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Wissen Ach, das gibt’s schon?
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12:06 27.05.2018
Von sprechenden Sexrobotern bis hin zu automatisierter Bewerberauswahl: Algorithmen und künstliche Intelligenz werden schon heute öfter eingesetzt, als viele Menschen wissen. Quelle: imago/AFLO
Hannover

“VFrame“ spürt Kriegsverbrechen auf

Das Foto zeigt zerstörte Häuser im östlichen Stadtteil Ansari in Syrien. Quelle: AP

Menschenrechtler wollen mithilfe künstlicher Intelligenz Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverstöße im Syrienkonflikt nachweisen. Die Software “VFrame“ könne in Videos verdächtige Objekte identifizieren und sogenannte Metadaten auslesen, die bei der Verifikation der Aufnahmen helfen, sagt Hadi Katib, Gründer des “Syrian Archive“. Die Einrichtung sammelt Videos und Bilder des Konflikts aus sozialen Netzwerken und wertet sie aus. Der zugrundeliegende Algorithmus ist darauf trainiert, Munition auf Bildern zu erkennen, selbst wenn sie verdreckt oder beschädigt ist.

Der Reifen denkt mit

Pirelli Connesso Quelle: Pirelli

Sie haben mit neuen Gummimischungen experimentiert, mit natürlichem Kautschuk, mit Löwenzahn und mit speziellen Silicaten. Neuerdings gibt es im Reifen plötzlich ebenfalls künstliche Intelligenz. Pirelli etwa hat im Jahr 2017 den “Connesso“ vorgestellt. Mit Hilfe eines Sensors in der Reifenflanke ermittelt er Kenngrößen wie Laufleistung, Fülldruck und Abrieb und sendet diese über eine Steuereinheit und die Cloud an eine App auf dem Smartphone des Fahrers, so der Hersteller. Kommt es zur Panne, vermittelt der Reifen selbstständig den Kontakt zum nächsten Händler.

Künstliche Detektive helfen Versicherungen

Über 80 Prozent aller Kfz-Anträge werden bei der Versicherungsgesellschaft Allianz mittlerweile vollständig automatisiert verarbeitet. Quelle: iStockphoto

Menschliche Sachbearbeiter kosten Zeit und Geld. Deshalb werden bei der Versicherungsgesellschaft Allianz in der Autosparte inzwischen über 80 Prozent aller Kfz-Anträge vollständig automatisiert verarbeitet. Im Schadensbereich werden vor allem Glasschäden vollautomatisiert abgewickelt. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz ließen sich mehr suspekte Fälle lösen als bisher. “Unser System ist schwer auszutricksen“, sagt etwa Bo Soevsoe Nielsen von Shift Technology, einem auf Betrugserkennungssoftware spezialisierten französischen Start-up.

Computer wählt Manager aus

Nur wer den Computer überzeugt, hat eine Chance auf den Managerjob: Beim Versicherer Talanx werden Bewerber vor dem Bewerbungsgespräch von Software ausgesiebt. Quelle: iStockphoto

Neuerdings verzichtet der Versicherer Talanx auf aufwendige Assessment-Center – umfassende Tests, bei denen Bewerber von Spezialisten tagelang auf ihre Eignung getestet werden. Bei Talanx genügt nun einziges Telefonat mit einem Computer. Der Bewerber kann etwa erklären, wie ein perfekter Tag für ihn ausschaut. “Das Ganze dauert etwa eine halbe Stunde und kostet etwa 1000 Euro“, sagt Talanx-Vorstand Torsten Leue. Die Maschine wählt jedoch nicht aus, sondern wird nur für eine Vorauswahl eingesetzt.

Gesichtserkennung weist auf Armut hin

Ein kenianisches Unternehmen kann den Grad von Unterernährung bei Kindern mithilfe computergesteuerter Gesichtserkennung feststellen. Quelle: E+E+

Das Unternehmen Kimetrica in Kenia hat ein Programm entwickelt, das den Grad von Unterernährung bei unter Fünfjährigen mithilfe computergesteuerter Gesichtserkennung ermitteln kann. Im Irak wird in humanitärem Auftrag zurzeit getestet, ob Satellitenbilder Aufschluss über den Grad der Armut in einer abgelegenen Region liefern können. Die Programme können etwa auswerten, wie viele Menschen elektrisches Licht haben, aus welchem Material Dächer sind, ob beim Haus Vieh gehalten wird.

Künstliche Liebe

Technik hautnah: Jeder fünfte Deutsche würde gern mal mit einem Sexroboter schlafen. Quelle: ZUMA

Jeder fünfte Deutsche würde gern mal mit einem Sexroboter schlafen. Über die Hälfte würde es nicht oder nur vielleicht stören, wenn ihr Partner Sex mit einem Sexroboter hätte. Doch nur rund 6 Prozent könnten sich vorstellen, sich in einen Roboter zu verlieben. Diese Antworten sind Ergebnisse der Studie “Homo Digitalis“ von BR, Arte, ORF und dem Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation. In Barcelona gibt es ein Bordell mit Sexpuppen, weltweit sind sie im Handel – auch wenn Psychologen davon ausgehen, dass diese Sparte eine Nische bleiben wird.

Von RND

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