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Platten für Außerirdische jetzt auf dem Weltmarkt

Voyager Golden Record Platten für Außerirdische jetzt auf dem Weltmarkt

Vor 40 Jahren starteten die Voyager-Raumsonden ins All. An Bord sind auch zwei Schallplatten mit Botschaften von der Erde an Außerirdische. Weil es sehr unwahrscheinlich ist, dass sie dort jemals Hörer finden, werden sie nun für die Menschheit nachgepresst.

„The Golden Record“ kommt nun für die Menschheit in den Handel.

Quelle: Ozman Records

Hannover. Der musikbegeisterte Alien hört Bach, Mozart, Berry und Armstrong – zumindest, wenn er die sogenannten Golden Records an den Raumsonden Voyager 1 und Voyager 2 irgendwo in den unendlichen Weiten des Alls findet. Es sind Titel der Musiker, die das Team um Carl Sagan vor 40 Jahren neben Naturgeräuschen und Grüßen in 55 Sprachen an mögliche Außerirdische auf die Datenplatten presste. Den Forschern war schon 1977 bewusst, dass es ziemlich unwahrscheinlich ist, dass die Golden Records jemals angehört werden.

Der Sound der Erde auf der Golden Record

Der Sound der Erde auf der Golden Record

Quelle: NASA

Doch das soll sich nun ändern. Ein kleines Team aus dem kalifornischen San Francisco hat bereits im Sommer eine Kampagne gestartet, mit der eine Neuauflage der Schallplatten für menschliche Musikfans finanziert werden soll. Und die Nachfrage ist groß: Fast 1,4 Millionen Dollar hat die Plattenfirma Ozma Records bereits gesammelt.

Weil die Crowdfounding-Kampagne so erfolgreich ist, will Ozma Records die Voyager-Platten nun auch für die breite Öffentlichkeit auf den Markt bringen, sagte Mitbegründer David Pescovitz der „Washington Post“. Für 98 Dollar kann die Box mit drei goldenen Vinyl-Platten bei der Plattenfirma bestellt werden. Dazu gibt es ein Buch mit der Geschichte der Voyager-Mission und andere Fan-Artikel. Für den halben Preis gibt es die Golden Records als Doppel-CD.

Die Audiodateien der Golden Record, die 1977 mit den Raumsonden Voyager 1 und 2 ins All geschickt wurden, enthält 55 Grußbotschaften in verschiedenen Sprachen (auf Deutsch heißt es „Herzliche Grüße an alle“), verschiedene Geräusche der Erde, darunter Donner, Vögelgezwitscher und ein Kuss, sowie 90 Minuten ausgewählter Musik aus verschiedenen Genres.

Von RND/iro

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