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10:01 13.05.2018
Heike Manssen ist Mutter einer Tochter und eines Sohnes und schreibt an dieser Stelle regelmäßig über die kleinen und großen Herausforderungen des Familienalltags. Quelle: gpt
Hannover

Beim Joggen mit ihrem Vater stellte sich jüngst heraus, dass unsere Tochter viel schneller unterwegs ist als geahnt. Die Kleine ist erst elf! Schon rennt sie ihm davon, kommt gut gelaunt zu Hause an und zeigt im Gegensatz zum Vater nicht einmal kleinste Ermüdungserscheinungen. Ich versuchte, seine Schmach zu schmälern: Sicherlich habe er einen schlechten Tag gehabt, ja, das sei der Grund. Und dann noch diese drückende Wetterlage, das hält doch kein Mann aus.

Merkwürdigerweise waren Vater und Tochter seitdem nicht mehr gemeinsam laufen. Aber sicher, ganz, ganz sicher liegt es daran, dass er in letzter Zeit beruflich sehr eingespannt ist. Den Job vorzuschieben ist übrigens immer ein dankbares Argument, das schnell hervorgezaubert werden kann.

Wettschwimmen mit der Mama

Ich war neulich mit meiner Tochter im Schwimmbad. Eigentlich wollte ich nur fröhlich im Warmwasserbecken plantschen, doch die Kleine hatte Lust auf ein Wettschwimmen. Ich wusste schon, dass sie das gewinnt – schließlich trainiert sie zweimal in der Woche im Schwimmverein. Allerdings wollte ich mir nicht die Blöße geben, um Längen hinter am Beckenrand anzukommen. Arbeit vorzuschieben, das ging nicht. Eine Erkältung, das glaubt kein Kind. Ich schwamm also los, gab mein Bestes. Genutzt hat es wenig. Völlig aus der Puste erzählte ich meiner Tochter am Ziel, dass ich mehrere Schwimmer im Becken umrunden musste – deshalb habe ich so lange gebraucht. Das Mädchen grinste nur – und fragte, ob ich unterwegs auch noch mit einem Hai kämpfen musste.

Ich habe mir jetzt vorgenommen, den Tatsachen ins Auge zu sehen. Ja, meine Tochter schwimmt flinker, mein Sohn kann viel besser Tango tanzen, Tennis und Tischfußball spielen. Egal. Dafür bin ich eben viel einsichtiger, als meine Kinder es oft sind. „Bätschi sage ich dazu“ – frei zitiert nach einer mittelgroßen Vorsitzenden einer immer kleiner werdenden Volkspartei.

Von Heike Manssen/RND

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