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Test von Trekkingrädern: Mehr als die Hälfte ist "gut"

Verkehr Test von Trekkingrädern: Mehr als die Hälfte ist "gut"

Langlebig und fahrstabil sollen Trekkingräder sein. Ein Test zeigt: Viele erfüllen diesen Anspruch, manche zeigen jedoch große Schwächen. Käufer sollten auch auf das Gesamtgewicht achten.

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Bei zwei Fahrrädern brachen während des Dauertests die Rahmen an der Naht zwischen Ober- und Steuerrohr. Auf der Straße hätten schwere Stürze gedroht.

Quelle: Stiftung Warentest/dpa-tmn

Berlin. Viele Pendler und Fahrrad-Touristen setzen auf Trekkingräder. Schlanke Rahmen, viele Gänge zum Schalten und schmale Reifen machen sie zum idealen Untersatz für lange Touren. Trekkingräder sollten deshalb robust und auch mit Gepäck an Bord noch fahrstabil sein.

In einer gemeinsamen Untersuchung von Stiftung Warentest und ADAC überzeugten 12 von 20 Trekkingrädern - sie bekamen ein "Gut" von den Testern ("test"-Ausgabe 06/17). Die Räder von zehn verschiedenen Herstellern lagen zwischen 750 und 950 Euro. Von ihnen wurde jeweils ein Herren- und ein Damenrad getestet.

Was auffiel: Damenräder waren insgesamt robuster. In einem Langzeittest, bei dem eine Fahrstrecke von 20 000 Kilometern simuliert wurde, hielten die Rahmen der Dauerbelastung insgesamt besser stand. Bei den Herrenrädern brachen zwei Rahmen an der Nahtstelle zwischen Oberrohr und Steuerrohr. "Mangelhaft" lautete hier jeweils das Urteil. Je zwei Herren- und zwei Damenräder hatten nach dem Dauertest sicherheitsrelevante Anrisse im Rahmen. Sie bekamen die Note "ausreichend".

Ein weiteres Rad erhielt diese Note wegen seiner schlechten Fahreigenschaften mit Gepäck. Ein anderes Rad fiel in der Kategorie ebenfalls negativ auf, war aber insgesamt noch "befriedigend".

Der ADAC kritisierte: Trotz der eher hohen Preise hatten viele der getesteten Räder billige Teile verbaut. Seitenständer waren instabil, Pedale knackten, Lichtanlagen waren minderwertig, und in Lenkergriffen sowie Sätteln wurden zum Teil Schadstoffe festgestellt.

Über alle getesteten Modelle betrachtet, hatten die Herrenräder Vorteile bei der Fahrstabilität. Sie waren angenehmer zu fahren - auch bei beladenen Gepäckträgern, notierten die Tester. Grund dafür ist die Rahmenkonstruktion, bei der das Oberrohr viel höher an dem Sattelrohr angeschweißt ist als bei einem Damenrad. Dagegen ist das Oberrohr bei Damenrädern ein ganzes Stück tiefer mit dem Sattelrohr verbunden. Viele Räder mit so einem Trapezrahmen empfehlen sich nach Angaben der Tester eher für leichtes Gepäck.

Wer mit dem Trekkingrad auf Reisen gehen will, sollte auch das zulässige Gesamtgewicht beim Kauf berücksichtigen. In dem Test lag die Spanne zwischen 120 und 135 Kilogramm. Die Tester rechneten vor: Fährt ein 90 Kilo schwerer Radler mit einem 17 Kilo schweren Fahrrad, kann er bei 120 Kilo Gesamtgewicht 13 Kilo Gepäck aufladen. Bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 135 Kilo wären es 28 Kilo. Speziell bei längeren Reisen könnten solche Unterschiede relevant werden.

dpa

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