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Wissen Forscher beobachten die Geburt eines neuen Planeten
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10:01 03.07.2018
Eine Infrarot-Aufnahme von PDS 70 b (heller Punkt). Quelle: ESO/A. Müller, MPIA
Heidelberg

PDS 70 b ist riesig, hat eine Masse, die die von Jupiter mehrfach übertrifft, und ist etwa Tausend Grad heiß. Das Besondere aber ist: PDS 70 b wächst noch. Mit ihrer Aufnahme des riesigen Gasplaneten ist es Wissenschaftlern vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg (MPIA) und des Konsortiums des SPHERE-Instruments am Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte (ESO) zum ersten Mal gelungen, die Geburt eines Planeten zu beobachten.

Zwar weiß man inzwischen, dass Planeten gar nicht so selten sind – rund 3800 Exoplaneten hat man bisher entdeckt –, aber rund um ihre Entstehung gibt es noch viele Rätsel. Die Aufnahme von PDS 70 b könnte nun helfen, die verschiedenen Modelle, die es zur Planetenentstehung gibt, zu überprüfen. Gemacht hat sie das Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte in Chile.

Eine Lücke verriet den Planeten

PDS 70 b umrundet einen Stern namens PDS 70. Man habe vorher bereits vermutet, dass dort ein junger Planet seine Kreise ziehen könnte, sagt Miriam Keppler vom MPIA. Denn PDS 70 ist ein sehr junger Stern, gerade Mal 5,4 Millionen Jahre alt und von einer Scheibe aus Gas und Staub umgeben. In dieser Scheibe gibt es eine Lücke. Die kann entstehen, wenn ein junger Riesenplanet auf seiner Bahn um einen Stern Materie einsammelt. Die Forscher vermuteten dort also einen Planeten – zu Recht, wie sich nun auf den Aufnahmen zeigt.

PDS 70 b ist 22 Mal so weit von seiner Sonne entfernt wie die Erde. Für eine Umrundung von PDS 70, der etwa 370 Lichtjahre von uns entfernt ist, braucht er etwa 120 Jahre.

Von Anna Schughart/RND

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