmalspurbahn Trenino Verde an der Ostküste an. Auf sechs verschiedenen Strecken kann mit dem ausschließlich touristisch genutzten Zug von der Küste in die Berge gelangt werden. Alte nostalgische Waggons und historische Dampflokomotiven werden für die kurvigen Etappen über steinerne Viadukte und an Steilhängen entlang eingesetzt.

Pittoreske Städtchen mit kulturellen Highlights

Historisches Kirchengebäude Nordküste Sardinien

Historisches Kirchengebäude im Stil der landestypischen Architektur in Porto Cervo an der Nordostküste Sardiniens.

Quelle: manu, Fotolia

Die Hauptstadt Sardiniens – Cagliari – an der südlichen Spitze des Landes wurde bereits im achten Jahrhundert vor Christus besiedelt. Wechselnde Herrscher haben jeweils ihr ganz eigenes Erbe hinterlassen und machen einen Besuch zu einem abwechslungsreichen Erlebnis. Die rund 150.000 Einwohner starke Stadt ist vor allem wegen des riesigen Containerhafens auch das wirtschaftliche Zentrum der Insel. Zudem befindet sich hier einer der größten Fischmärkte ganz Italiens. Die gut erhaltene Altstadt bietet eine Fülle verschiedener Sehenswürdigkeiten. Zur Hauptsaison sind die Straßen jedoch gut besucht.

Wer ursprüngliche Fischerorte und kulturelle Highlights abseits der großen Touristenströme sucht, sollte sich an die kleineren Städtchen an der West- und Ostküste halten. Kleine verwinkelte Gassen in Alghero , historische Ausgrabungen bei Oristano (die Überreste der phönizischen Stadt Tharros) oder die Spuren des Silber-, Kupfer- und Zinkbergbaus in Iglesias – an jeder Ecke der Insel lässt sich etwas Spannendes entdecken. 

Sizilien – Vulkaninsel an der Stiefelspitze

Ganz an der Stiefelspitze liegt Sizilien, die größte Insel im Mittelmeer. Die Küstenlänge beträgt rund 1.150 Kilometer. Auf dem etwa 25.400 Quadratkilometer großen Eiland leben fast fünf Millionen Einwohner. Landschaftlich ist die Insel zu weiten Teilen durch den Vulkan Ätna geprägt, der die Region durch seine Eruptionen immer wieder verändert hat. Zuletzt mussten im März 2017 die örtlichen Flughäfen in Catania und Comiso wegen Eruptionen geschlossen werden.

Das Klima ist hier an der Küste durch die Nähe zu Afrika und die heißen Winde im Sommer sehr warm. Im Hinterland ist es hingegen meist etwas angenehmer und im Winter kann an den Hängen des Ätna sogar Ski gefahren werden.

Von der frühen Besiedlung durch die Griechen zeugen heute noch viele antike Sehenswürdigkeiten. Auch aus der späteren Zeit der arabischen Herrschaft sind charakteristische Bauwerke erhalten. Zahlreiche Regionalparks und Schutzgebiete sorgen dafür, die Natur in ihrer Vielfalt zu erhalten – darunter der Parco die Nebrodi , einer der größten Naturschutzparks in Europa.

Ausflug auf den Ätna

Ein Ausflug auf den immer noch sehr aktiven Vulkan ist ein ganz besonderes Erlebnis. Als Startpunkt eignet sich das Städtchen Taormina an der Ostküste der Insel, welches selbst bedeutende Sehenswürdigkeiten wie etwa das antike Theater vorweisen kann.

Stromboli Vulkanausbruch

Die regelmäßigen Ausbrüche des Stromboli bei den Liparischen Inseln können aus sicherer Entfernung vom Boot aus beobachtet werden.

Quelle: Rainer Albiez, Fotolia

Touren zum Ätna sind durch eine Anreise mit einem Bus möglich. Dieser fährt bis zum Observatorium an den Pizzi Deneri Gipfeln. Von dort aus werden geführte Wanderungen bis zu den verschiedenen Kratern angeboten. Ohne einheimischen Führer sollte sich keiner auf diesen Weg machen, denn die Etna-Guides wissen genau über mögliche Gefahren Bescheid.  Ist der Vulkan zu aktiv, ist der Zugang ohnehin nicht möglich und oft sind dann schon die Zugangsstraßen gesperrt.

Auch eine Seilbahn führt über die Lavawüste bis auf ein Plateau auf etwa 2.900 Metern Höhe hinauf. Die vier größten Gipfel des Vulkans sind von dort aus zu sehen. Auch vom Refugio di Sapienza (neben der Bergstation der Bahn) aus können Wanderungen zu den Kratern gestartet werden.  

Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann den Ätna auch bei einer Fahrt mit der Schmalspurbahn Circumetnea umrunden und dabei die bizarre Landschaft genießen.

Fahrt zu den Äolischen Inseln

Die Liparischen oder Äolischen Inseln liegen zwischen 30 und 80 Kilometer vor dem nordöstlichen Zipfel Siziliens. Seit dem Jahr 2000 gehören sie zum UNESCO Weltnaturerbe . Sieben der Eilande sind bewohnt. Auch hier ist der vulkanische Ursprung überall sichtbar. Fährlinien und Tragflächenboote verbinden die einzelnen Inseln miteinander, mit Sizilien und mit dem ebenfalls nahegelegenen Festland.

Felsige Küstenlandschaft: Aeolische Inseln

Die felsige Küstenlandschaft der Äolischen Inseln lässt sich gut vom Wasser aus erkunden.

Quelle: Stefano Gasparotto, Fotolia

Der Vulkan der Insel Stromboli ist der aktivste in ganz Europa. Seine Eruptionen können von den anderen Inseln aus oder auf dem Schiff vom Meer aus beobachtet werden. Spezielle Bootstouren werden dazu auch in den Abendstunden oder nachts angeboten.

Für Taucher ist die Inselgruppe ein wahres Eldorado. Das kristallklare Meer ist dort sehr artenreich und die zerklüftete Lavalandschaft unter Wasser bietet atemberaubende Spots. Bei einem speziellen Unterwasserparcours vor der Insel Filicudi (Museo Archeologico Sottomarino) können antike Schiffswracks und Amphoren entdeckt werden.

Ohnehin sind die Inseln für Wassersportler interessant. Bei einer Paddeltour oder beim Schnorcheln können in den felsigen Küstenabschnitten Grotten erkundet werden:

  • Grotta del bue marino auf der Insel Filicudi
  • Am Piscina di Venere auf der Insel Vulcano
  • Am Cala Junco auf der Insel Panarea
  • Grotta del Carbone auf der Insel Basiluzzo

Sizilianische Köstlichkeiten

Da Aktivurlaub auch hungrig macht, widmen wir uns nun den Sizilianischen Spezialitäten. Die Region hat einige kulinarische Highlights zu bieten, um den kleinen oder großen Hunger zu stillen:

  • Kapern : Die Knospen des echten Kapernstrauches werden überall auf Sizilien angebaut und salzig-pikant eingelegt. Auch viele lokale Gerichte werden mit den kleinen grünen Knospen verfeinert. Auf Salina, einer der Liparischen Inseln, findet jährlich am ersten Wochenende im Juni das traditionelle Kapernfest statt. 
  • Arancini : Mit Safran gewürzter Rundkornreis wird mit geriebenem Hartkäse vermischt und bekommt eine Füllung aus gehacktem Fleisch oder Gemüse. Anschließend werden die Reisbällchen paniert und frittiert.
  • Canolli : Die dünnen frittierten Teigröllchen sind mit einer Creme aus Ricotta, Pistazien und kandierten Früchten oder Schokoladenstückchen gefüllt.
  • Cassata : Diese Käsetorte zählt zu den Süßspeisen und besteht aus mehreren Schichten Biskuit und Ricottacreme. Die Torte wird gekühlt und mit einer Zucker- oder Schokoladenglasur überzogen. Für den letzten Pep sorgen Orangenlikör, Maraschino und eine Dekoration aus kandierten Früchten.  

Capri und Ischia – Inselhopping im Golf von Neapel

Vor der Westküste Italiens in der Region Kampanien liegen im Golf von Neapel zwei der bekanntesten und gleichzeitig schönsten Inseln des Landes. In zahlreichen Liedern wurden sie bereits besungen. Ischia ist dabei ebenfalls vulkanischen Ursprungs.  

Am Fuße des Vesuvs sind schon in der Antike die ersten Siedlungen entstanden. Auf Capri und Ischia entstanden dazu entsprechende Festungsanlagen. Von den Anhöhen der steilen Felsklippen bietet sich ein weiter Blick über das Meer hinaus. Neben den historischen Spuren und Bauwerken haben die zwei Eilande noch viele weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Rundfahrt auf der Grünen Insel Ischia

Ischia ist die größere der beiden Inseln. Sie zählt rund 62.000 Einwohner. Das Hinterland ist sehr grün und weist eine reiche Flora auf. Traditionell wird von vielen Herbergsfamilien auf dem eigenen Weinberg Wein angebaut und gekeltert. Verschiedene Thermalquellen haben schon früh Touristen angezogen. Im frühen 20. Jahrhundert haben sich dort zudem viele Künstler aus der ganzen Welt niedergelassen. Die Ortschaften Sant’Angelo und Forio sind heute noch die kulturellen Zentren der Insel.

Eine gut ausgebaute Straße führt einmal um die Insel – teilweise direkt am Meer entlang, aber auch durch die bergige Landschaft rund um die höchste Erhebung, den Monte Epomeo (789 Meter). Dort sind verschiedene Höhlen in den weißen Tuffstein geschlagen worden, die früher den Eremiten als Unterkunft dienten. Die Sonnenauf- und Untergänge von dort oben sind legendär.

Golf von Neapel

Steile Klippen und türkisblaues Wasser prägen die Inselwelt im Golf von Neapel.

Quelle: mkos83, Fotolia

Auch in den wärmeren Sommermonaten kann auf der Insel gewandert werden. Viele schattige Wege durch die bewaldeten Gebiete sorgen dafür, dass es dabei nicht zu heiß wird. Dennoch ist die reich blühende Flora vor allem im Frühjahr ein besonderes Erlebnis.

Nicht weit vom Monte Epomeo laden in Serrara zwei Thermalgärten (Aphrodite Apollon und Tropical Thermalgärten) zum Baden in den verschiedenen Becken ein. Neben dem Hallenbad finden sich hier verschiedene Becken mit Thermal- und Meerwasser oder zum Kneippen. In der Bucht bei Sorgeto fließt das Thermalwasser auch direkt ins Meer – ein ganz natürliches und kostenloses Thermalbad.

Felsenklippen und Grotten auf Capri

Auf der kleineren Insel Capri leben nur etwa 14.000 Einwohner. Der höchste Berg ist hier 589 Meter hoch ( Monte Solaro ). Die Insel besteht – anders als Ischia – aus einem Kalksteinmassiv. Dennoch fällt die Küste zu allen Seiten relativ steil ab. Charakteristisch sind die verschiedenen Höhlen und Grotten am Wasser, die mit dem Boot oder beim Schnorcheln erkundet werden können.

Auch Capri war Ende des 19. Jahrhunderts beim internationalen Publikum sehr beliebt. Wie auf Ischia lebten dort verschiedene Schriftsteller, Maler und andere Künstler zumindest zeitweise. Später wurde Capri zu einer Hochburg der futuristischen Bewegung.

Die wohl bekannteste Grotte ist die Grotta Azzurra an der Nordwestküste der Insel. Da das Sonnenlicht von außerhalb nur über das Wasser reflektiert wird, schimmert dies in einem intensiven Blauton. Durch einen kleinen Eingang im Felsen kann mit einem Boot ins Innere der etwa 52 Meter langen und 30 Meter breiten Höhle gelangt werden. Dies ist jedoch nur bei ruhigem Seegang möglich. Auch im Osten befinden sich zwei sehenswerte Grotten: Die Grotta Bianca und die Grotta di Matromania .

Vor der Südküste ragen ein paar steile Felsen aus dem Meer – die Faraglioni . Sie sind ebenfalls ein beliebtes Ausflugsziel auf dem Wasser. Ein größerer Felsen weist einen Durchbruch auf. Durch ihn kann mit einem Boot hindurchgefahren werden.    

Die schönsten Aussichtspunkte

Bei Marina Grande geht es mit der Funicolare , einer Seilbahn die steilen Hänge ins Hinterland hinauf. Die Fahrt durch Zitronenhaine und entlang der Weinreben bringt Touristen wie Einheimische in 15 Minuten ins Zentrum der höhergelegenen Stadt Capri. Auf der anderen Seite der Stadt (Richtung Südküste) führt ein steiler Serpentinenweg, die Via Krupp, unterhalb der Augustusgärten wieder nach unten. Allerdings ist die Strecke wegen wiederholtem Steinschlag immer wieder geschlossen. Dennoch bietet sich vom oberen Punkt aus eine wunderschöne Aussicht über die türkisfarbene Bucht.

Küste-im-Süden-Capris

Vom Augustusgarten fällt die Küste im Süden Capris steil zur türkisfarbenen Bucht ab.

Quelle: mikolajn, Fotolia

Über einen Sessellift kann von Anacapri aus auf den Monte Solaro (589 Meter) gelangt werden. Bereits unterwegs bieten sich spektakuläre Ausblicke auf das Umland.

Geheimtipps – Inseln abseits der Touristenströme

Neben den vielen touristisch gut erschlossenen und im Sommer oft auch gut bevölkerten Urlaubsinseln Italiens gibt es ein paar Kleinode, die weniger bekannt sind. Dennoch überzeugen sie mit ihrer faszinierenden Landschaft oder besonderen kulturellen Sehenswürdigkeiten. Italien will seine unbeachteten Kleinode in Zukunft ohnehin etwas mehr in den Fokus rücken

Ponza – weiße Sandstrände und malerische Sonnenuntergänge

Eine kleine Insel liegt etwa 120 Kilometer von Rom und 100 Kilometer von Neapel entfernt im Tyrrhenischen Meer. Ponza ist nur etwa 7,3 Quadratkilometer groß, bietet jedoch eine Vielzahl an Ausflugsmöglichkeiten. Mehrmals am Tag kann das Eiland mit der Fähre vom Festland aus erreicht werden. Auch diese Insel ist vulkanischen Ursprungs und die Küste fällt vor allem unter Wasser schnell sehr steil ab. Der Tiefseeforscher Jaques Picard drang im Jahr 1953 vor der Küste Ponzas mit seinem Spezialboot „Trieste“ in eine Tiefe von 3.150 Metern vor. In der Nähe gelang kurz darauf auch ein Tauchgang in 3.700 Meter Tiefe.  

Die gleichnamige Inselhauptstadt besitzt einen sichelförmigen Hafen. Vom nahegelegenen Hauptplatz des Ortes können hier tagsüber die Fischer bei ihrem Treiben beobachtet werden. Zum Bummeln laden die pittoreske Altstadt und die Flaniermeile Corso Pisacane ein. In einer Bar am Wasser können abends die wunderschönen Sonnenuntergänge genossen werden.

Insel Ponza im Sonnenuntergang

Die kleine Insel Ponza vor der Westküste Italiens ist für ihre wunderschönen Sonnenuntergänge bekannt.

Quelle: Rainer Albiez, Fotolia

Die Steilküste der Insel wird immer wieder von malerischen Buchten unterbrochen. Auf steilen Felswegen geht es hinunter an die feinen Sandstrände. Chiaia di Luna oder Cala del Core – die Mond- und die Herzbucht werden außerhalb der Sommermonate fast nur von Einheimischen aufgesucht.   

Auch hier lohnt sich ein Bootsausflug um die Insel. Sehenswert ist der weiße Tuffsteinfelsen Piana Bianca vor der Nordwestlichen Küste. Bei einer Umrundung können ebenfalls verschiedene Grotten und Felsformationen besichtigt werden:

  • Grotta della Maga Circe im Westen der Insel
  • Faraglioni di Maria Rosa im Westen der Insel
  • Grotta di Ulisse und Grotte Azzurre im Osten der Insel nahe der Hauptstadt
  • Arco del Parroco im Osten der Insel

Monte Isola – Europas größte Binneninsel im Lago d’Iseo

Ein besonderes Urlaubsziel ist Monte Isola, eine kleine Binneninsel im Lago d’Iseo. Als einer der weniger bekannten Seen liegt dieser in Südtirol zwischen Comer See und Gardasee. Das nur 4,5 Quadratkilometer große Eiland ist über Fährverbindungen vom Festland aus erreichbar.

Das pittoreske Dörfchen Peschiera Maraglio befindet sich im südlichen Teil der Insel und verfügt über hübsche gepflegte Gässchen. 2016 inszenierte der Verhüllungskünstler Christo hier die Installation „The Floating Piers“. Schwimmende Stege verbanden dabei die Insel mit dem gegenüberliegenden Ufer.

Monte Isola

Pittoreske Uferpromenaden und ein Ausblick auf die Bergwelt der Lombardei machen Monte Isola im Lago d’Iseo als Urlaubsziel so interessant.

Quelle: Gabriele Bignoli, Fotolia

Im September findet alle paar Jahre das historische Fest Santa Croce statt. In Carzano wird dann die ganze Stadt mit Tausenden Papierblumen geschmückt. Auf einer Küstenstraße lässt sich die Insel nahe am Wasser komplett umrunden. Autos und LKWs sind auf der Insel ohnehin kaum zu finden. Zu Fuß lohnt auch eine Wanderung auf den rund 400 Meter hohen „Gipfel“. Der Ausblick auf den See und die umgebenden Hügel der lombardischen Landschaft ist die Mühe in jedem Fall wert.    

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