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Wirtschaft Sachsen exportieren wie die Weltmeister
Nachrichten Wirtschaft Sachsen exportieren wie die Weltmeister
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23:38 09.09.2015
Quelle: Arno Burgi, dpa

Haupttreiber der Entwicklung: Die Autos von VW, BMW und Porsche.

Waren im Wert von knapp 36 Milliarden Euro wurden im vergangenen Jahr exportiert, so das Statistische Landesamt. Das waren satte 14 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Gut ein Drittel davon entfiel allein auf PKW: 12,3 Milliarden Euro. Der Zuwachs war hier mit 21 Prozent Plus sogar noch stärker als insgesamt. Wichtigste Exportgüter neben Autos: Maschinen und Elektronik.

Das Geschäft im Ausland werde auch für Mittelständler immer wichtiger, sagte gestern Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). "Etwa ein Drittel der Wirtschaftsleistung erbringt der Freistaat im Export. Dieser ist besonders für kleine und mittlere Unternehmen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor." Wie zum Beweis hatte er sich für die Präsentation eine ganz besondere Firma ausgesucht: Das Dresdner Umwelt-Technologie-Unternehmen Environmental Expert. Rekordverdächtige 96 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet das 280 Mitarbeiter starke Unternehmen im Ausland.

Wichtigstes Abnehmerland für Produkte aus Sachsen ist bereits seit Jahren China. 2014 legte das Volumen noch einmal kräftig zu: um 36 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro. Auf Platz zwei folgen die USA mit 3,4 Milliarden Euro (plus 18 Prozent). Mehr als die Hälfte davon entfällt jeweils allein auf Autos: 56 Prozent sind es in China, sogar 67 Prozent in den USA. Grund: China ist wichtigster Markt für den VW Phaeton aus Dresden und auch für Porsche Cayenne und Panamera aus Leipzig; die USA sind zweitwichtigster Markt für die Leipziger Porsche-Baureihen und zugleich bedeutendes Absatzgebiet für die hiesigen BMW-Modelle.

Das boomende Auslandsgeschäft der Autobauer bescherte auch der gesamten Metallindustrie im Freistaat einen Rekord: Mit 40,5 Milliarden Euro verbuchte die Branche den höchsten Jahresumsatz aller Zeiten. "Es ist das erste Mal überhaupt, dass wir die 40-Milliarden-Euro-Marke geknackt haben", so Lars Kroemer vom Verband Sachsenmetall.

Einzig Russland trübt das Bild: Wegen der Sanktionen im Zuge der Ukraine-Krise brachen die Ausfuhren dorthin um 13 Prozent ein - auf knapp 1,2 Milliarden Euro. Russland war aber schon bisher nur sechstwichtigster Absatzmarkt für Sachsen, hinter Großbritannien, Frankreich und Polen. Jetzt zogen auch Tschechien, Italien und Belgien vorbei.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.03.2015

Frank Johannsen

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