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Nur vier Prozent der Deutschen sind Vegetarier

Studie des Robert Koch-Instituts Nur vier Prozent der Deutschen sind Vegetarier

Wenn es um Vegetarier geht, sind die Wissenschaftler uneins. Während in manchen Studien der Anteil der Fleischverzichter schon als zweistellig präsentiert wird, kommen Forscher des Robert-Koch-Institut zu einem ernüchternden Ergebnis.

Frauen zwischen 18 und 29 Jahren verzichten laut RKI-Studie am häufigsten auf Fleisch.
 

Quelle: dpa

Berlin.  Gut vier von hundert Erwachsenen in Deutschland ernähren sich gewöhnlich vegetarisch. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin. Dabei gibt es geschlechterspezifische Unterschiede: Unter den Frauen sind demnach 6,1 Prozent Vegetarierinnen, von den Männern ernähren sich lediglich 2,5 Prozent üblicherweise fleischlos.

Die Daten des RKI unterscheiden sich dabei deutlich von anderen Ergebnissen: Das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) sieht den Vegetarier-Anteil in Deutschland bei 7,75 Prozent (2014), der Vegetarierbund Deutschland (Vebu) ging im Januar 2015 von einem Anteil von rund 10 Prozent aus.

Vegetarier-Anteil steigt mit Bildungsgrad

Womöglich hängt das mit dem Zeitraum der Untersuchung und der Methode zusammen: In die Auswertung der RKI-Forscher waren zwischen 2008 und 2011 aufgenommene Angaben von 6933 Menschen im Alter von 18 bis 79 Jahren eingeflossen. Verzehrhäufigkeit und -menge von 53 Lebensmittelgruppen wurden dabei jeweils über vier Wochen erfasst.

Am höchsten liegt der Anteil überwiegend vegetarisch lebender Menschen der Auswertung zufolge bei den 18- bis 29-Jährigen (Frauen 9,2 Prozent, Männer 5 Prozent) sowie bei Frauen von 60 bis 69 Jahren (7,3 Prozent). Zudem steige er mit zunehmendem Bildungsstand, zeigen die im „Journal of Health Monitoring“ vorgestellten Daten. „Gleiches gilt für Personen, die in Großstädten leben und für Menschen, die mehr als vier Stunden pro Woche Sport treiben.“

“Mehr als eine idealistische Minderheit“

„Die Möglichkeiten, sich ausgewogen vegetarisch zu ernähren, haben sich in Deutschland in den letzten Jahren deutlich verbessert und Vegetarierinnen und Vegetarier sind heute mehr als eine idealistische Minderheit“, schreiben die Autoren.

Ein verringerter Fleischkonsum reduziere die Massentierhaltung, schone die Umwelt und sei nach Einschätzung von Experten vielfach gesünder, heißt es in der Analyse. „Diese positiven Effekte würden weiter verstärkt, wenn neben der relativ kleinen Gruppe der Menschen, die ganz auf Fleisch verzichten, eine insgesamt größere Bevölkerungsgruppe ihren Fleischkonsum reduzieren würde.“ Derzeit liege er im Durchschnitt noch erheblich über der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Mehr Tee, weniger Bier

Vegetarier konsumieren laut den RKI-Daten übrigens auch weniger kalorienreduzierte Getränke, Bier und Wein sowie mehr Tee, Obst und Gemüse.

Von dpa/RND/zys

Berlin  52.520007 13.404954
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