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Wissen Weihnachtsfeier im Büro: Diese No-Gos sollten Sie vermeiden
Nachrichten Wissen Weihnachtsfeier im Büro: Diese No-Gos sollten Sie vermeiden
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20:35 04.12.2018
Um Peinlichkeiten auf der betrieblichen Weihnachtsfeier zu vermeiden, gilt es einige Verhaltensregeln zu beachten. Quelle: dpa
Hannover

Tanzen mit den Kollegen oder gar Karaoke mit dem Chef? Auf der betrieblichen Weihnachtsfeier nicht ausgeschlossen. Auch wenn die Adventszeit mit vielen Annehmlichkeiten verbunden ist, die Weihnachtsparty im Büro zählt nicht unbedingt dazu. Die Angst, sich vor Chef und Kollegen zu blamieren, sitzt bei vielen tief.

Gerade am Arbeitsplatz lauern viele Fettnäpfchen; die Weihnachtsfeier, eine Gelegenheit, schnell mal in das ein oder andere zu treten. Etikette ist wichtig, sollte aber nicht dazu führen, dass Sie vor lauter Benimmregeln das Wichtigste vergessen: Letztlich sollte es ja auch bei einer betrieblichen Weihnachtsfeier darum gehen, Spaß zu haben.

No-Go 1: Zu tief ins Glas schauen

Klar, bei einer Party will man locker sein. Und was hilft da besser als Alkohol? Aber die Weihnachtsfeier im Büro ist nun mal etwas anderes als die Glühweinparty mit Freunden. Ganz sicher bietet sie nicht den passenden Rahmen, um zu tief ins Glas zu schauen.

Das heißt natürlich nicht, dass Sie komplett auf Alkohol verzichten müssen. Kennen Sie Ihr Limit und senken Sie die Grenze vorsorglich um einige Drinks. Lassen Sie sich Zeit beim Austrinken. Ein Glas Wasser zwischendurch ist immer eine gute Idee. Denken Sie daran: spätestens am nächsten Arbeitstag treffen Sie wieder auf Ihre Kollegen. Verkatert und mit Filmriss macht das Wiedersehen wenig Freude.

No-Go 2: Zu tiefe Einblicke ins Privatleben erlauben

Im Grunde begünstigt das erste No-Go alle weiteren. Ist die Zunge erstmal gelockert, plaudert es sich viel leichter - auch über Privates. Doch müssen Sie wirklich jedem Mitarbeiter die Geschichte über Ihre Magen-Darm-Erkrankung im letzten Sommerurlaub mitteilen?

Es gibt für alles einen Ort und eine Zeit. Sicherlich können Sie auch auf der Weihnachtsfeier im Büro aus dem Privatleben erzählen. Schließlich ist es ja auch erfrischend, über etwas anderes als die Arbeit zu sprechen. Doch achten Sie immer auf den Rahmen, manche Geschichten eignen sich mitunter eher für ein Vier-Augen-Gespräch als für die Gruppe.

No-Go 3: Über Kollegen lästern

Auch wenn die betreffende Person außer Hörweite ist, vermeiden Sie es unbedingt, Ihrem Frust über unliebsame Kollegen Ausdruck zu verleihen. So entstehen Gerüchte und am Ende landet die Geschichte womöglich noch bei der Person, der Sie Ihr Problem besser direkt hätten mitteilen sollen.

Im schlimmsten Fall provozieren Sie durch das Lästern einen Streit, mit dem Sie die Aufmerksamkeit der Chefetage auf sich ziehen. Auch wenn Sie sicherlich gute Gründe für Ihre Meinung haben, um persönliche Querelen zu äußern, gibt es bessere Gelegenheiten als die Weihnachtsfeier. Dasselbe gilt natürlich auch für alle anderen Probleme und Streitigkeiten. Kritik äußern Sie besser sachlich und über die dafür vorgesehenen Kanäle.

No-Go 4: Schweigend danebenstehen

Nicht jedem liegt Smalltalk. Deshalb sollten Sie sich aber nicht in Schweigen hüllen. Kollegen könnten dies möglicherweise als Abneigung ihnen gegenüber deuten. Auch sollten Sie sich nicht demonstrativ ins Abseits stellen, wenn Ihnen die Gesprächsrunde zu langweilig ist.

Manchmal reicht es schon, freundlich zu gucken und ab und an zu nicken, wenn sich ein Kollege über das schlechte Wetter oder die Deutsche Bahn beschwert. Mitunter werden mit diesen klassischen Smalltalk-Themen ja auch interessantere Gesprächsinhalte angestoßen.

No-Go 5: Über Religion und Politik reden

Womit wir beim nächsten Risiko wären: Manche Gesprächsthemen sind heikler als andere. Hierzu zählen zum Beispiel politische und religiöse Weltanschauungen, die gesellschaftlich nicht unbedingt auf breite Akzeptanz stoßen. Tagesaktuelle politische Themen sind hingegen, sofern sie nicht allzu kontrovers sind, kein Problem.

Selbstverständlich gilt Meinungsfreiheit auch bei der betrieblichen Weihnachtsfeier. Sie sollten aber immer daran denken, dass sich unter Ihren Gesprächspartnern jemand befinden könnte, der oder die sich an einem kontroversen Thema stört oder gar persönlich angegriffen fühlt.

No-Go 6: Flirten mit dem Chef

Flirten ist nicht per se verboten, auch auf der Weihnachtsfeier nicht. Schließlich ist Flirten Privatsache und gehört zum Arbeitsalltag in vielen Büros. Doch wie so oft kommt es immer auf das richtige Maß und den passenden Augenblick an. Aufgrund ihrer Öffentlichkeit ist die Weihnachtsfeier eher ungeeignet.

Mit Diskretion und dem nötigen Respekt können Sie zwar auch auf der Weihnachtsfeier flirten - vorausgesetzt es handelt sich nicht um einen verheirateten Kollegen oder Ihren Vorgesetzten. Gerüchte verbreiten sich schneller, als Sie denken. Um Sie gar nicht erst entstehen zu lassen, sollten Sie von einem öffentlichen Techtelmechtel auf der Weihnachtsfeier Abstand nehmen.

No-Go 7: Gar nicht erst erscheinen

Bei all den Tücken mag man zu dem Schluss kommen, dass es sicherer ist, der Weihnachtsfeier im Büro einfach fernzubleiben. Doch auch wenn die Teilnahme an den Feierlichkeiten nicht Pflicht ist, wer gar nicht erst erscheint, riskiert in ein weiteres Fettnäpfchen zu treten. Schließlich signalisiert das unentschuldigte Fehlen, dass Ihnen wenig daran liegt, außerhalb der Arbeit Zeit mit den Kollegen zu verbringen. Wenn die Weihnachtsfeier zudem während der Arbeitszeit stattfindet, sind Sie nicht von der Arbeit befreit, nur weil Sie auf die Weihnachtsfeier verzichten.

Was sagt das Arbeitsrecht zur betrieblichen Weihnachtsfeier?

Wer neben diesen Tipps allgemeine Benimmregeln beachtet, läuft auch auf der betrieblichen Weihnachtsfeier keine Gefahr, sich zu blamieren. Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe an Regeln, die im Arbeitsrecht definiert sind und auch für die Firmenfeier relevant sind.

• Arbeitgeber sind nicht verpflichtet, eine Weihnachtsfeier zu veranstalten. Empfehlenswert ist es trotzdem. Schließlich wird riskiert, dass das Betriebsklima Schaden nimmt.

• Arbeitgeber sind nicht verpflichtet, alle Mitarbeiter einzuladen. Liegt ein sachlicher Grund vor, kann es einzelnen Mitarbeitern verwehrt bleiben, an der Weihnachtsfeier teilzunehmen. Etwa wenn betriebliche Prozesse oder Notfalldienste aufrechterhalten werden müssen.

• Auf der Weihnachtsfeier ist man nicht automatisch durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Hierbei ist relevant, zu welchem Zeitpunkt ein Unfall passiert. Wenn sich der Vorfall nach dem offiziellen Ende der Feier ereignet, handelt es sich rechtlich nicht mehr um einen Arbeitsunfall.

• Auf der Weihnachtsfeier sind Sie nicht von arbeitsvertraglichen Pflichten befreit. Verstöße gegen diese Pflichten - etwa das Beleidigen von Angestellten oder sexuelle Belästigung - können Abmahnungen oder Kündigungen nach sich ziehen, auch wenn Sie sich außerhalb der Arbeitszeit ereignet haben.

Von RND/pf

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