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Verbraucherschützer warnen vor Versandkosten-Tricks

Technik Verbraucherschützer warnen vor Versandkosten-Tricks

Versandkosten können ein vermeintliches Schnäppchen beim Online-Shopping zum überteuerten Fehlkauf machen. Manche Händler berechnen auf unterschiedlichen Plattformen rund 50 Euro mehr beim Versand. Wie können Verbraucher den besten Gesamtpreis finden?

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Wer Produkte im Internet bestellt, sollte bei den Versandkosten genau hinschauen. Hier greifen Online-Händler häufiger zu Tricks.

Quelle: Stefan Sauer

Düsseldorf. Beim Online-Shopping kommen zum Kaufpreis eines Produkts häufig auch Versandkosten dazu. An dieser Stelle werden manche Online-Händler sehr kreativ und tricksen, wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erklärt.

Manche staffeln die Versandkosten nach Warenmenge, manche nach Warenwert, manche nach Art der Bezahlung. Besonders undurchsichtig kann es werden, wenn Online-Händler neben einem eigenen Online-Shop auch auf Online-Marktplätzen wie Ebay oder Amazon Marketplace präsent sind. Je nach Plattform können Händler für den Versand andere Berechnungsmodelle anwenden, zeigt eine Stichprobe der Verbraucherschützer unter fünf Online-Händlern. Einer der Händler verkaufte eine Holzfliese für 20 Euro. Im eigenen Online-Shop kamen dazu 30 Euro Versandkosten, auf einem Online-Marktplatz nur 23 Euro. Im Online-Shop hätten Verbraucher also sieben Euro draufgezahlt.

Doch das Blatt wendete sich, als die Tester fünf Fliesen ordern wollten. Im Shop blieb es bei 30 Euro Versandkosten, während diese auf dem Marktplatz auf 83 Euro anstiegen. Ein anderer Händler wollte für ein Fliesenpaket auf zwei Marktplätzen und in seinem Online-Shop denselben Preis. Bei fünf Paketen war einer der Marktplätze dann auf einmal die günstigste Variante. Dort fielen zwar 15 Euro Versand an, die Fliesen kosteten aber nur 60 Euro. Mit 75 Euro lag jenes Angebot weit unter den Preisen auf den anderen beiden Plattformen. Auf denen waren für die Fliesen 90 Euro fällig, bei kostenlosem Versand.

Für Verbraucher sind solche undurchsichtigen Regelungen aus zwei Gründen ärgerlich. Zum einen können sie nicht immer herausfinden, ob ein Online-Händler auf mehreren Plattformen agiert, um im Zweifel die einzelnen Preise dort vergleichen zu können, sagt Verbraucherschützer Georg Tryba. Denn letztlich könnte auf jeder Plattform das günstigste Angebot des Händlers stecken, abhängig von der jeweiligen Warenmenge. Zum anderen wirkt sich das auf die Recherche mit Preissuchmaschinen aus. "Mit jeder Mengenänderung kann sich die Reihenfolge ändern." Wer garantiert den besten Preis haben möchte, dem bleibt laut Tryba nicht anderes übrig, als sich "durchklicken" und "durchrechnen".

dpa

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