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13:45 23.08.2017
Schnell gemacht: Wer den richtigen Router gekauft hat, kann ihn auch rasch verbinden. Quelle: Foto: dpa
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Göttingen

Wenn der Internetanschluss zu Hause lahmt, kann das auch am Router liegen. Mit einem moderneren Gerät lässt sich der Datentransfer in vielen Fällen beschleunigen. Aber welcher Router ist der richtige? Wer auf der Suche nach einem neuen Router ist, findet Modelle für 15,99 Euro, aber auch welche für 400 Euro. Wie so oft im Leben sollte der Preis nicht das einzige Kriterium sein.

WLAN-Standard: Für die kabellose Verbindung zu Laptop, Tablet und Smartphone sollte der Router mindestens WLAN-n unterstützen. Dieser Standard ermöglicht Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 450 Megabit pro Sekunde. Noch besser ist aber WLAN-ac für bis zu 1,3 Gigabit Datengeschwindigkeit. „Allerdings sind die Angaben zu den WLAN-Geschwindigkeiten nicht realistisch“, sagt Marleen Frontzeck-Hornke vom Onlineportal „Teltarif“. „Die tatsächliche Leistung fällt oft geringer aus.“ Durch die höhere Frequenz der Funkkanäle bei WLAN-ac lassen sich zudem mehrere WLAN-fähige Geräte ohne Qualitätsverlust gleichzeitig nutzen.

Funkbereich: Ein Router sollte wenigstens zwei Frequenzbereiche unterstützen. In aller Regel sind das die Frequenzbänder um 2,4 Gigahertz und um fünf Gigahertz. Der Fünf-Gigahertz-Bereich wird weniger genutzt, da er ausschließlich für WLAN reserviert ist. Ältere Router funken hingegen im 2,4-Gigahertz-Bereich, der aber auch von vielen schnurlosen Telefonen und anderen Geräten beansprucht wird. Dadurch kann es zu Funkstörungen, sogenannten Interferenzen, kommen.

Kabelanschlüsse: Aus Sorge vor Elektrosmog wollen manche Menschen kein WLAN-Funknetz in ihrem Haus und setzen lieber auf Kabelverbindungen. „Dann ist es umso wichtiger, dass beim Router vernünftige LAN-Anschlüsse integriert sind“, sagt Frontzeck-Hornke. „Möglichst vier Gigabit-Schnittstellen, die einen schnellen kabelgebundenen Internetzugang ermöglichen, sollten vorhanden sein.“

Wer einen DSL-Anschluss mit entsprechendem Modem hat, sollte darauf achten, dass am Router ein sogenannter WAN-Anschluss zur Verbindung mit dem Modem vorhanden ist. Router mit bereits eingebautem Modem haben keine WAN-Schnittstelle.

Außerdem ist es ratsam, dass der Router mindestens zwei USB-Schnittstellen besitzt, empfiehlt Frontzeck-Hornke. Dort können Speichermedien wie USB-Sticks und externe Festplatten sowie Drucker angeschlossen werden.

Sicherheit: Der jüngste Hackerangriff auf Router der Deutschen Telekom zeigt, wie wichtig eine gute Verschlüsselung des Routers ist. Das Gerät sollte den Verschlüsselungsstandard WPA2 unterstützen. Von WPA- oder WEP-Verschlüsselung rät Frontzeck-Hornke dringend ab. „Welchen Verschlüsselungsstandard der ausgewählte Router besitzt, lässt sich einfach auf der Verpackung oder auf einer Plakette am Gerät herausfinden.“

Auf einem WLAN-Router ist ein Passwort vorinstalliert, das meist auf der Unterseite des jeweiligen Routers steht. „Sobald sich der Besitzer auf der Benutzeroberfläche angemeldet hat, muss das voreingestellte Passwort unbedingt geändert werden“, betont Frontzeck-Hornke.

Stromverbrauch: Aus Umwelt- und Kostengründen ist es auch wichtig, auf einen möglichst niedrigen Stromverbrauch des Routers zu achten. Zumal sich Geräte finden lassen, die selbst im Betrieb nicht mehr als sechs Watt pro Stunde verbrauchen, aber auch solche, die das Dreifache beanspruchen und auch im Stand-by noch über zehn Watt liegen. Wer den Router nachts ausschaltet, kann die Kosten um ein Drittel reduzieren. Bei einigen Geräten lässt sich die Nachtruhe auch schon in den Einstellungen festlegen.

Von Helmuth Klausing/dpa/RND

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