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08:23 10.07.2018
Eine mit Blut vollgesaugte Mücke. Wer in diesen Tagen die Fußball-Weltmeisterschaften gemeinsam mit Freunden Open-Air schaut, sollte Vorkehrungen treffen. Quelle: dpa
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Hannover

Nicht selten kann es aber auch zu Komplikationen kommen, etwa wegen einer Allergie oder einer Infektion durch Viren und Bakterien. Nicht zuletzt auch deshalb, weil es immer mehr exotische Mückenarten und somit auch Erreger in unseren Breitengraden gibt. Umso wichtiger, dass Sie Mückenstichen effektiv vorbeugen und wissen, wie Sie im Fall der Fälle am besten reagieren und einen Mückenstich behandeln.

Schutzmaßnahmen gegen Mücken – wie kann man Mückenstichen vorbeugen?

Natürlich kann nicht jeder Mückenstich verhindert werden, aber die richtigen Schutzmaßnahmen sorgen für ein deutlich reduziertes Risiko. Zwar gibt es in Deutschland nur selten exotische Mücken mit entsprechenden Erregern und das Risiko an einer schlimmen Infektion zu erkranken ist gering, dennoch können auch harmlose Mückenstiche Allergien und Entzündungen hervorrufen. Aber auch Borreliose, das Sindbis-Virus, das Zika-Virus oder das Dengue-Fieber sind durch Mücken übertragbar. Mit den richtigen Schutzmaßnahmen können Sie aber entsprechend vorbeugen und sich weitgehend schützen.

Wie schütze ich mich vor Mücken?

Im Prinzip ist es simpel. Lange Kleidung und wenig Kosmetik, Parfüm oder Ähnliches sorgen bereits dafür, dass sich viele Mücken nicht angelockt fühlen. Zu Hause können Sie sich des Weiteren mit Fliegengittern oder Mückensteckern für die Steckdose vor den ungeliebten Besuchern schützen. Vermeiden Sie helles Licht in den Abendstunden, das lockt die Mücken an. Auch können folgende Düfte und Öle für unbeschwerte Stunden im Freien sorgen:

•Lavendel

•Zitronengras und Zitronenmelisse

•Citronellaöl

•Katzenminze

•Gewürzlorbeer

•Salbei

Unterwegs halten entsprechende Mückenschutzmittel für die Haut die lästigen Insekten fern. Sie sind mittlerweile schon für die Kleinsten geeignet und vertreiben nebenbei auch andere Plagegeister wie Zecken. Immer mehr dieser Mittel schrecken zudem ebenfalls Tigermücken und weitere Exoten erfolgreich ab.

Mücken im Ausland – Mückenschutzempfehlungen beachten!

Aber Vorsicht: Wer seinen Urlaub nicht in Deutschland, sondern im Ausland verbringen möchte, sollte sich über die jeweiligen Gegebenheiten und Mückenvorkommen erkundigen und entsprechenden Impfempfehlungen folgen.

Hausmittel gegen Mückenstiche

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ist es passiert, Sie wurden gestochen. Kein Grund zur Panik, es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, mit einem einfachen und unkomplizierten Mückenstich umzugehen:

1. Eine aufgeschnittene Zwiebel auf den Stich legen, so wird der Juckreiz gelindert und die Schwellung geht zurück.

2. Etwas Essig kühlt die Stelle und sorgt für schnelle Linderung.

3. Dem Saft aus der Aloe Vera Pflanze wird ebenfalls eine kühlende und lindernde Wirkung bei Insektenstichen nachgesagt.

4. Lavendelöl hat eine desinfizierende Wirkung und lindert zudem den Juckreiz.

5. Quark aus dem Kühlschrank kühlt und wirkt zudem abschwellend und entzündungshemmend

6. Ein eingewickelter Kühlakku oder ein kühles Tuch sorgen für schnelle Linderung.

7. Hochprozentiger Alkohol, ein klarer Schnaps oder ähnliches erzeugen eine Verdunstungskälte auf der Haut, der Juckreiz wird gestillt; des Weiteren wirkt der Alkohol desinfizierend.

8. Salzwasser kann die Einstichstelle desinfizieren und beugt Entzündungen vor.

9. Umschläge mit Kohl, Gänseblümchen, Spitzwegerich oder Meerrettich sollen ebenfalls gut gegen Mückenstiche helfen.

10. Auch Zahnpasta gilt als echter Geheimtipp.

Mittel gegen Mückenstiche aus der Apotheke

1. Kühlende und juckreizlindernde Salben

2. Juckreizlindernde Tropfen

3. Kühlstifte

4. Globuli oder ähnliche homöopathische Mittel

Allergie gegen Mückenstiche – So handeln Sie richtig

Leider bleibt es nicht immer bei einem harmlosen Mückenstich. Allergien kommen längst nicht nur bei Bienen oder Wespen vor, auch gegen scheinbar harmlose Mückenstiche können Menschen allergisch sein und entsprechend reagieren. Auch kann es zu Entzündungen und Infektionen kommen. Viele Mücken und Insekten stechen mehrfach, fliegen von Mensch zu Mensch, auch mal von Tier zu Mensch, im schlimmsten Fall von Fäkalien zu Mensch.

So kann es schnell zu unschönen Infektionen oder Entzündungen der Haut kommen. Und diese können sich mitunter schnell ausbreiten und großen Schaden anrichten. Egal ob Allergie oder Infektion, meist werden die Hautbereiche großflächig dick und rot, heiß und schmerzhaft. Atemnot oder ähnliches bleibt bei Mückenstichen in der Regel aus, aber die Haut kann beispielsweise mit Quaddeln und Rötungen reagieren.

Wenn Sie zu allergischen Reaktionen neigen, sollten Sie dies in jedem Fall mit Ihrem Arzt besprechen. Ohnehin sollten auffällige Mückenstiche immer einem Arzt gezeigt werden. Bei allergischen Reaktionen gibt es spezielle Mittel, Salben, Tropfen etc., die dann eingenommen werden und Linderung bringen.

Entzündungen und Schwellungen: Was tun bei einem entzündeten Stich?

Auch entzündete oder infiziert erscheinende Mückenstiche sollten bei einem Arzt abgeklärt werden. Im schlimmsten Fall verordnet dieser Antibiotika oder vergleichbare Medikamente. Wer weiß, dass er auf Mückenstiche besonders empfindlich oder allergisch reagiert und zu Entzündungen neigt, kann mit folgenden Maßnahmen Schlimmeres vermeiden:

1. Desinfektion ist das A und O; grundsätzlich sollte jeder Stich desinfiziert werden. Praktische Sprays für unterwegs gibt es in vielen Drogeriemärkten und in der Apotheke.

2. Hitze hilft; ein erwärmter Metalllöffel oder noch besser ein Stichheiler aus der Apotheke zersetzen Gifte und Speichel der Insekten, so dass diese kaum Schaden anrichten können. So wird auch der Juckreiz gelindert.

3. Anschließend können weitere Mittel wie Salben, Tropfen oder Tabletten für Linderung bei Juckreiz oder Schwellungen sorgen.

4. Und ganz wichtig: Nicht kratzen! Auch wenn es schwer fällt, so heilt der Stich schneller und entzündet sich weniger häufig.

Von RND

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