Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Wissen Blauzungenkrankheit: Keine erkrankten Tiere, aber Impfungen
Nachrichten Wissen Blauzungenkrankheit: Keine erkrankten Tiere, aber Impfungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:42 31.07.2016
Eine von der Blauzungen-Krankheit betroffenen Kuh in einem Stall bei Aachen. Quelle: Ralf Roeger/Archiv
Bonn/Münster

Nach dem Ausbruch der für Rinder und Schafe gefährlichen Blauzungenkrankheit im europäischen Ausland lassen Landwirte in mehreren Bundesländern ihre Tiere impfen.

Das geschehe vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, weil sie an Frankreich und Österreich angrenzen, wo die Blauzungenkrankheit aufgetreten sei, sagte Tiermediziner Peter Heimberg. Er leitet den Tiergesundheitsdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Auch in seinem Bundesland gebe es diese Impfungen in einigen Beständen. "Aber wir haben noch keine Blauzungenkrankheit in Deutschland", betonte er.

Die Blauzungenkrankheit ist eine Tierseuche, die vor allem für Schafe oft tödlich ist. Sie befällt auch Ziegen und Rinder. Das Virus wird von bestimmten Mücken, den Gnitzen, verbreitet. Fleisch und Milch infizierter Tiere können nach Angaben von Fachleuten ohne Bedenken verzehrt werden. Auf den Menschen ist die Virusinfektion nicht übertragbar.

Franz Weyermann vom Rheinischen Landwirtschafts-Verband in Bonn bestätigte, in größerem Umfang fänden Impfungen derzeit in Bayern und Baden-Württemberg statt. "Wenn es Fälle von Blauzungenkrankheit gäbe, dann wird es auch sicher in anderen Bundesländern eine stärkere Impfbereitschaft geben."

Erkrankte Tiere leiden unter Fieber, schaumigem Speichelfluss, Geschwüren an den Klauen oder auch inneren Blutungen. Der Maulbereich und die Zunge färben sich blaurot. Die Sterberate bei Schafen liegt je nach Rasse und Virusform zwischen 10 und 80 Prozent. Die für Menschen ungefährliche Blauzungenkrankheit war erstmals 2006 nach Deutschland gekommen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In den Tiefen des Meeres haben Wissenschaftler der Senckenberg Gesellschaft zwei neue Krebsarten entdeckt.

Die winzigen Tiere wurden bei zwei Expeditionen im Golf von Mexiko und dem Karibischen Meer aus Tiefen zwischen 522 und 1162 Metern geholt, teilte Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven am Freitag mit.

29.07.2016

Wenn zwei Tintenfisch-Männchen um eine Dame buhlen, kann es bunt werden. Riesensepien versuchen dabei, ihren Gegner unter anderem mit einem Farbenspiel im Mantel einzuschüchtern.

29.07.2016

Sie flogen zum Mond und wurden berühmt - doch einige der Apollo-Astronauten zahlten nach Forscherannahmen einen hohen Preis. Eine solche Reise könne unter anderem aufs Herz gehen.

28.07.2016