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16:19 14.05.2018
Monsterwellen galten lange Zeit als Mythos, mittlerweile wurden aber zahlreiche Riesenwellen weltweit aufgezeichnet. Quelle: imago/Westend61
Wellington

Es sind Wellen, die so hoch und gewaltig sind, dass sie ganze Landstriche mit sich reißen: Sogenannte Monsterwellen galten lange Zeit als ein Mythos. Im Jahr 1995 konnten Satellitenaufnahmen ihre Existenz jedoch beweisen.

Nun hat eine Forschungsgruppe aus Neuseeland einen Durchbruch in der Erforschung der Riesenwellen gemeldet – eine Boje habe am 9. Mai im Pazifik eine 23,8 Meter hohe Welle dokumentiert, wie der „Spiegel“ zuerst berichtete.

„Unseres Wissens nach handelt es sich dabei um die größte Welle, die jemals in der südlichen Hemisphäre gemessen wurde“, sagte Ozeanograf Tom Durrant, der die Daten der Boje ausgewertet hat. Der bisherige Rekord lag bei 22 Metern.

Wellen reichen bis nach Amerika

Ein Sturm über dem südlichen Pazifik hatte das Meer aufgebraust – das habe die Entstehung der Monsterwelle begünstigt. Und die Auswirkungen seien weltweit spürbar – auch in Amerika: „Tatsächlich können Surfer in Kalifornien damit rechnen, dass die Energie des Sturms die Küste in etwa Mitte der Woche erreichen wird“, sagt Durrant im Gespräch mit dem „Spiegel“.

Monsterwellen im Norden erreichen über 30 Meter Höhe

Das Zusammenspiel von Seegang, Wind, Strömung und Untiefen gilt als Ursache für Monsterwellen. Die Forscher gehen aber davon aus, dass die im Pazifik gemessene Welle nicht die größte war, die während des Sturms entstanden ist. Die Boje habe jedoch nur diese registriert, weil sie nicht durchgehend aufzeichnet, heißt es im Bericht weiter.

Die Monsterwellen in der nördlichen Hemisphäre erreichen demnach nämlich weitaus größere Dimensionen: Die Wellen, die im Jahr 2001 im Atlantik die Brücke des Kreuzfahrtschiffs „Bremen“ zerstörten, sollen bis zu 35 Meter hoch gewesen sein.

Von RND/lf

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