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Besondere Studie der TU Dresden: Warum wollen Mensch ihre Stasi-Akten nicht einsehen?

Forschung Besondere Studie der TU Dresden: Warum wollen Mensch ihre Stasi-Akten nicht einsehen?

1992 wurden die Archive des DDR-Geheimdienstes geöffnet. In einer Studie wollen Wissenschaftler der TU Dresden gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin herausfinden, warum manche Personen auf eine Einsicht in ihre Stasi-Unterlagen verzichten. Dafür werden jetzt Zeitzeugen gesucht.

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Seit 1992 sind die Unterlagen der früheren Staatssicherheit auf Antrag zugänglich.

Quelle: picture-alliance/ dpa

Dresden. 1992 wurden die Archive des Ministeriums für Staatssicherheit geöffnet. Dennoch verzichten viele Menschen bis heute auf die Einsichtnahme in die Unterlagen, die der DDR-Geheimdienst über sie angelegt hat. Dieses Thema greift das Forschungsprojekt „Gewolltes Nicht-Wissen: Zu Kontexten, Gründen und Auswirkungen der Nichteinsichtnahme in die eigenen Unterlagen beim Ministerium für Staatssicherheit“ am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der TU Dresden auf. Gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin wollen die Wissenschaftler herausfinden, warum manche Personen auf eine Einsichtnahme in ihre Stasi-Unterlagen verzichten, teilte die TU am Donnerstag mit.

Gesucht werden Interviewpartner, die zu einem Zeitpunkt vor 1989 in der DDR gelebt haben und vermuten, dass Unterlagen über sie gesammelt wurden, aber bisher auf die Einsichtnahme, verzichtet haben. „Uns interessiert der Entscheidungsprozess der Menschen. Welche Motive haben die Entscheidung beeinflusst? Wann fiel diese Entscheidung? Hat sich die Entscheidung mit der Zeit geändert? Welche Erwartungen und vielleicht auch Befürchtungen waren und sind für diese Entscheidung wesentlich?“ erklären Dorothea Möwitz und Christiane Steigel vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte.

Die Daten der Interviews werden nach den TU-Angaben anonymisiert verwendet und nach den Regeln des Schutzes personenbezogener Daten genutzt. Für außerhalb der Region Dresden wohnende Interviewpartner bestehe nach Absprache die Möglichkeit, dass die interviewenden Wissenschaftler solche Interviewpartner besuchen.

Interessenten können sich bei Dorothea Möwitz und Christiane Steigel melden. Beide werden die Interviews führen und stehen als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung: Tel.: +49 0351 463-39716 (erreichbar Mo-Mi von 9–18 Uhr) E-Mail: research_nng@mailbox.tu-dresden.de; Weitere Informationen zur Studie gibt es unter: www.tu-dresden.de/gsw/gewolltes_nichtwissen

Von I.P.

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