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Wirtschaft Wer gesund ist, bekommt bei Daimler mehr Geld
Nachrichten Wirtschaft Wer gesund ist, bekommt bei Daimler mehr Geld
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11:08 15.12.2016
Der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG, Dieter Zetsche. Der Autohersteller zahlt seinen Mitarbeitern künftig einen Bonus, wenn sie im Jahr selten krank waren. Quelle: dpa
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Stuttgart

Nach Angaben des Unternehmens einigten sich Daimler und der Betriebsrat auf einen Anwesenheitsbonus von maximal 200 Euro brutto pro Jahr. Den vollen Bonus erhalten Mitarbeiter, die innerhalb eines Jahres keinen Tag arbeitsunfähig waren. Er verteilt sich demnach auf maximal 50 Euro pro Quartal.

„Bei einem Tag Arbeitsunfähigkeit im Quartal erhält der Mitarbeiter noch 30 Euro“, erklärte das Unternehmen in einer Pressemitteilung. „Ab dem zweiten Tag Arbeitsunfähigkeit im Quartal entfällt der Bonus für den entsprechenden Dreimonatszeitraum.“ Mit der quartalsweisen Verteilung sei sichergestellt, dass kein Mitarbeiter einen Nachteil habe, der länger krank sei. „Für Mitarbeiter mit chronischen Erkrankungen gibt es eine Härtefallregelung.“

Freiwilliger Gesundheitscheck für Mitarbeiter

In der Industrie ist das noch Neuland und bei Gesundheitsexperten zudem nicht unumstritten. Der Bonus ist Teil einer größeren Vereinbarung zum Thema Mitarbeiter-Gesundheit. Hinzu kommt ein freiwilliger und kostenloser Gesundheitscheck für alle Mitarbeiter. „Die Untersuchung dient der Früherkennung gesundheitlicher Risikofaktoren wie beispielsweise Bluthochdruck oder erhöhten Cholesterinwerten“, teilte Daimler mit. „Die Ergebnisse der Untersuchung unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht“, versicherte das Unternehmen.

Daimlers Betriebsratschef Michael Brecht sagte: „In der Abwägung der Interessen, haben wir uns letztlich entschieden, für die Einführung des Gesundheitschecks den Anwesenheitsbonus befristet in Kauf zu nehmen. Wir konnten erreichen, dass er nach zwei Jahren automatisch ausläuft, der Gesundheitscheck aber bleibt.“

Brecht fügte hinzu: „Wir gehen auch davon aus, dass die Summen, um die es dabei geht, niemanden veranlassen, sich krank ins Geschäft zu schleppen.“

Von dpa/RND/wer

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