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Wissen Tödlicher Keim aus deutscher Herz-Lungenmaschine?
Nachrichten Wissen Tödlicher Keim aus deutscher Herz-Lungenmaschine?
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10:57 15.10.2016
In den USA sind sechs Patienten nach einer Herz-OP gestorben – möglicherweise, weil die Herz-Lungenmaschine verunreinigt war. Quelle: dpa
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York /Pennsylvnia

Nach Angaben eines Sprechers wurde in den in München hergestellten Geräten „Sorin Stoeckert 3Ts“ Rückstände des sogenannten „Mikrobakterium chimera“ gefunden.

Die Hypothermiegeräte werden bei 60 Prozent aller rund 250.000 Herzbypass-Operationen in den USA eingesetzt, um das Blut der Patienten während der OP gezielt zu erwärmen oder abzukühlen. Nachdem erste Fälle 2014 in der Schweiz bekannt wurden, hatte das Münchner Unternehmen „Sorin Group“ vorsichtshalber alle Geräte noch einmal desinfiziert und im Juni 2015 einen Warnhinweis an sämtliche Nutzer herausgegeben. In dem wurde noch einmal ausdrücklich auf die Gefahren durch verunreinigtes Wasser in der Maschine hingewiesen.

Infizierung möglicherweise über die Abluft

Zwar kommen die Patienten bei der Behandlung nicht mit dem Wasser des Gerätes in Berührung, die Infizierung könnte jedoch über die Abluft geschehen. Dazu heißt es in dem vom Unternehmen herausgegeben Warnhinweis: „Obwohl das Wasser aus dem Hypothermiegerät prinzipiell nicht direkt mit dem Patienten in Kontakt kommen sollte, kann die Leckage von Flüssigkeit aus dem Gerät oder eine Aerosolbildung (aus einem kontaminierten Wasserkreislauf während des Betriebs des Gerätes) zu Situationen führen, in denen die Organismen potenziell mit dem Patienten in Kontakt kommen und den Operationsbereich kontaminieren könnten.“

Gleichwohl die US-Behörde auf die Gefahren hinweist, kommt sie nicht zu dem Schluss „Sorin Stoeckert-Produkte“ aus dem Verkehr zu ziehen. Das Risiko einer Ansteckung sei gering und liege zwischen eins zu 100 oder sogar 1000. Bevor die Infektion ausbricht, können nach Ansicht von Experten Monate vergehen.

Von RND/sin/caro

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