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Nachrichten Wissen Weihnachtsessen: Das sind die beliebtesten Gerichte an Weihnachten
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09:47 10.12.2018
Kommt vornehmlich am ersten Weihnachtstag auf den Tisch: Gänsebraten. An Heiligabend werden dagegen häufiger Würstchen mit Kartoffelsalat gegessen. Quelle: dpa
Hannover

Zu den schönsten Traditionen an Weihnachten gehört zweifelsohne das viele Essen. Ungeachtet regionaler Unterschiede haben sich hierzulande einige Gerichte über Generationen hinweg zu echten Klassikern entwickelt.

Während es bei manchen vor allem schnell und einfach gehen soll, fahren andere schon am Heiligen Abend die großen Geschütze auf. Hier eine Auswahl der häufigsten und beliebtesten Weihnachtsessen, die in Deutschland über die Feiertage auf den Tisch kommen.

Weihnachtsessen Platz 1: Würstchen mit Kartoffelsalat

Das bescheidenste unter den Weihnachtsessen, doch gleichzeitig auch das beliebteste: Würstchen mit Kartoffelsalat. Allerdings nur an Heiligabend. Laut einer Umfrage zu den Essgewohnheiten der Deutschen an Weihnachten kommt der Klassiker bei 36 Prozent der Befragten an Heiligabend auf den Tisch.

Bei der Frage, welche Würstchen und welcher Kartoffelsalat zu den Festlichkeiten am besten passen, gibt es aber durchaus große, regionale Unterschiede. Einigkeit herrscht allenfalls bei der Kartoffelsorte für den Salat: festkochend müssen sie sein.

Weihnachtsessen Platz 2: Die Weihnachtsgans

An Heiligabend von Würstchen und Kartoffelsalat auf Platz zwei verdrängt, doch spätestens am ersten Weihnachtstag unangefochten auf Platz eins der beliebtesten Weihnachtsessen: Die Weihnachtsgans beziehungsweise -ente. Nahezu die Hälfte (47 Prozent) der Befragten gab an, dass sie am ersten Weihnachtstag am liebsten einen Gänse- oder Entenbraten isst.

Wem das zu langweilig ist, könnte ja versuchen, das Gericht ein wenig abzuwandeln. Wie wäre es zum Beispiel mit einer asiatischen Variante? „Gänsebouillon mit Shiitake-Teigtaschen“ hat zugegebenermaßen nicht mehr allzu viel mit einem klassischen Gänsebraten gemein, wäre aber zumindest eine interessante Vorspeise zum Hauptgang.

Weihnachtsessen Platz 3: Der Weihnachtsbraten

Ob Schwein, Rind, Geflügel oder Wild - ein wahrer Festschmaus an Weihnachten ist der Braten. Nahezu jede Familie hat ein eigenes Rezept, das über Generationen hinweg weitergereicht wird. Doch auch bei wem Braten nicht zu den kulinarischen Weihnachtstraditionen gehört, sollte vor der Zubereitung nicht zurückschrecken.

Mit der richtigen Vorbereitung, zu der auch die sorgfältige Auswahl der Zutaten gehört, gelingt die Königsdisziplin der weihnachtlichen Küche auch Gelegenheitsköchen.

Weihnachtsessen Platz 4: Raclette

Bei manchen kommt das Schweizer Nationalgericht erst an Silvester auf den Tisch. Doch auch an Heiligabend ist Raclette ein beliebtes Essen. Ursprünglich wurde ein Laib Käse über Feuer zum Schmelzen gebracht und dann portionsweise auf Teller geschabt. Mittlerweile sorgen spezielle Raclettegrills für ein esszimmerfreundlicheres, wenn auch weniger romantisches Essvergnügen.

Als Beilagen kommen verschiedene Zutaten in Frage. Klassisch werden zu dem in Pfännchen geschmolzenen Käse Pellkartoffeln, Mixed Pickles, Tomaten und frisch gemahlener Pfeffer serviert. Doch je nach Vorliebe kommen auch Fisch, Fleisch, Schinken und andere Zutaten zum Einsatz.

Weihnachtsessen Platz 5: Weihnachtskarpfen

Fisch kommt in zehn Prozent der befragten Haushalte an Heiligabend auf den Tisch. Am prominentesten ist der Weihnachtskarpfen, ein Gericht, das ursprünglich aus Mitteleuropa stammt. Traditionell wurde mit dem Weihnachtskarpfen die Fastenzeit im Advent beendet.

Wie es sich für ein traditionsreiches Festtagsgericht gehört, haben sich rund um den Karpfen einige Bräuche entwickelt. So bringt, dem Volksglauben nach, eine aufbewahrte Schuppe des Karpfens Geldsegen im neuen Jahr. Auch für die Ernte soll der Karpfen, oder was von ihm nach dem Essen übrig bleibt, Glück verheißen: Das Aufhängen der Fischgräten in Obstbäumen soll deren Ertrag erhöhen.

Weihnachtsessen Platz 6: Käsefondue

Noch ein Weihnachtsgericht aus der Schweiz: Käsefondue. Kulinarische Gemütlichkeit können die Alpennachbarn einfach am besten. Wie schon beim Raclette ist langsam schmelzender Käse auch hier das Aushängeschild eines Gerichts, das durch seine Einfachheit besticht. Kein Wunder also, dass Käsefondue vornehmlich an Heiligabend serviert wird, wenn für aufwendiges Kochen wenig Zeit zur Verfügung steht.

Selbst frisches Brot ist kein Muss und aufgrund seiner Weichheit sowieso nicht unbedingt zum Aufspießen geeignet. Und ein verlorenes Stückchen Brot im Käsetopf hat bekanntlich Folgen. Je nachdem, wie ernst man es mit den Bräuchen nimmt, muss eine Runde Schnaps ausgegeben oder ein Lied gesungen werden. Wer Astérix-Comics kennt, weiß, dass man damit noch glimpflich davonkommt...

Vegetarische Weihnachtsessen

Käsefondue und Raclette sind auch für Vegetarier geeignet. Bei vielen anderen Weihnachtsgerichten ist Fleischverzicht dagegen meist gleichbedeutend mit einem Verzicht auf die Hauptattraktion. Damit Vegetariern an Weihnachten nicht nur die Füllung des Weihnachtsbratens bleibt, hier zwei Rezeptideen:

Blumenkohl aus dem Backofen

Die meisten kennen Blumenkohl nur als Beilage, einfallslos ertränkt in weißer Soße. Dabei lässt sich aus ihm so viel mehr machen. Geröstet im Ofen verwandelt sich das schlichte Gemüse in eine karamellisierte Geschmacksbombe. Unaufwendig in der Zubereitung eignet sich das Gericht vor allem an Heiligabend; für die Fleischesser auch als Beilage zum Braten.

Im Grunde genügt es schon, den buttrigen und nach Nuss erinnernden Geschmack des Blumenkohls mit etwas Olivenöl, Zitronensaft und Knoblauch zu akzentuieren. Geriebener Parmesan rundet das Geschmackserlebnis ab. Aber schließlich ist Weihnachten: Um die Sache etwas interessanter zu machen, können dem Blumenkohl Zwiebeln hinzugefügt und beides vor dem Backen mit Currypulver und Thymian mariniert werden.

Zutaten für 4 Personen:

• 1 Blumenkohl

• 2-3 Knoblauchzehen

• 1 mittelgroße Zwiebel

• 1 EL Zitronensaft

• 6-7 EL Olivenöl

• Parmesan

• 1 TL getrockneter Thymian

• 1 TL gelbes Currypulver

• ¼ TL Zimt

• Salz und Pfeffer

Zubereitung:

• Den Backofen auf 180 Grad Umluft (200 Grad Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Blumenkohl waschen und in mundgerechte Stücke schneiden.

• In einer großen Schüssel den gepressten Knoblauch zusammen mit dem Olivenöl, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und den Gewürzen zu einer Marinade vermischen.

• Die Zwiebel in grobe Spalten schneiden und zusammen mit den Blumenkohlstücken in die Schüssel geben und mit der Marinade vermischen.

• Den Inhalt der Schüssel auf ein Backblech verteilen. Im vorgeheizten Ofen 25 bis 30 Minuten backen.

Falscher „Falscher Hase“

Hinter der Bezeichnung „Falscher Hase“ steckt gewöhnlich ein Hackbraten aus Schweine- und Rinderhack. Die Wortschöpfung geht vermutlich auf die ursprüngliche Zubereitung in sogenannten Hasenpfannen zurück, welche wiederum der Passform eines Hasenrückens entsprachen. Heutzutage sind Hasenbraten seltener geworden, der Name ist geblieben.

Bei der fleischlosen Variante kommen Vollkornreis, Pilze und Nüsse zum Einsatz. Möglich ist aber auch auf eines der vielen Hackfleischersatzprodukte zurückzugreifen, die inzwischen auf dem Markt erhältlich sind.

Zutaten:

• 300 g Vollkornreis

• 180 g Walnüsse (geschält und gehackt)

• 60 g Cashewnüsse (geschält und gehackt)

• 1 Zwiebel

• 3 Knoblauchzehen

• 80 g Shiitake-Pilze

• 80 g Champignons

• 2 EL Petersilie

• 2 EL Olivenöl

• je 1 TL Majoran, Thymian und Salbei (getrocknet)

• 4 Eier

• 240 g Hüttenkäse

• 340 g geriebenen Parmesan

• Butter zum Ausfetten

• Salz und Pfeffer

Zubereitung:

• Den Reis nach Packungsangabe kochen und den Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

• Die Nüsse auf einem Backblech ausbreiten und für ca. 10 Minuten im Ofen toasten. Darauf achten, dass sie nicht zu dunkel werden. Nach dem Abkühlen zerhäckseln.

• Getrennt voneinander die Zwiebel, den Knoblauch, die Petersilie und die Pilze fein hacken. Getrocknete Shiitake-Pilze vorher ca. 20 Minuten in warmem Wasser einweichen.

• In einer großen Pfanne Olivenöl erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch anschwitzen. Nach etwa 2 Minuten Pilze, Majoran, Thymian und Salbei hinzugeben. Alles für etwa 5 Minuten kochen.

• Die Eier in einer Schale verquirlen.

• Den Pfanneninhalt zusammen mit allen restlichen Zutaten sowie Salz und Pfeffer in einer großen Schüssel vermischen.

• Eine Kastenform buttern und mit Backpapier auslegen. Den Inhalt der Schüssel hineingeben und das Ganze ca. eine Stunde lang im vorgeheizten Backofen backen.

• Nach dem Abkühlen die Form umstülpen und servieren.

Weihnachtsessen ohne Stress

Klassisch-traditionell oder doch lieber modern-abgewandelt? Nicht selten spaltet die Frage, was über die Festtage auf den Tisch kommt, die Gemüter. Damit der Hausfrieden an den Feiertagen nicht Schaden nimmt, sollte Stress vermieden werden. Zur Not gibts eben Schnittchen.

Fazit? Essen, was glücklich macht. Das gilt erst recht an Weihnachten, dem Fest der Freude.

Von RND/pf

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