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Wirtschaft Trump widerspricht Klimareport zu wirtschaftlichen Schäden
Nachrichten Wirtschaft Trump widerspricht Klimareport zu wirtschaftlichen Schäden
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10:06 27.11.2018
Glaubt nicht an die globale Erwärmung: US-Präsident Donald Trump. Quelle: imago
Washington

US-Präsident Donald Trump hat Kernwarnungen eines Klimareport von US-Fachbehörden vor wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels beiseite gewischt. Teile des Berichts habe er gelesen, und die seien „in Ordnung“, erklärte Trump am Montag. Über den Aspekt der wirtschaftlichen Einbußen durch den Klimawandel sagte er indes: „Ich glaube es nicht.“ Forscher widersprachen ihm prompt.

Die Autoren des National Climate Assessments, den das Weißen Haus am vergangenen Freitag geräuschlos veröffentlichte, warnen vor einer Verschärfung von Naturkatastrophen in den USA durch die Erderwärmung. Wetterextreme fänden bereits „häufiger, intensiver, weiter verbreitet und von längerer Dauer“ statt. Naturkatastrophen hätten allein seit 2015 fast 400 Milliarden Dollar gekostet.

Bis Ende des Jahrhunderts dürften sich jährliche Verluste in einigen Wirtschaftsbranchen auf Hunderte Milliarden Dollar belaufen. Wenn etwa der Ausstoß von Treibhausgasen beim aktuellen Niveau bleibe, könnten sich Arbeitskosten für Outdoor-Industrien während Hitzewellen bis 2090 zu Lohneinbußen von 155 Milliarden pro Jahr führen.

Drei Stürme kosteten allein 265 Milliarden US-Dollar

„Der Klimawandel hat schon jetzt augenscheinliche Auswirkungen auf unsere Wirtschaft“, bekräftigte Gary Yohe, Ökonom an der Wesleyan University und Gutachter des jüngsten Klimareports. Dazu verwies er auf die Hurrikans „Harvey, „Maria“ und „Irma“, die im vergangenen Jahr in den USA gewütet hatten. Diese drei Stürme verursachten laut der nationalen Wetter- und Ozeanographiebehörde einen Schaden von allein mindestens 265 Milliarden Dollar.

Der am Klimareport nicht beteiligte Ökonom Ray Kopp, Vizepräsident der Denkfabrik Resources for the Future, bescheinigte dem Bericht eine „absolute“ Glaubwürdigkeit. Dem Land drohten verheerende Verluste, wenn nicht gehandelt werde, warnte er am Montag. „Das ist sicherlich etwas, das man vermeiden sollte.“

Dass der Klimareport am als „Black Friday“ bekannten Schnäppchentag im Einzelhandel nach dem amerikanischen Erntedankfest vom Weißen Haus veröffentlicht wurde und nicht wie geplant im Dezember, hatte für Kritik gesorgt. Dies werteten Forscher als Versuch der Regierung, den Bericht kleinzuhalten.

Trump twittert Witze über globale Erwärmung

Das Weiße Haus spielte den Klimareport herunter. Er fuße größtenteils auf „dem extremsten Szenario, das seit langem bestehenden Trends zuwiderläuft“, erklärte Regierungssprecherin Lindsay Walters.

Präsident Trump hat zuletzt bezweifelt, dass der Klimawandel auf menschliches Handeln zurückgeht. Erst vergangene Woche äußerte er sich via Twitter über ungewöhnliche niedrige Temperaturen im Osten der USA: „Brutaler und anhaltender Kälteeinbruch könnte ALLE REKORDE zertrümmern - was ist denn mit der Globalen Erwärmung passiert?“

Von RND/AP

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