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15:03 14.11.2016
Der Vollmond kam der Erde am Montag ungewöhnlich nahe. Quelle: dpa/afp/Montage
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Heidelberg

Ein beeindruckendes Naturphänomen kündigte sich für Montag an: Ein Riesen-Vollmond ist am Nachthimmel zu sehen. Der Erdtrabant kam mit rund 356.509 Kilometer Distanz der Erde so nah wie selten.

Supermond strahlt über Hamburg

Der Supermond strahlt über Hamburg. Quelle: dpa

Der größte Mond seit 70 Jahren

Burg Giebichenstein Halle: Der Mond ist unserer Erde so nahe, dass ein Super-Supermond zu sehen ist- so groß und so hell wie zuletzt vor fast 70 Jahren und das nächste Mal erst im Jahr 2034 wieder. Quelle: imago

Supermond leuchtet über der Hauptstadt

Der Supermond ist neben dem Fernsehturm in Berlin zu sehen. Quelle: dpa

Mond erhellt Stuttgarter Fernsehturm

Der Vollmond strahlt über Stuttgart und dem Wahrzeichen der Stadt, dem Fernsehturm. Quelle: imago

Auswirkungen auf die Gezeiten

Durch die Nähe zur Erde wirkt der Mond nicht nur besonders groß, er beeinflusst zudem verstärkt die Gezeiten. „Je näher der Mond an der Erde ist, desto höher ist die Gravitationskraft. Das kann zu höheren Springfluten führen“, erläutert Guido Thimm, Wissenschaftlicher Geschäftsführer am Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg. Diese Springtiden bezeichnen eine besonders hohe Flut und eine besonders niedrige Ebbe. Etwa alle 14 Tage - bei Vollmond und Neumond - stehen Mond, Erde und Sonne in einer Linie. Das Hochwasser läuft dann einige Zentimeter höher auf als normal, das Niedrigwasser etwas niedriger. Normalerweise ist eine solche Springtide eher unauffällig. Deutlich zu spüren kann sie an Meerengen und Flussmündungen sein oder wenn der Wasserstand durch auflandigen Wind noch erhöht wird.

Die Erde wird zum Rugbyball

Auch die Erdkruste wird durch die Gezeitenkräfte verformt: „Der Mond zieht an der einen Seite, die Sonne an der anderen. Die Erdkugel wird ein wenig zum Rugbyball“, erklärt Astronom Thimm. Die Verformung ist jedoch winzig klein. Dramatische Effekte wie Erdbeben erwartet er durch den erdnahen Mond nicht. „Die Vorgänge im Erdinnern spielen eine viel größere Rolle. “Die Bedeutung des Mondes sei gleichwohl nicht zu unterschätzen: „Der Mond bestimmt seit Millionen von Jahren das Leben auf der Erde“. Ohne ihn würde die Erde nach den Worten des Astronomen „herumeiern“. Der Mond sorge für die Stabilität der Erdachse. „Er ist so eine Art Hirte, der auf seine große Schafherde aufpasst.“

Nächstes Mal: Erst im April 2020

Mit einem Abstand von etwa 356 907 Kilometer wird unser Nachbar im All der Erde erst wieder am 7. April 2020 ähnlich nahe kommen. Noch näher war er am 4. Januar 1912, als er bis auf 356 375 Kilometer an die Erde herankam.

Von RND/dpa/km

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