Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Wirtschaft Trump beginnt bereits mit dem Protektionismus
Nachrichten Wirtschaft Trump beginnt bereits mit dem Protektionismus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:49 19.11.2016
Ford bestätigte, dass die Produktion eines Fahrzeugmodells in den USA bleiben werde Quelle: STAN HONDA
New York

Er habe gerade mit Ford-Vorstandschef Bill Ford telefoniert, teilte Trump am Freitag über Twitter mit. Der Autobauer werde die Produktion des Modells Kompakt SUV Lincoln MKC im US-Bundesstaat Kentucky belassen. „No Mexico“, heißt es in dem Tweet. „Wir haben dem gewählten Präsidenten bestätigt, dass die Produktion unseres SUV der Marke Lincoln, die sich in der Endmontage von Louisville befindet, in Kentucky bleibt“, heißt es in einer Erklärung des Unternehmens. Pläne für eine Verlagerung der Lincoln-MKC-Produktion nach Mexiko waren allerdings zuvor nicht öffentlich bekannt.

Trump setzte im Wahlkampf auf einen protektionistischen Kurs. Dabei griff er wiederholt Unternehmen wie Ford und den IT-Riesen Apple an, weil sie Arbeitsplätze ins Ausland verlagerten. Als Präsident werde er auf Autos, die in Mexiko produziert werden, Strafzölle erheben, kündigte Trump an. Das Nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta wolle er neu verhandeln. In Bundesstaaten wie Michigan und Wisconsin, die traditionell mehrheitlich die Demokraten wählen und in denen die Autoindustrie stark vertreten ist, erzielte der Republikaner Trump mit dieser Strategie Erfolge.

Pazifikstaaten warnen Trump vor Abschottung der US-Wirtschaft

Perus Präsident Pedro Pablo Kuczynski hat beim Gipfeltreffen der Pazifik-Anrainerstaaten vor einer Abschottung der US-Wirtschaft gewarnt. Es sei wichtig, „dass der Welthandel wieder wächst und dass Protektionismus besiegt wird, sagte Kuczynski am Freitag bei der Eröffnung des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (Apec) in Lima.

Leider seien aber sowohl in den USA als auch in Großbritannien protektionistische Kräfte auf dem Vormarsch, sagte Kuczynski vor seinen Apec-Kollegen in Lima. Ausdrücklich warb der peruanische Präsident für das transpazifische Handelsabkommen TPP. Der Vertrag zwischen zwölf Pazifik-Anrainerstaaten soll eigentlich noch vor Ende der Amtszeit von US-Präsident Barack Obama im Januar vom Kongress in Washington ratifiziert werden. Doch Obamas Nachfolger Trump ist gegen TPP.

Neben den Wirtschaftsmächten USA und Japan umfasst die geplante Freihandelszone Australien, Brunei, Kanada, Chile, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Peru, Singapur und Vietnam. Zusammen stehen diese Länder für rund 40 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung.

Von afp/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!