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Fotoschau über die Aprikosengärtner

Fotoschau über die Aprikosengärtner

In Dresden gibt es immer mehr Gemeinschaftsgärten: brach liegende Flächen, auf denen Jung und Alt gemeinsam Obst und Gemüse anbauen sowie Blumen ziehen.

Doch nicht nur das Gärtnern steht im Mittelpunkt, sondern vor allem das Miteinander. "Urban Gardening" wird diese neue soziale Form naturnaher Stadtgestaltung genannt. Einer dieser Gemeinschaftsgärten ist der Aprikosengarten zwischen Leisniger Straße und Bahndamm. Zwischen 15 und 20 Hobbygärtner beackern dort seit 2011 auf einer einstigen Gewerbebrache rund 1700 Quadratmeter Gartenland. "Bei uns hat nicht jeder sein eigenes Beet. Die Fläche wird gemeinsam bewirtschaftet. Wir überlegen im Winter, was wir machen wollen und legen dann gemeinsam los - jeder nach seinen Möglichkeiten", erzählt Ina Franzke. Auch die Ernte wird geteilt. Alle sind angehalten, sich nur so viel zu nehmen, wie sie auch verbrauchen können. "Überschüsse werden gegen Spenden weitergegeben."

Die Landschaftsarchitektin Ina Franzke und der Architekt Markus Weber sind die Initiatoren des Projektes, für das Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für Soziale Entwicklungen flossen. "Insgesamt haben wir rund 59 000 Euro bekommen", so Ina Franzke. Verwendet wurde das Geld, um kontaminierten Boden auszutauschen, alte Fundamente abzureißen, das Grundstück herzurichten, einen Wasseranschluss zu legen Werkzeuge, verschiedenes Material und Pflanzen zu kaufen. Die Förderung läuft Ende September aus. Über Mitgliedsbeiträge (4 Euro pro Person und Monat), die Abgabe von Obst, Gemüse und Blumen gegen Spenden will man die laufenden Kosten decken und das Projekt am Leben erhalten. "Wir möchten gern unter das Dach des Vereins Pro Pieschen schlüpfen und hoffen, dass wir weiter gefördert werden", sagt Franzke.

Dass der Aprikosengarten erhalten bleiben soll, ist offenbar auch erklärtes Ziel der Stadt. Diese plant auf der insgesamt 4500 Quadratmeter umfassenden einstigen Gewerbefläche jetzt auch einen Schulstandort (DNN berichtete). "Die Planungsleistung für die Schule wurde mit der Maßgabe ausgeschrieben, den Aprikosengarten in das Konzept zu integrieren", weiß Ina Franzke. Mitte August soll es nun ein gemeinsames Treffen von Aprikosengärtnern, dem Verein Pro Pieschen, Planern und Vertretern von Ämtern der Stadt geben.

Wer sich für den Aprikosengarten interessiert, kann zum einen jeden Freitag an der Leisniger Straße vorbeischauen. Ab 10 Uhr ist dort offener Gartentag. Hin und wieder wird auch sonnabends zwischen 15 und 18 Uhr für Interessenten geöffnet. "Wann genau, kündigen wir immer auf unserem Blog an", erklärt die Aprikosengärtnerin.

Zudem gibt es von heute bis zum 27. September unter dem Titel "Neues Stadtgrün in Dresden" eine Fotoausstellung über den Mehrgenerationengarten "Aprikosen für Alle". Zu sehen ist die kleine, 25 Aufnahmen umfassende Schau in der "Grünen Ecke" - dem Bürgerbüro vom Bündnis90 / Die Grünen am Bischofsplatz 6. Die gebürtige Wienerin und Wahldresdnerin Britta Pichler hat ihre Eindrücke und die Menschen, die dort gärtnern, fotografisch festgehalten.

iBlog der Aprikosengärtner: http://aprikosengarten.wordpress.com; Fotoausstellung 5.8.-27.9. in der "Grünen Ecke", Bischofsplatz 6

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.08.2013

Catrinn Steinbach

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