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Wirtschaft Ryanair-Chef O'Leary gesteht schweren Fehler ein
Nachrichten Wirtschaft Ryanair-Chef O'Leary gesteht schweren Fehler ein
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17:44 21.09.2017
Ryanair-Chef Michael O'Leary. Quelle: dpa
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Dublin

„Wir machen Fehler“, sagte O'Leary am Donnerstag auf der jährlichen Ryanair-Aktionärsversammlung. „Dieses Mal haben wir uns einen groben Schnitzer geleistet.“ Die Flugstreichungen dürften dem Billigflieger Millionen von Euro kosten. 2100 Flüge müssen nach Konzernangaben in den kommenden sechs Wochen gestrichen werden, weil die Vergabe des Jahresurlaubs schiefgelaufen ist.

Entschädigungszahlungen an Passagiere, die umbuchen müssen, könnten bis zu 25 Millionen Euro betragen. Dabei meldeten erste Fluggäste bereits Probleme bei der Kompensation, worüber sie sich auf der Facebook-Seite von Ryanair ausließen.

Ryanair-Piloten versuchen, Protest zu organisieren

O'Leary sagte, er plane, die Piloten dazu zu bringen, in diesem Jahr auf eine Woche Urlaub zu verzichten, um weitere Flugstreichungen zu verhindern. Den Piloten werde gesagt, dass es an ihnen liege, ob es zu weiteren Streichungen komme, sagte O'Leary.

Medienberichten zufolge haben Flugkapitäne und Co-Piloten Ryanairs angebotene Bonuszahlungen für die entstehenden Überstunden abgelehnt. Der „Guardian“ berichtete, dass Ryanair-Piloten versuchen, einen Protest gegen jegliche Mehrarbeit zu organisieren, die nicht in ihren Verträgen steht. Eine Gewerkschaft gibt es nicht.

O'Leary bestand darauf, dass es keine Probleme zwischen dem Unternehmen und den Piloten gebe. Sollten Letztere sich aber schlecht benehmen, würde dies „das Ende der Süßigkeiten“ bedeuten, sagte er - und verwies außerdem darauf, dass es zu keinem Arbeitskampf bei Ryanair kommen könne, da es keine Gewerkschaft gebe, die die Piloten vertrete.

Von dpa/ap/RND

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