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Wirtschaft USA garantieren VW-Chef Diess freies Geleit
Nachrichten Wirtschaft USA garantieren VW-Chef Diess freies Geleit
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16:04 07.05.2018
Dr. Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG und Vorsitzender des Markenvorstands Volkswagen Pkw. Quelle: imago
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Washington

Nach Angaben des Online-Portals Bloomberg erhielt Herbert Diess eine sogenannte safe-passage-Garantie, also die Zusicherung, sich weltweit frei bewegen zu können, ohne dass die US-Behörden ihn in irgendeiner Weise mit juristischen Folgen des Diesel-Skandals behelligen würden. Dieser juristische Freibrief wird Ausländern in der US-Rechtsprechung nur höchst selten zuteil. Laut Bloomberg ist dies ein deutliches Zeichen dafür, dass die US-Behörden Diess in Sachen Diesel-Gate für unbelastet halten.

Diess habe zudem die mündliche Zusicherung erhalten, rechtzeitig informiert zu werden, sollte die Staatsanwaltschaft auch ihn ins Visier nehmen wollen. Bloomberg beruft sich in seiner Berichterstattung auf mehrere voneinander unabhängige Quellen, die aufgrund der Vertraulichkeit des Deals ungenannt bleiben wollten.

Für VW ist der Deal lebenswichtig

Für Diess und für den Volkswagen-Konzern ist die Vereinbarung lebenswichtig, denn der Weltkonzern mit seinen zwölf Marken kann nur effektiv gesteuert werden, wenn das höchste Management sich ohne juristische Risiken frei bewegen kann.

Über die Motive für den Freibrief kann nur spekuliert werden. Bloomberg zitiert den Anwalt Andrew Friedman, einen Experten in Sachen Wirtschaftskriminalität: „Ich nehme an, dass es ein gewisses Maß an Kooperation gibt und dass diese Person (Diess) einen gewissen Wert (für die Staatsanwaltschaft) hat“.

Winterkorn drohen 25 Jahre Haft

Erst kürzlich hatten die US-Behörden den ehemaligen VW-Konzernchef Martin Winterkorn zur Fahndung ausgeschrieben. Ihm drohen im Fall einer Auslieferung in die Vereinigten Staaten 25 Jahre Haft. Zudem überlegt Volkswagen, ihn für seine Rolle im Diesel-Skandal persönlich haftbar zu machen.

Von RND/dk

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