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Was macht gutes Kombi-Design aus?

Verkehr Was macht gutes Kombi-Design aus?

Beim Design ihrer Autos versuchen viele Hersteller, ihre Marke erkennbar zu machen. Manche Trends setzen sich aber auch parallel bei etlichen Anbietern durch. Ein Gespräch mit einem Design-Professor dazu, was heute bei der Gestaltung von Kombi-Modellen wichtig ist.

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Paolo Tumminelli ist Professor am Designinstitut der TH Köln.

Quelle: International School of Design

Genf. Wer in Genf durch die Messehallen geht, kann auf dem Autosalon (9. bis 19. März) auch zahlreiche Kombis sehen, die gerade ihr Debüt feiern.

Doch was sind die aktuellen Trends beim Kombi-Design, und was macht gut gezeichnete Fahrzeuge aus? Antworten von Paolo Tumminelli, Professor am Designinstitut der TH Köln.

Welche Aspekte liegen beim aktuellen Kombi-Design im Trend?

Paolo Tumminelli: Kombi bleibt Kombi, wobei sich zwei Trends verstärkt bemerkbar machen. Zum einen der Sportkombi: Die von Mercedes propagierte Shooting-Brake-Linie mit extrem verjüngtem Dach wird auch vom Porsche Panamera Sport Turismo übernommen. Insgesamt sind im oberen Segment sportliche Linien mit fallendem Dach angesagt, siehe Audi A4 Avant.

Neue Modelle setzen zur Charakterisierung der Identität vor allem auf eine originell geschnittene Heckklappe - zum Beispiel werden der in Genf gezeigte neue Opel Insignia Sports Tourer und später der Jaguar XF Sportbrake und Peugeot 508 den Markt aufmischen.

Zum anderen der Hochkombi: Die Grenze zwischen Kombi und SUV gestaltet sich immer schwammiger - Beispiel Mercedes GLC. Aufgebockte Kombis kommen auch von Opel, die neben dem straßenbetonten Sports Tourer auch einen neuen Country Tourer anbieten werden dürften.

Was macht ein gelungenes Kombi-Design aus?

Tumminelli: Ganz klar: Ein gutes Kombi-Design machen, unabhängig von dem angegebenen Laderaum. die gute Zugänglichkeit und eine kluge Gestaltung des Kofferraums aus. Der Rest ist Kosmetik.

Welche typischen nationalen geschmacklichen Unterschiede gibt es?

Tumminelli: Vom Nationalgeschmack kann man heute kaum mehr reden, eher von Konzernsprachen. Die Massenmarken von VW - Volkswagen und Skoda - geben sich seriös und betonen den Nutzwert, was nun auch bei Volvo wieder angesagt ist. Audi und Porsche rücken sich näher in Richtung Leistungssport mit stark verjüngtem Dach. Mercedes gibt sich mit weichen Konturen und fließenden Linien eher romantisch, was man auch bei Alfa Romeo und Jaguar erkennen kann. Jaguar hat von allen noch das frischere Image. Hyundai gibt sich nun europäischer, mit wenigen kalligraphischen Zeichen, wie sie zum Beispiel bei Infiniti noch hoch im Kurs sind. Toyota spielt gerade wild - Prius, Mirai, HR-C -, bleibt aber beim Avensis am Heck sehr konventionell.

dpa

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