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12:32 02.08.2017
Nadine Nentwig arbeitet als Texterin, Bloggerin und Redakteurin. Ihre Erfahrungen hat sie in dem Ratgeber „Kluge Frauen scheitern anders“, Eden Books, verarbeitet. Quelle: privat
Hannover

Dass die Gründung eines Unternehmens mit Kind machbar ist, haben bereits viele Mütter eindrucksvoll bewiesen und dadurch die Weichen für alle zukünftigen Gründer-Mamas gestellt.

Netzwerke: Von den Erfahrungen anderer profitieren

Als ich im Begriff war, mich als frischgebackene Mama selbstständig zu machen, habe ich mich vor allem nach einem gesehnt: nach Gleichgesinnten! Denn kein Partner und keine beste Freundin dieser Welt können nachvollziehen, wie es sich anfühlt, als junge Mutter den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Zum Glück gibt es mittlerweile Netzwerke wie die MomPreneurs, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, selbstständige Mütter miteinander zu verbinden, damit sie sich austauschen und gegenseitig von ihren Erfahrungen profitieren können. Neben einer geschlossenen Facebookgruppe, können sich die MomPreneurs auf regelmäßig stattfindenden Meet-ups vernetzen. Sie finden bundesweit in jeder größeren Stadt statt. Darüber hinaus gibt es immer wieder Webinare und Seminare zu unterschiedlichsten Themen wie SEO-Optimierung, Kundenakquise, Produktivitätstechniken oder Video-Marketing.

Arbeitsplätze: Coworking-Spaces mit Kinderbetreuung

Da die Arbeitszeiten selbstständiger Mütter häufig keinem klassischen Teilzeit- oder Vollzeitjob entsprechen, sind auch in der Kinderbetreuung individuelle Lösungen gefragt. Eine gute Möglichkeit, Kind und Job flexibel unter einen Hut zu bekommen, sind sogenannte Coworking-Spaces mit professioneller Kinderbetreuung. Dabei handelt es sich um Eltern-Kind-Büros, in denen Arbeitsplätze inklusive Kinderbetreuung tage- oder sogar nur stundenweise angemietet werden können. Diese Lösung bietet nicht nur den Vorteil, dass man als Gründerin nur für die Betreuung bezahlt, wenn man sie braucht. Sondern auch, dass man sich seinen Arbeitsplatz mit vielen Gleichgesinnten teilt. Man hat die Möglichkeit, sich in der Kaffee-Küche mit anderen selbstständigen Müttern (oder Vätern) auszutauschen, es können sich lukrative Synergien ergeben, man arbeitet in unmittelbarer Nähe seines Kindes – die Liste an Pluspunkten, die so ein Arbeitsplatz mit sich bringt, ist lang. Kein Wunder also, dass immer mehr Frauen dieses Angebot nutzen und Coworking-Spaces derzeit wie Pilze aus dem Boden sprießen.

Arbeitszeiten: „Digital Moms“ klar im Vorteil

Besonders flexibel sind die Mamas, die ein Digital Business gründen. Also beispielsweise Mütter mit einem Dienstleistungsunternehmen, das sich überwiegend online am Computer abwickeln lässt. Sie haben den großen Vorteil, dass sie zeit- und auch ortsunabhängig arbeiten können, was sich wiederum recht gut mit den Bedürfnissen des Kindes kombinieren lässt. Dadurch arbeiten sie nicht unbedingt weniger. Sie haben nur den Vorteil, selbst entscheiden zu können, wann sie arbeiten. So wie es beispielsweise bei mir der Fall ist. Wenn in der Kita gemeinsames Laternebasteln ansteht, muss ich nicht extra einen Urlaubsantrag einreichen. Ich kann meine Arbeitszeit ganz flexibel auf den Abend verlegen und arbeiten, wenn meine Kinder im Bett sind. Diese Flexibilität hat aber ihren Preis: Denn während andere Mütter am Abend die kinderfreie Zeit genießen, sitze ich häufig noch am PC.

Fazit: Gründen mit Kind ist machbar und die Rahmenbedingungen dafür werden zunehmend besser. Nichtsdestotrotz ist und bleibt es eine große Herausforderung, sein eigenes kleines Unternehmen zu starten.

Wer diese Herausforderung meistern will, muss einen langen Atem haben und bereit sein, Opfer zu bringen. Trotzdem: Durchhalten lohnt sich, denn wer dranbleibt, wird mit der Verwirklichung seines Traumes belohnt.

Von Nadine Nentwig/RND

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