Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Wissen Nasa schickt erstmals Sonde zur Sonne
Nachrichten Wissen Nasa schickt erstmals Sonde zur Sonne
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:38 01.06.2017
Ein fast zwölf Zentimeter dicker Karbonpanzer soll die Sonde vor den Bedingungen der Sonnen-Atmosphäre schützen. Quelle: Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory
Chicago

Geschützt von einem fast zwölf Zentimeter dicken Karbonpanzer soll eine Sonde der US-Raumfahrtbehörde Nasa ab dem kommenden Jahr erstmals in die Atmosphäre der Sonne hineinfliegen.

Die „Parker Solar Probe“-Sonde werde mehr Hitze und Strahlung aushalten müssen, als je ein Raumflugkörper zuvor, teilte die Nasa am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz in Chicago mit. Die Sonde soll im Sommer 2018 starten, sich der Sonne dann bis auf rund 6,5 Millionen Kilometer nähern und ihre Atmosphäre untersuchen.

Mission auf sieben Jahren angelegt

Die Nasa-Forscher versprechen sich davon Erkenntnisse über die Funktionsweise von Sternen. Die gesammelten Daten könnten auch künftige Wettervorhersagen genauer machen. Die Mission ist bis 2025 angesetzt.

„Die „Parker Solar Probe“ wird Fragen über Solarphysik beantworten, die uns seit mehr als sechs Jahrzehnten umtreiben“, sagte Nasa-Wissenschaftlerin Nicola Fox. „Es ist ein Raumschiff, vollgeladen mit technologischen Neuerungen, die viele der größten Mysterien um unseren Stern herum lüften werden - zum Beispiel, warum der Strahlenkranz um die Sonne herum heißer ist als ihre Oberfläche.“

„Es wird einige Überraschungen geben“

Erstmals benannte die Nasa eine Sonde nach einem lebenden Wissenschaftler, dem Astrophysiker Eugene Parker (89), der an der University of Chicago lehrt. Er fühle sich sehr geehrt, sagte Parker. „Die Sonde fliegt in eine Gegend des Weltalls, die wir noch nie erkundet haben. Es ist sehr aufregend, dass wir da endlich hinschauen können. Ich hätte gerne detailliertere Messungen der Sonnenwinde. Ich bin mir sicher, es wird einige Überraschungen geben. Gibt es immer.“

Von dpa/RND/zys