Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 3 ° wolkig

Navigation:
Google+
Wilde Tulpen: Heimlicher Star am Kloster Neuzelle

Immobilien Wilde Tulpen: Heimlicher Star am Kloster Neuzelle

Die barocke Klosteranlage in Neuzelle ist in Brandenburg ein Magnet. Touristenbusse und Reisegruppen zieht es hierher. Zurzeit reisen sie auch wegen einer Pflanze an - der Tulipa sylvestris.

Voriger Artikel
"Waldtraut" ist Deutschlands höchster Baum
Nächster Artikel
Vom Trick mit dem Blühen und einem Würgegriff mit zerstörerischer Kraft

Viele Besucher kommen mittlerweile extra wegen der wilden Tulpen zur barocken Klosteranlage in Neuzelle.

Quelle: Patrick Pleul/dpa

Neuzelle. Von den Klostergebäuden im brandenburgischen Neuzelle geht es Treppen hinunter zum barocken Klostergarten. Ein Springbrunnen ist umpflanzt mit prachtvollen bunten Tulpen. Hierher führt Gärtnermeister Ralf Mainz die Besucher aber nicht, wenn sie nach der besonderen Tulpe fragen.

Erst etwas weiter entfernt an einem Beet ist er am Ziel: Dort sind wildwachsende Tulpen zu sehen. Ihre dottergelbe Farbe erinnert ein wenig an Narzissen und ihr Blütenduft an Maiglöckchen. Es gibt immer mehr Touristen, die wegen dieses seltenen Anblicks anreisen, wie der 40-Jährige berichtet.

Zwei Kollegen kommen vorbei und berichten, dass sie auf dem Areal die wildwachsende Tulpe an neuen Standorten entdeckt hätten. Das freut Mainz: "Die Tulpe verbreitet sich immer weiter im Garten, das finde ich schön." Rund zwei Wochen vor Ostern habe er die ersten Blüten entdeckt - und in rund zwei Wochen wird der schöne Anblick wohl wieder vorbei sein, schätzt er. Hin und wieder werde die Tulpe auch als Ur-Tulpe bezeichnet. Mainz geht davon aus, dass Mönche sie einst hierher brachten. Sie ist mehrjährig, ihre kleine Zwiebel steckt tief in der Erde.

Bei der Sanierung des Gartenareals des ehemaligen

Zisterzienserklosters vor einigen Jahren seien auch viele Bäume entfernt worden. Seitdem erhole sich der Bestand der wildwachsenden Tulpe, weil nun viel Licht auf die Beete komme, erklärt der Gärtnermeister.

Der wissenschaftliche Name der Wilden Tulpe ist Tulipa sylvestris. Sie gehört zu den Liliengewächsen. Nach Angaben des Bundesamtes für Naturschutz steht die Wilde Tulpe in Deutschland seit Jahrzehnten unter besonderem Schutz. In der Roten Liste wird sie als gefährdet eingestuft - sie ist also vom Rückgang bedroht. Wegen des Schutzstatus' darf sie nicht gepflückt oder mutwillig zerstört werden.

Dem Bundesamt zufolge gibt es in Deutschland eine Reihe von Vorkommen, zum Beispiel in Thüringen, Nordbayern, am Mittelrhein und in Schleswig-Holstein. Heimisch sei die Pflanze im Mittelmeerraum, in Deutschland aber nicht, heißt es. Vor Jahrhunderten war sie hierher mitgebracht worden. Die Blume wächst zum Beispiel auf Äckern, Wiesen und Weiden.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuelles
DNN Immo

Neuer Partner und neue Wege für DNN-Immo! Wir kooperieren mit immonet.de mehr

  • Digital Abo

    "DNN Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, das Sie überall und rund um die Uhr nutzen können -... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr