Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Wissen Mehr Beweglichkeit mit dem Mandschurenkranich
Nachrichten Wissen Mehr Beweglichkeit mit dem Mandschurenkranich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:03 17.07.2017
Beim Mandschurenkranich ist die Beweglichkeit und Kraft der Beine gefordert. Quelle: Agnieszka Krus
Leipzig

Nachdem wir erneut die etwas mehr als schulterbreite Grundstellung eingenommen haben, üben wir zunächst nur die Bewegungen der Beine aus, um ein besseres Gefühl dafür zu bekommen, wie die Übung funktioniert. Dafür setzen Sie das linke Bein etwas zur Seite (und verlagern das gesamte Gewicht auf diesen Fuß) und lassen das rechte Bein im Anschluss dahinter kreuzen. Während die gesamte Fläche des linken Fußes Bodenkontakt hat, setzt der rechte Fuß lediglich mit dem Fußballen (also dem vordersten Drittel) auf. Das Knie des rechten (hinteren, kreuzenden) Beines sollte dabei bereits wieder vollständig (links) hinter dem linken Knie zu sehen sein.

Anschließend senken wir den Körper einfach nur noch ab – das Gewicht liegt dabei zu etwa 60 Prozent auf dem vorderen Fuß und zu 40 Prozent auf dem Fußballen des hinteren (kreuzenden) Beins.

Nun können wir die Bewegung auch in die Gegenrichtung ausführen, indem wir nach dem Steigen des Körpers alle Bewegungen noch einmal seitenverkehrt ausführen und zwar wie folgt: rechtes Bein zur Seite setzen, linkes Bein kreuzen, Körper absenken.

Andreas Gran (35) ist Lehrer für Tai-Chi, Qigong, Kung-Fu und Selbstverteidigung in Leipzig. Bei mehrwöchigen Aufenthalten in Südchina bildet er sich regelmäßig im Mutterland der asiatischen Kampf- und Bewegungskünste fort. In den kommenden Wochen stellt er in der Rubrik „Durchatmen“ Einzel- und Partnerübungen aus dem Tai-Chi vor. Sie sind allesamt so ausgewählt, dass auch Anfänger die Bewegungsabläufe ausführen können. Ergänzend zu der Serie auf dieser Seite, gibt es Videolinks zur weiteren Veranschaulichung und Bewegungskorrektur. Quelle: Krus

Die parallel stattfindende Armbewegung ist ebenfalls nicht besonders kompliziert:Beim Einatmen lassen wir beide Arme seitlich steigen – die Handflächen zeigen dabei nach Außen und im Verlauf der Bewegung nach oben hin. Am höchsten Punkt legen wir beide Handflächen aneinander und lassen die Hände zusammen mit der Ausatmung wieder bis vor das Brustbein sinken. Beim Öffnen und Steigen atmen wir ein, beim Verbinden und Sinken aus.

Funktioniert auch dieser Part, können wir jetzt beide Teile zur gesamten Bewegung verbinden: seitlicher Schritt und hinten kreuzen, in Verbindung mit dem Öffnen und Steigen der Arme erfolgt die Einatmung.

Beim Absenken des Oberkörpers in Verbindung mit dem Sinken der Hände erfolgt die Ausatmung. Das erneute Steigen des Körpers geschieht teils während der kurzen Atempause – und gibt schon den Impuls für die sich anschließende Einatemphase. Wichtig ist auch hier, dass die Bewegung im Rhythmus mit der eigenen Atmung ausgeführt wird – und letztere nicht zu schnell oder oberflächlich ist, damit die Bewegung langsam und gleichmäßig folgen kann.

Die Übung im Video

Weitere Übungen

Teil 1: Grundhaltung / Ruhe finden mit dem schwimmenden Drachen

Teil 2: Das Qi wecken, den Atem regulieren

Teil 3: Hände, die sich wie Wolken bewegen

Teil 4: Öffnen Sie Ihr Herz, weiten Sie Ihren Horizont

Teil 5: Wenn der Drache mit einer Kugel spielt

Teil 6: Sich einschwingen mit den klebenden Händen

Teil 7: Alleine oder zu zweit: Wasserschöpfen und Wolken teilen

Teil 8: Mit der Wildgans zu mehr Geschmeidigkeit

Von RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Wissen Auf der Couch – der Expertentipp - Gewaltfrei kommunizieren

Wo fängt Gewalt in der Beziehung an? Nicht etwa erst wenn die Fäuste fliegen, sondern schon deutlich früher, meint der US-amerikanische Psychologe Marshall B. Rosenberg.

15.07.2017

Wenn es beim Joggen im Knie zwickt, sollen es oft neue Laufschuhe richten. Tun sie aber nicht. Experten erklären, was wirklich hilft.

15.07.2017
Wissen Auf der Couch – der Expertentipp - Wie gefährlich ist Yoga?

Entspannung, Wellness, Gesundheit – das verbinden die meisten Menschen mit der asiatischen Körperkunst Yoga. Dass dieser Sport aber auch ein anspruchsvolles Training ist, das dem Körper durch vielseitige Kraft- und Flexibilitätsübungen stark fordert und demnach auch gesundheitliche Risiken mit sich bringt wird dabei häufig vergessen.

12.07.2017