Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Wissen Das sind die Unterschiede zwischen E-Auto und Plug-in-Hybrid
Nachrichten Wissen Das sind die Unterschiede zwischen E-Auto und Plug-in-Hybrid
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:00 23.11.2018
Frischer Saft durch den Stecker: Sowohl reine Elektroautos als auch Plug-in-Hybride, die noch einen zusätzlichen Verbrenner an Bord haben, bekommen ihre frische Energie über die Steckdose oder an einer Ladesäule. Quelle: dpa/Jan Woitas
Hannover

Mit einem finanziellen Zuschuss will die Bundesregierung nun den Verkauf von Neuwagen mit Elektro- und Plug-in-Hybridantrieb ankurbeln. Käufer rein batteriebetriebener Autos erhalten 4000 Euro Unterstützung von Staat und Fahrzeughersteller. Beim Erwerb eines Plug-in-Hybriden sind es 3000 Euro.

Beide Antriebskonzepte werden häufig unter dem Oberbegriff „Elektrofahrzeug“ zusammengefasst. Kein unbedingt glücklicher Sprachgebrauch, wurden so doch lange Jahre ausschließlich die „reinen“, meist batteriebetriebenen E-Autos bezeichnet. Bei diesen kommen für den Antrieb ausschließlich elektrische Maschinen zum Einsatz, während bei den an der Steckdose aufladbaren Plug-in-Hybridautos immer auch ein konventioneller Verbrennungsmotor mit an Bord ist.

Neue Entwicklung: Plug-in-Hybriden

Die Plug-in-Hybriden - vom englischen „plug in“ im Sinne von „(Stecker) einstöpseln“ - sind eine relativ neue Entwicklung, erste Serienmodelle kamen erst zu Beginn des Jahrzehnts auf den Markt. Hybride mit Steckdosenanschluss gelten als eine Art Brückentechnik, bis leistungsfähigere Batterien für reine E-Autos zur Verfügung stehen. Denn bislang reichen deren Akkus in der Regel nur für knapp bis zu 500 Kilometer Fahrt – dann steht ein längerer Auflade-Stopp an. Plug-in-Hybride leiden nicht unter dieser unpraktischen Einschränkung. Ist der Stromvorrat erschöpft, fährt das Auto einfach mit Unterstützung des Verbrennungsmotors im Hybridbetrieb weiter. Am Ziel der Fahrt lässt sich die Batterie dann wieder wie bei einem normalen E-Auto über Steckdose oder Ladesäule aufladen. Plug-in-Hybride sind somit eine Mischform von Elektroauto und Verbrenner – eben Hybridautos mit Stecker.

Reichweitenangst braucht man im Plug-in-Hybriden nicht zu haben – das ist sein großer Vorteil gegenüber dem rein batteriebetriebenen E-Auto. Sein Nachteil: Die rein elektrische Reichweite ist noch geringer, liegt meist nur bei rund 50 Kilometern. Danach ist der Antrieb energetisch ein schlechtes Geschäft, müssen doch E-Motor und Batterie quasi als toter Ballast mitgeschleppt werden. Zudem ist der Preis von E-Antriebs- plus Hybridkomponenten meist hoch. Ansonsten gibt es vor allem große SUVs und Businesslimousinen mit Plug-in-Hybridantrieb. Die Fahrzeuge sind vor allem als Dienstwagen interessant.

Kritik an Förderung von Plug-in-Hybriden

Umweltschützer kritisieren die Förderung der Plug-in-Hybriden vor diesem Hintergrund, weil sie die Bequemlichkeit der Besitzer fürchten. Sparen diese sich nämlich das regelmäßige Anschließen an die Steckdose, verpufft der gewünschte Klimaeffekt. Der Klimaeffekt ist aber neben industriepolitischen Überlegungen der wichtigste Grund für die Förderung. Und der ist eng mit dem lokal CO2-freien E-Antrieb verbunden – wohl auch ein Grund dafür, den E-Autokauf mit einer höheren Summer zu fördern als den von Plug-in-Hybriden.

Aus Emissionsgründen werden zudem auch weder Gasautos noch konventionelle Hybridmodelle mit einer Prämie bezuschusst. Letztere unterscheiden sich von Plug-in-Hybriden vor allem durch den fehlenden Steckdosen-Anschluss, eine kleinere Batterie und den meist weniger leistungsstarken E-Motor. Die elektrische Reichweite ist somit stark begrenzt; wenn überhaupt reicht der Strom unter idealen Bedingungen für wenige Kilometer. Bekanntestes Beispiel eines konventionellen Hybridautos ist der Toyota Prius.

Von Holger Holzer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Auf Friedhöfen könnte bald schon eine massive digitale Veränderung Einzug halten. Es könnte zukünftig QR-Codes auf Gräbern geben.

23.11.2018

Der US-Amerikaner Harry Rosenblum hat ein Buch über seine große Leidenschaft geschrieben: der Herstellung von Essig. Wie es funktioniert, das lesen Sie hier.

23.11.2018

Die Kraft der zwei Herzen: Der Plug-in-Hybrid ist die Verbindung von Verbrennungs- und Elektromotor.

23.11.2018