Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / -2 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Was Eltern bei Cybermobbing tun können

Familie Was Eltern bei Cybermobbing tun können

Im Internet begegnen Kinder nicht nur verstörenden Gewalt- oder Sex-Inhalten. Die digitale Vernetzung birgt für sie auch die Gefahr, Opfer von Cybermobbing zu werden. Werden Kinder in den Sozialen Netzwerken persönlich angefeindet, sind die Eltern gefragt.

Voriger Artikel
Mehr Geld für Trennungskinder
Nächster Artikel
Laternen für den Martinsumzug selber basteln

Einmal verschickt, verbreiten sich beleidigende Inhalte übers Smartphone schnell. Eltern sollten in einem solchen Fall rasch handeln. Foto: Silvia Marks/dpa-tmn

Berlin. Es kann jedem passieren, schnell große Kreise ziehen und einen ewig verfolgen: Bei Cybermobbing werden bewusst Beleidigungen oder peinliche Bilder im Internet oder in Handy-Chats verbreitet. So dauert es häufig nicht lange, bis die gesamte Schule oder der Freundeskreis Bescheid weiß.

Laut dem aktuellen Jugendmedienschutzindex machen sich drei Viertel der Eltern in Deutschland Sorgen um die Online-Nutzung ihrer Kinder. Beunruhigend empfinden die meisten unter anderem Kontakt zu Fremden, Gewalt- und pornografische Inhalte sowie Cybermobbing. In Auftrag gegeben wurde der Jugendmedienschutzindex von der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter (FSM). Für die repräsentative Studie wurden bundesweit 805 Kinder und Jugendliche sowie jeweils ein Elternteil befragt.

Wie Eltern mit Cybermobbing umgehen können, erläutert die EU-Initiative Klicksafe:

Woran erkennt man Cyber-Mobbing?

Anzeichen können beispielsweise sein, wenn Kinder sich zurückziehen, verschlossener werden und weniger von der Schule erzählen. Oft zeigen sie auch körperliche Symptome wie Schlafstörungen, Kopf- und Bauchschmerzen. Möglicherweise sind Betroffene nicht mehr gerne im Internet, schließen Anwendungen wie Soziale Netzwerke, wenn jemand hinzukommt oder wirken verstört, nachdem sie aufs Handy geschaut haben.

Was können Eltern tun?

Sie sollten möglichst schnell, aber mit Bedacht handeln. Vorwürfe wie "Wie konntest du nur so dumm sein, ein Nacktfoto zu verschicken?" sind wenig hilfreich. In erster Linie sollte es darum gehen, dem gemobbten Kind zu helfen und es zu unterstützen. In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, beleidigende Videos und Bilder dem Anbieter zu melden. Über Apps geteilte Inhalte lassen sich oft aber nicht wieder vollständig entfernen. Findet das Cybermobbing in der Schule statt, sollte in Absprache mit dem Kind der Lehrer informiert werden.

Manche Eltern glauben, dass das Cybermobbing von alleine aufhört, wenn ihr Kind Internet und Handy nicht mehr nutzt. Das ist leider selten der Fall. Denn andere Personen sehen die Beleidigungen nach wie vor, reagieren darauf oder erzählen es weiter.

Wo finden Eltern Hilfe?

Zum Beispiel bei Online- oder Telefonberatungsstellen. Passiert das Mobbing in der Schule, kann man Klassen- oder Vertrauenslehrer ansprechen. Auch der schulpsychologische Dienst kann kontaktiert werden. In besonders schlimmen Fällen sollten Eltern die Polizei hinzuziehen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Familie