Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Wirtschaft Tarifverdienste steigen schneller als die Inflation
Nachrichten Wirtschaft Tarifverdienste steigen schneller als die Inflation
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:32 30.11.2015
Weil die Inflation seit Monaten extrem niedrig ist, dürften viele Tarifbeschäftigte auch unter dem Strich mehr im Geldbeutel haben. Quelle: Patrick Seeger/Symbolbild
Anzeige
Wiesbaden

Die Tarifbeschäftigten in Deutschland behalten wegen der geringen Teuerung weiterhin mehr Geld in der Tasche.

Mit einem Plus von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum lagen die Monatsverdienste im dritten Quartal dieses Jahres erneut deutlich über der allgemeinen Preisentwicklung, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden berichtete. Tarifliche Sonderzahlungen waren in dieser Berechnung berücksichtigt. Waren und Dienstleistungen sind in der selben Zeit nur um 0,1 Prozent teurer geworden, so dass die Menschen unter dem Strich mehr Kaufkraft erhielten. Das kann den privaten Konsum ankurbeln.

Allerdings bedeutete die Steigerungsrate von 1,8 Prozent den schwächsten Wert seit dem ersten Quartal 2012. Die Statistiker führten das aber auf einen Sondereffekt im Öffentlichen Dienst zurück. Hier waren beim Bund und in den Kommunen im dritten Quartal 2014 erhebliche Nachzahlungen geflossen, die auf den Tarifabschluss im März 2014 zurückzuführen sind. In diesem Jahr hatte es ähnliche Zahlungen nicht gegeben, so dass sich in öffentlich dominierten Wirtschaftszweigen wie der Wasser- oder Energieversorgung teilweise sogar negative Verdienstentwicklungen zeigten.

Besonders große Verdienstsprünge gab es der Statistik zufolge für die Beschäftigten in den Wirtschaftszweigen Verkehr und Lagerei (+3,6 Prozent), Industrie (+3,1 Prozent) und im Gastgewerbe (+3,3 Prozent).

Ohne die Sonderzahlungen, zu denen auch das Weihnachtsgeld gehört, stiegen die Verdienste aller Tarifbeschäftigten im dritten Quartal 2015 um 2,7 Prozent. Dieser Wert für den Jahresvergleich liegt im üblichen Rahmen. Nur im zweiten Quartal 2015 hatte es mit 3,5 Prozent einen Ausreißer nach oben gegeben.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Dem Weihnachtsgeschäft fehlt noch der Schwung. Die Umsätze der Einzelhändler lagen in der Woche vor dem ersten Advent auf Vorjahresniveau, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) mitteilte.

30.11.2015

Die Streiks der Lokführer im Frühjahr und die verhaltene Konjunkturentwicklung haben den Güterverkehr auf der Schiene beeinträchtigt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Montag wurden von Januar bis September 270,6 Millionen Tonnen Güter befördert und damit 2,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

30.11.2015

Die Aufklärung des VW-Abgas-Skandals ist zäh. Und im Kern geht es vor allem darum, wer wann was und wie viel wusste - und wer am Ende die Verantwortung für die Manipulation trägt.

29.11.2015
Anzeige