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09:56 12.10.2017
Quelle: @ hrabar - depositphotos.com

Immer wieder ist in den Nachrichten die Rede davon, dass Kinder aus dem Fenster gestürzt und gestorben sind oder sich ernsthafte Verletzungen zugezogen haben. Dazu kann es vor allem kommen, weil Kinder einen anderen Schwerpunkt im Körper haben: Im Gegensatz zu Erwachsenen ist ihr Kopf viel schwerer. Lehnen sie sich also aus einem Fenster oder über ein Geländer, zieht das Eigengewicht sie deutlich schneller in die Tiefe als erwachsene Menschen. Hinzu kommt, dass Kinder die Gefahr nicht abschätzen können und neugierig sind auf alles, was sich außerhalb der vertrauten Umgebung abspielt.

Kinder klettern gerne auf Fensterbänke

Kinder klettern ab einem gewissen Alter sehr gern. Sorgen Sie dafür, dass sie keine Aufstiege in Richtung einer Fensterbank finden. Das können Stühle oder niedrige Tischchen sein, Kästen oder Truhen sowie Blumenkübel. Ist das Fenster in einem Raum offen, lassen Sie Ihr Kind hier nicht allein: Manchmal geht es ganz schnell, dass es sich eine eigene Kletterhilfe heranzieht oder -schiebt. Einige Fenster lassen sich zudem zu leicht öffnen. Diese sichern Sie am besten, indem Sie abschließbare Griffe montieren lassen.

Balkon besonders sichern

Die Tür zum Balkon hinaus sollten Sie ebenfalls mit einem abschließbaren Griff sichern. Lassen Sie Ihr Kind nicht allein auf dem Balkon spielen und achten Sie auch hier darauf, dass es keine Aufstiegshilfen findet. Gerade hier stehen nämlich regelmäßig mit Sonnenstühlen, Balkontischen und Pflanzen in Kübeln genügend Gegenstände, die ein Kind als Stufe zum Geländer benutzen kann. Besonders gefährlich sind Balkone, deren Geländer Querstreben aufweisen: Sie laden geradezu dazu ein, sich daran hochzuziehen und Stück für Stück nach oben zu klettern. Verkleiden Sie sie daher so, dass sie jeden Kletterversuch verhindern – zumindest, solange Ihre Kinder noch klein sind.

Ablenken, Vorbild sein und warnen

Kleine Kinder können Sie im Zimmer mit spannenden Spielemöglichkeiten ablenken. So kommen sie erst einmal nicht auf die Idee, aus dem Fenster schauen zu wollen. Falls Sie selbst hinausblicken, seien Sie ein gutes Vorbild: Lehnen Sie sich nicht hinaus und verdrehen den Kopf, um etwas Bestimmtes sehen zu können. Zeigen Sie dem Kind, wie man vorsichtig und mit genügend Abstand aus dem Fenster blickt. Ist es groß genug dafür, erklären Sie ihm, worin das Risiko besteht: Warnen Sie es vor dem Sturz und den Konsequenzen. Eine Erklärung zeitigt auch in diesem Fall bessere Ergebnisse als ein einfaches Verbot.

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