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Wissen Sturmfrei mit Kartoffelecken
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09:00 15.01.2018
Erstmals berichtet die 11-jährige Finja Manssen an dieser Stelle über ihren Familienalltag. Quelle: gpt
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Hannover

Mit dem Kochen ist das manchmal so eine Sache: Unsere Eltern waren ausgegangen, und mein Bruder und ich waren allein zu Hause. Weil mein Bruder älter ist, sollte er für uns das Abendessen warm machen. Als es so weit war, holte er die vorbereiteten Kartoffelecken und eine Schale mit Soße aus dem Kühlschrank – eine leckere Bratensoße. Mein Bruder stellte eine Herdplatte an, dann legte er die Kartoffelecken in die Pfanne. Weil sie aus dem Kühlschrank ganz kalt waren, drehte er die Herdplatte gleich auf die höchste Temperatur. Dann wartete mein Bruder eine Weile, bis er mich rief. Mit wichtiger Miene erklärte er mir: „Schau mal, ich kann kochen!“ Dann schüttete er die Soße über die Kartoffelecken. Mittlerweile war die Pfanne aber total heiß geworden, sodass die Soße sofort verdampfte.

Einfach weg war sie. Nur ein dunkler Rest blieb an der Pfanne kleben. Mein Bruder stellte eilig die Herdplatte aus und nahm hastig mit einer Gabel die Kartoffelecken aus der Pfanne. Ich wollte ihm noch sagen, dass er die Pfanne auch auf die benachbarte kalte Herdplatte hätte ziehen können, habe es dann aber gelassen. Ich kann ja nicht kochen. Danach musste mein Bruder erst mal Papas gute blaue Pfanne von den Soßenüberresten befreien. Ich habe ihm dabei geholfen. Er ist ja mein Bruder. Auch wenn er nicht kochen kann. Die Kartoffelecken haben wir dann kalt gegessen. Das war nicht so lecker.

Von Finja Manssen/RND

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