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Wann sich eine aufziehende Erkältung noch abwehren lässt

Gesundheit Wann sich eine aufziehende Erkältung noch abwehren lässt

Naht da etwa schon wieder eine Erkältung? Die gute Nachricht ist: Wenn es gerade erst losgeht, kann man selbst noch etwas tun, um die Erkältung aufzuhalten. Ist sie allerdings bereits richtig da, lassen sich nur noch die Symptome eindämmen.

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Heißer Tee tut bei kaltem Wetter nicht nur grundsätzlich gut - er kann auch dabei helfen, eine aufkommende Erkältung noch abzuwehren.

Quelle: Monique Wüstenhagen

Ulm. Die Nase kribbelt, der Hals kratzt - eine Erkältung kündigt sich an. Bemerkt der Patient die Anzeichen früh genug, kann er die Erkrankung vielleicht noch abwehren, sagt Michael Barczok, Lungenarzt in Ulm und Pressesprecher des Bundesverbandes der Pneumologen (BdP).

Am besten steuert man Barczok zufolge mit Wärme gegen: "Der Betroffene kann in die Sauna gehen, heißen Dampf einatmen oder sich einen Fenchel- oder Kamillentee kochen."

Wärme öffnet die Gefäße und erleichtert den Abwehrzellen den Zugang zu den Schleimhäuten, erklärt der Arzt. So kann das Immunsystem im besten Fall selbst die Erkältung abwenden. Allerdings funktioniere das nur in einem sehr frühen Stadium: "Sind die Schleimhäute einmal geschwollen, ist Wärme kontraproduktiv", warnt Barczok. Dann kann man den Lauf der Dinge ohnehin nicht mehr aufhalten. "Allenfalls die Symptome lassen sich eindämmen", sagt der Arzt.

Viele greifen dafür zu Kombipräparaten aus der Apotheke. "Wenn man am nächsten Morgen fit sein muss, darf man das ruhig mal machen", sagt Barczok. Es spreche nichts dagegen, zum Beispiel gegen Kopfschmerzen oder die verstopfte Nase vorzugehen. Nur sollte der Betroffene eben wissen, dass er die Dauer seiner Erkrankung damit nicht verkürzt.

Grundsätzlich sollten Erkältete darauf achten, dass sie andere nicht anstecken. "Hände waschen ist das Wichtigste", sagt Barczok. Wer es vermeiden kann, sollte anderen zur Begrüßung auch nicht die Hand reichen. Und natürlich niest man nicht direkt in den Raum und auch nicht in die Hand - sondern in die eigene Armbeuge.

dpa

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