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Wirtschaft VW-Manager in US-Haft will sich schuldig bekennen
Nachrichten Wirtschaft VW-Manager in US-Haft will sich schuldig bekennen
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20:33 25.07.2017
Der Abgas-Skandal kostete VW bisher mindestens 20 Milliarden Euro. Quelle: dpa
Detroit

Die Anwälte des langjährigen VW-Mitarbeiters haben den zuständigen Richter Sean Cox informiert, dass ihr Mandant ein Geständnis abgeben will. Das teilte ein Sprecher des Gerichts am Dienstag in Detroit mit. Das Schuldbekenntnis soll bei einer Anhörung am 4. August erfolgen.

Das FBI hatte den Deutschen, der bis März 2015 in leitender Funktion mit Umweltfragen in den USA betraut war, im Januar in Miami festgenommen. Die USA beschuldigen den Mann, Teil einer Verschwörung zum Betrug und Verstoß gegen US-Umweltgesetze gewesen zu sein. Bislang hatte der VW-Angestellte, dem eine lange Haftstrafe droht, die Vorwürfe zurückgewiesen und auf unschuldig plädiert.

Mittlerweile liegen wegen angeblicher Mittäterschaft am Dieselskandal US-Strafanzeigen gegen acht Mitarbeiter des VW-Konzerns vor, darunter Ex-Entwicklungschef Heinz-Jakob Neußer und ein früherer Manager der Tochter Audi. Bislang konnte neben dem nun Geständigen aber nur ein Ingenieur von den US-Ermittlern gefasst werden, der als Kronzeuge kooperiert. Die restlichen Angeklagten werden in Deutschland vermutet, von wo ihnen vorerst keine Auslieferung drohen dürfte.

Volkswagen hatte sich in den USA für schuldig bekannt, Abgaswerte manipuliert und dies vor den Behörden verschleiert zu haben. Insgesamt nahm der Konzern in den USA mehr als 20 Milliarden Euro für Vergleiche mit Kunden, Autohändlern, Behörden und Bundesstaaten in die Hand.

Von RND/dpa