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Smart Home Lösungen für den Neubau

Das Haus der Zukunft Smart Home Lösungen für den Neubau

Das Smart Home ist auf dem Vormarsch, ständig kommen neue Entwicklungen auf den Markt. Die Technologien bieten viele Möglichkeiten, lohnen sich aber besonders bei der Implementierung im Neubau.

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Smart Home Technologien bieten vielerlei Annehmlichkeiten für den Bewohner. Auch über Sicherheit und Einsparmöglichkeiten machen sich die Hersteller ihre Gedanken.

Quelle: ©KB3 (#96906875)

Ein smartes Eigenheim – das klingt für viele verlockend. Mit verschiedenen Elementen, die seit einiger Zeit unter dem Begriff Smart Home vermarktet werden, ist der Schritt in die Zukunft bereits getan: Von unterwegs lassen sich Heizung und Jalousien steuern, selbstfahrende Staubsauger verringern die Hausarbeit und bald schon kann der Kühlschrank Lebensmittel ordern, wenn sie sich dem Ende zuneigen. Doch was genau sind die Must-haves für ein intelligentes Zuhause und welche Vorteile bieten diese Neuerungen?

Dieser Ratgeber bietet eine Übersicht zu den neuesten Techniken und Gadgets, die bereits in die Planung eines Hauses einfließen können, um es möglichst intelligent zu machen.

Was bedeutet intelligentes Wohnen genau?

Die Begriffe sind vielfältig. Doch egal ob Hausautomation, Smart Home, vernetztes Haus oder Smart Living: Sie alle bezeichnen technische Neuerungen in Privathaushalten, die durch eine Vernetzung und Fernsteuerung zusätzliche Funktionen bieten. Das Spannende dabei ist aber nicht nur der Eingriff des Bewohners von der Ferne aus, sondern auch die Kommunikation zwischen den einzelnen Systemen, die Abläufe automatisieren und über „Wenn-Dann-Schaltungen“ – wie zum Beispiel „wenn Fenster auf, dann Heizung aus“ - auch Einsparpotential bieten.

Das Konzept Smart Home ist besonders dann interessant, wenn das Haus saniert wird oder ein Neubau entsteht. Hierbei können die nötigen Systeme direkt mit untergebracht werden. Eine zentrale Steuerung, bei der die Systeme zusammenlaufen, schützt vor Überlastung und sorgt zusätzlich für eine einfachere Vernetzung der Smart Home Gadgets. Das erleichtert die Steuerung und schützt vor „Improvisationen“, die immer dann gerne vorgenommen werden, wenn die Technik zwar genutzt werden soll, jedoch keine Mittel oder Zeit zum Aufmachen der Wände und Implementieren der nötigen Vernetzung vorhanden sind. Kleine Helfer, wie intelligente Thermostate, können jedoch auch ohne Sanierung mit verbaut werden – sie helfen vor allem beim Sparen. 

Mithilfe der Automatisierung der Haustechnik lassen sich dann Überwachungs-, Steuer-, Regel- und Optimierungseinrichtungen steuern. Dazu gehören insbesondere die Alarmanlage, Beleuchtung, Jalousien oder die Heizung. Neben einer Zeitsteuerung, die für Außenstehende Anwesenheit suggerieren kann und damit als zusätzlicher Einbruchsschutz dient, ist auch die Fernsteuerung der einzelnen Komponenten via Internet oder über das Telefonnetz möglich.

Lange Zeit konnten sich die Hersteller der Hausautomationstechnik nicht einig werden – die Inkompatibilität einiger Geräte war die Folge. Erst kürzlich haben sich die beiden größten Hersteller auf eine Abstimmung der Technik geeinigt. Weniger Probleme bieten hier herstellerunabhängige, sogenannte offene Systeme. Der Anwender hat dabei die Möglichkeit, an ein Bedienelement Endgeräte unterschiedlicher Fabrikate anzuhängen.

Die Lichtsteuerung als Einbruchssicherung und Alltags-Vereinfachung

Bewegungsmelder, die das Licht bedarfsgerecht an- und ausschalten, sind noch kein Indiz für eine intelligente Steuerung der Haustechnik. Zentrale Schalter, durch die sich alle Leuchten im Haus gleichzeitig ein- und ausschalten lassen, hingegen schon.

Möglich sind dabei auch Szenarien für einzeln programmierte Gruppen: Ein Szenario schaltet beispielsweise die Wohnzimmerbeleuchtung gedimmt für den gemütlichen Abend ein, ein anderes sorgt für helles Licht in der Küche, das dritte Szenario schafft eine passende Atmosphäre für den wöchentlichen Wohnungsputz. Moderne Smart Homes sind überdies in der Lage, die Beleuchtungssteuerung bedarfsgerecht umzusetzen. Durch das Zusammenspiel eines geeigneten Lichtkonzepts mit einer Beleuchtungssteuerung, welche Bewegungsmelder, Dimmschalter oder Zeitschalturen umfasst, kann somit auf die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Hausbewohner, wie auch auf die spezifischen Gegebenheiten einzelner Räume eingegangen werden. Schlussendlich lässt sich nicht nur eine Wohlfühlatmosphäre schaffen, sondern gleichzeitig auch Energie sparen und die eigene Sicherheit steigern.

Tablet als Haussteuerung

Über zentrale Bedienelemente, die wiederum mit einem Tablet oder Smartphone vernetzt sind, können Einstellungen am Haus angepasst werden. So kann beispielsweise aus dem Wohnzimmer heraus die Spülmaschine angeschaltet oder auch das Licht im Bad abgedreht werden.

Quelle: fotolia ©Stanisic Vladimir

Sensoren als Sicherheitssysteme

Um die Sicherheit der Bewohner eines intelligenten Hauses zu gewährleisten, werden mehrere Wasser- und Bewegungssensoren, Tür- und Fenstersensoren, Rauchmelder oder Überwachungskameras im Haus installiert, die im Worst Case Signale aussenden. Auch interaktive Türöffner sind per Gesichtserkennung, Bluetooth oder RFID möglich. Sie können – mit Videokameras ausgestattet – gleichzeitig die Funktion einer Überwachungskamera übernehmen. Anwender können so außerdem Gäste über das Smartphone ins Haus lassen.

Darüber hinaus gibt es auch hier die Möglichkeit einer zeitlichen Steuerung: Die Putzfrau kommt nur zu einer bestimmten Zeit ins Haus, der Besuch erhält für die Dauer seines Aufenthalts Zugangsrechte, beim Öffnen der Tür geht automatisch das Licht oder das Radio an.

Zusätzlich verbaute Sensoren sind darüber hinaus in der Lage, Kohlenstoffmonoxid-Konzentration, die Luftbelastung durch Pollen, die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit zu messen und bei Überschreiten eines bestimmten Grenzwertes im Zweifel die Fenster zu öffnen bzw. zu schließen. 

Heizungs-Steuerungen als Sparpotenzial

Die Heizkosten schlagen mit bis zu zwei Dritteln in der Nebenkostenabrechnung zu Buche – und damit besteht hier ein nicht unerhebliches Sparpotenzial. Wer nicht anfangen will, das komplette Haus neu zu dämmen, greift einfach zu einer smarten Heizungssteuerung.

Ein wichtiges Merkmal einer intelligenten Heizungssteuerung ist die energieoptimierte und bedarfsgerechte Regelung einer Heizung für jeden einzelnen Raum. Das System erkennt beispielsweise eigenständig, ob ein Fenster offensteht und beantwortet längere Abwesenheiten mit einer Reduzierung der Raumtemperatur. Auch eine Zeitsteuerung ist inbegriffen, die dafür sorgt, dass es im Badezimmer morgens angenehm warm ist und die Heizung eine Stunde vor Ihrem Feierabend anspringt und den Wohnraum erwärmt. Die Steuerung läuft ganz einfach über programmierte Schaltzeiten, in denen die Heizung an- und auch wieder ausgeht.

Während Nachrüstungen sich dabei auf Zeitpläne reduzieren, erlaubt die vernetzte Heizung die Einbeziehung von Heizkurven (die Dauer, bis die optimale Temperatur in Abhängigkeit vom Wetter erreicht ist). Und auch der aktuelle Aufenthaltsort des Nutzers lässt sich berücksichtigen, so dass spontane Planänderungen nicht für überheizte Räume oder brennendes Licht trotz Abwesenheit sorgen.

Rollladen-Steuerung als Wetterschutz

Jalousien und Rollläden tragen dazu bei, dass sich Räume im Sommer bei starker Sonneneinstrahlung nicht zu stark erhitzen, und umgekehrt im Winter nicht zu stark auskühlen. Eine Wetterstation kann die automatische Steuerung der Jalousien übernehmen. Auf der Basis aktueller Wetterdaten und der Prognosen für den weiteren Tagesverlauf handelt das System vorausschauend und lässt im Winter so beispielsweise die Sonne in den Raum scheinen, schließt sich jedoch, wenn Regen oder Schnee angekündigt sind.

Jalousien aus Aluminium

Jalousien und die Steuerung von Fenstern sorgen für frische Luft und richtige Temperaturen im Haus. Durch eine Automatisierung von Abläufen kann das Haus diese Steuerung den Bedingungen entsprechend anpassen.

Quelle: fotolia ©Kenny

Lüftung und Klima für frische Luft

Immer häufiger verfügen Niedrigenergie- und Passivhäuser über Lüftungsanlagen, die die Luftzufuhr automatisch regeln und beispielsweise über Erdwärme weitere Energie sparen. Eine intelligente Vernetzung der Lüftungsanlage trägt dazu bei, dass eine automatische Regulation von Luftfeuchtigkeit oder CO2-Gehalt der Luft gemessen werden und die Anlage bei Überschreiten eines bestimmten Grenzwertes automatisch anspringt.

Smart-Metering: Stromsparend und effizient

Im Zusammenhang mit dem intelligenten Wohnen erlangt auch das Smart Metering Bedeutung – das Messen und Anzeigen von Energieverbrauchsdaten sowie die intelligente Steuerung, um möglichst viele Energiekosten zu sparen. Wenngleich Großkunden die Systeme bereits seit den 1990er Jahren kaufen konnten: Die Nutzung in privaten Haushalten ist erst seit etwa 2010 üblich.

Der eingebaute intelligente Zähler misst den tatsächlichen Verbrauch von Wasser, Strom und Gas sowie die Nutzungszeiten. Auf dieser Basis werden dem Verbraucher von der Tageszeit abhängige, eventuell billigere Energiekosten angeboten. Der Energieversorger kann so die Infrastrukturen besser ausnutzen und muss nicht weiter in den Spitzenlastausbau investieren.

Intelligente Zähler gibt es für unterschiedliche Bereiche:

Stromzähler: Die intelligenten Geräte messen in der Minimalvariante nicht nur die aktuelle Leistung, sondern geben Auskunft über den letzten Tag, die letzte Woche oder den letzten Monat. Die Modelle sind mit oder ohne Kommunikationsmodul ausgestattet, das mit dem Versorger vernetzt ist.

Erdgas: Bislang funktionieren Gaszähler ähnlich wie Stromzähler. In Zukunft sollen die Geräte jedoch neben dem m³-Verbrauch auch die kWh angeben. Dafür muss jedoch eine wechselseitige Kommunikation erfolgen, da sich der Brennwert durch unterschiedliche Gaszusammensetzungen immer wieder ändert.

Wasser: Wenngleich ein Wasserzähler den aktuellen Verbrauch von Nutz- und Trinkwasser angibt, dienen die Geräte im Wesentlichen dazu, Wasserrohrbrüche und defekte Wasserhähne zu identifizieren.

Elektrohaushaltsgeräte für den bequemen Alltag

Auch vor der Küche macht Smart Home nicht halt: Zu den intelligenten Haushaltsgeräten gehören z. B. die Vernetzung, Fernsteuerung und Programmierung von Elektrohaushaltsgeräten wie Herd, Kühlschrank, Waschmaschine oder Kaffeeautomat: Morgens ist pünktlich zum Aufstehen der Kaffee fertig und die Brötchen duften schon im Ofen. Auch gibt es inzwischen Auto-Unlock-Funktionen auf der Basis von GPS-Daten, die die Tür öffnen, sobald man mit Händen voller Einkaufstüten in die Nähe kommt.

Noch nicht so recht verbreitet hat sich der smarte Herd. Es gibt zwar bereits Modelle mit Sprachsteuerung auf dem Markt, die sich über den Touchscreen eines Smartphones aktivieren lassen, diese liegen preislich jedoch bei knappen 10.000 €. Somit führen diese bisher eher zu wenig Absatz. Vorgesehen ist künftig auch die Kommunikation zwischen Herd und Kühlschrank – wie diese jedoch aussehen wird und vor allem wann die intelligenten Geräte erschwinglich werden, bleibt abzuwarten.

Bis dahin gibt es nachträglich einzubauende Erweiterungen, die auch den klassischen Herd um eine intelligente Funktion erweitern: ein Set aus intelligenten Knöpfen, Sensoren und verschiedenen Adaptern. Sind die Heizplatten aktiviert, Sie waren jedoch längere Zeit nicht am Herd, meldet sich das System auf dem Smartphone.

Das sagt Deutschland über Smart Home

48% der Deutsche meinen, dass Smart-Home-Systeme besonders energiesparend sind.

Quelle: Hintergundgrafik | fotolia.com © KB3

Blick in den Kühlschrank: Die Einkaufsliste für unterwegs

Smarte Kühlschränke sind nicht nur mit dem WLAN verbunden, sondern haben integrierte Kameras und ein eigenes Tablet. Damit kann theoretisch von unterwegs aus ein Blick in den Kühlschrank geworfen werden. Sensoren messen außerdem, ob die Tür richtig geschlossen ist und der Kühlschrank seine Temperatur auch halten kann. Über die Vernetzung der Lebensmittel selbst soll dann künftig der Kühlschrank auch selbst Meldung geben können, ob beispielsweise noch Milch vorhanden ist – das ist allerdings noch Zukunftsmusik und benötigt zunächst weitere Entwicklungen in der Rubrik „ The Internet of Things“.

Sparpotenzial auch beim Waschen und Spülen

Intelligente Waschmaschinen verfügen über eine automatische Beladungserkennung und geben direkt eine Empfehlung für die benötigte Waschmittelmenge ab. Oder sie gehen noch weiter und dosieren das Waschmittel gleich selbst, das dann über einen externen Tank hinzugefügt wird. Über die Fuzzy-Logik ermittelt das Gerät direkt auch den Verschmutzungsgrad der Wäsche und bemisst die Menge des Waschmittels danach. Über die Mengenautomatik kommt nur die für die Füllmenge erforderliche Wassermenge hinzu – was gleichzeitig Strom spart, da kein überflüssiges Wasser erhitzt werden muss.

Und auch bei den Spülmaschinen ist eine Steuerung von unterwegs aus möglich. So kann über das Smartphone der Befehl zum Programmstart gegeben werden. Stimmt etwas nicht, gibt es bei den meisten Geräten auch die Möglichkeit, direkt den Kundendienst benachrichtigen zu lassen. Dieser kann dann den Fehler von der Zentrale aus auslesen und gibt Handlungsempfehlungen. Wenn nötig, wird auch gleich ein Techniker ausgesendet, der sich vor Ort um das Problem kümmert.

Saubere Intelligenz: Staubsauger und Putzroboter

Die kleinen Roboter-Staubsauger, die unermüdlich jeden Raum abfahren, sich selbstständig zur Ladestation begeben und dank der Sensortechnologie auch Hindernisse zu umfahren wissen, sind inzwischen weitgehend bekannt. Seit Kurzem gibt es außerdem kombinierte Saug- und Wischroboter, die das Feudelschwingen direkt mit überflüssig machen. In der Anschaffung sind die Geräte zwar teurer, dafür spart man sich den Teil der Hausarbeit jedoch direkt komplett.

Entertainment mit Multimedia-Geräten und Internet

Beschränkt sich die Vernetzung rein auf die Unterhaltungselektronik, liegt noch kein intelligentes Haus vor. Dennoch ist die hausweite Synchronisierung der elektronischen Medien bequem: Zentrale Serversysteme speichern Fotos, Musik und Filme und sorgen dafür, dass diese nicht nur im Wohnzimmer, sondern gleich überall verfügbar sind. Beim Hausbau ist eine sternförmige Verkabelung ideal, um alle Anschlüsse mit einem zentralen Anschlusspunkt zu verbinden. So lassen sich Webradios, Beamer und Musikserver problemlos in die Multimedia-Ausstattung integrieren und alle Geräte können mit einer einzigen Fernbedienung gesteuert werden.

Längst gibt es auch Fernsehgeräte, die drahtlos mit dem Internet verbunden sind und so zahlreiche zusätzliche Sender verfügbar machen. Auch haben bereits erste Apps die Fernbedienung vom heimischen Wohnzimmertisch verbannt. Manche von ihnen erlauben das zappen vom Smartphone aus. Dazu muss der Fernseher ans Internet angeschlossen sein – sogenannte Smart TVs bringen die Technik also schon mit. Ältere Modelle lassen sich mit einem Stick ans Internet anschließen und lassen so das Streaming und Bedienen vom Smartphone aus ebenfalls zu. Da WLAN-Verbindungen meist nur in der Theorie hochauflösende Filme problemlos streamen, ist es durchaus sinnvoll, auch bei TV-Geräten auf eine eigene Netzwerkdose zu achten.

Drahtlose Multi-Room-Audiosysteme waren früher nur wohlhabenden Menschen vorbehalten, die sich Musikanlage mit Mehrkanalverstärkern und Einbaulautsprechern zur Beschallung sämtlicher Räume leisten konnten. Dank Smartphone und Co. gibt es kompakte drahtlose Lösungen, die den Klang im Haus verteilen. Diese Systeme bieten Lösungen vom kleinen Küchen-Lautsprecher bis hin zur beeindruckenden Surround-Lösung für das Heimkino. Für den reibungslosen Ablauf notwendig sind nur das Smartphone, ein Router und eine Festplatte mit den Audiodateien.

Musikwiedergabe via Tablet steuern

Die Vernetzung von Multimedia-Geräten gibt es bereits länger auf dem Markt. Sie macht in Verbindung mit Smart Home jetzt auch die Beschallung im ganzen Haus möglich und erschwinglich.

Quelle: fotolia ©Idprod

Allen gemein ist, dass sie die Daten (genau wie beim Streaming) über das drahtlose Netzwerk erhalten und so einfach am gewünschten Ort platziert werden können – ganz ohne lästige Kabelverbindungen zur Stereoanlage. Anspruchsvolle Hörer sollten darauf achten, dass das System auch FLAC- und ALAC-Dateien wiedergeben kann, die im Gegensatz zum MP3-Format hochauflösende Audiodateien übertragen. Für die problemlose Übertragung muss das WLAN im ganzen Haus funktionieren. Online-Simulationsprogramme können auf der Basis des eigenen Grundrisses die nötige Reichweite ermitteln und anschließend eine clevere Aufstellung von WLAN Modulen empfehlen.

Schwierig wird es, wenn CDs wiedergegeben werden sollen. Damit das funktioniert, muss die Stereoanlage per Streaming-Player ins System integriert werden. Nutzer von Musik-Streaming Diensten haben hingegen gute Karten. Welche Dienste mit welchem System kompatibel sind, variiert. Auch sind nicht alle Systeme mit weiteren Geräten kompatibel. Bei welchen das doch funktioniert, verrät das „AllPlay“-Logo auf der Verpackung.

Was bei der Planung berücksichtigt werden muss

Viele intelligente Systeme lassen sich auch nachträglich in das Eigenheim einbauen. Wer jedoch alle Vorteile der innovativen Technologie nutzen möchte, macht sich bereits beim Hausbau Gedanken. Dazu gehört als erstes ein System aus Leerrohren für die verschiedenen Medien wie Strom, Telefon, Netzwerk und vor allem das Bus-System, damit sich später alle Geräte miteinander vernetzen lassen. Alle Räume werden dabei gleichberechtigt mit den notwendigen Anschlüssen verbunden, damit auch dann eine reibungslose Nutzung der Geräte gewährleistet ist, wenn sich die Raumzuordnung ändert.

In einem zweiten Schritt kommunizieren Sie die aktuellen Bedürfnisse mit dem Planer des Hauses. In einem dritten Schritt werden die betroffenen Gewerke in die Planung und Umsetzung eingebunden. Schließlich gilt außerdem: Da fast jede der smarten Techniken das Internet als Übertragungsweg nutzt, muss die Technik überall dort vorhanden sein, wo intelligente Systeme zum Einsatz kommen. Am besten planen Sie die entsprechenden USB-Ladestationen für das Smartphone gleich mit als Ergänzung zu den klassischen Unterputz-Steckdosen mit ein.

Planen Sie in allen Räumen ausreichend Steckdosen ein. Vor allem in der Küche reichen sechs bis acht Steckdosen heute aktuell gewiss nicht mehr aus. So sieht der Standard RAL-RG 678 i ganze 17 Steckdosen in der Küche vor, der mittlere Ausstattungswert 2 liegt sogar bei 21. So lassen sich die Kochrezepte über das iPad ebenso berücksichtigen wie Funkboxen und der smarte Kühlschrank – ganz ohne Mehrfachstecker.

Fazit: Praktische Neuerungen und spannende Zukunftsmusik

Das Zuhause wird zusehends intelligent – das bringt Vor- und Nachteile, ist jedoch sicherlich mit Interesse zu beobachten. Für jeden Raum und jeden Bereich gibt es mittlerweile zahlreiche Systeme. Alle wollen das Leben einfacher und lebenswerter gestalten. Für Technikbegeisterte sind diese Systeme ein hoher Genuss, außerdem gibt es Einsparpotenziale durch die Kommunikation der Geräte untereinander, die stetig ausgebaut werden. Es bleibt also spannend abzuwarten, was die Zukunft noch alles bringen wird, welche Geräte und Dinge noch vernetzt werden.

Redaktion

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