Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Wirtschaft Rüdiger Grube steigt auf US-Investmentbank um
Nachrichten Wirtschaft Rüdiger Grube steigt auf US-Investmentbank um
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:52 13.07.2017
Rüdiger Grube heuert beim US-Geldhaus Lazard an. Quelle: dpa
New York

Der Ex-Vorstandschef der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, steigt bei der US-Investmentbank Lazard ein. Der Manager soll sich künftig in leitender Funktion um das Investmentbanking des Wall-Street-Hauses in Deutschland kümmern.

Grube soll sich gemeinsam mit den beiden Deutschlandchefs des Geldhauses, Ken Oliver Fritz und Eric Fellhauer, um wichtige Wirtschaftskunden des Hauses kümmern. Auch auf internationaler Ebene will Lazard auf die langjährige Erfahrung und das weit verzweigte Kontaktnetz des 65-Jährigen setzen.

Einige wirkten nur kurz in der deutschen Politlandschaft, andere waren über Jahrzehnte Schwergewichte der Bundespolitik. Bei manchen Personalien keimte am nahezu übergangslosen Wechsel von der Politik in die Wirtschaft große Kritik auf.

Grubes Karriere begann Ende der 1980er Jahre bei den Flugzeugbauern Airbus und Dasa. Nachdem ab 1996 mit kurzer Unterbrechung hochrangige Posten bei Daimler folgten, führte er von Mai 2009 bis Anfang 2017 die Deutsche Bahn. Anlass für den Rücktritt beim Unternehmen war ein Streit des Aufsichtsrats um seine Vertragsverlängerung. Nachdem Grube im Juni zum Aufsichtsratschef der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) gewählt wurde, weitet er seine Arbeit als Spitzenmanager mit dem Einstieg beim US-Geldhaus aus.

Die 1848 gegründete Investmentbank Lazard ist mit Niederlassungen in 27 Ländern und rund 194 Milliarden Dollar (170 Mrd Euro) an verwalteten Kundengeldern einer der ältesten und größten Namen im internationalen Investmentbanking. In Deutschland ist das Unternehmen seit 1988 präsent und hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Zuletzt beriet Lazard die Restaurantkette Vapiano bei ihrem deutschen Börsengang.

Von RND/krö/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am 14. Juli 2016 erschütterte ein Todesfall das Leipziger Unternehmen Unister: Gründer und Firmenchef Thomas Wagner kam bei einem Flugzeugabsturz ums Lebens. Für Unister war es das endgülltige Ende. So dubios wie die Hintergründe der letzten Geschäftsreise Wagners waren, so spektakulär zerbrach das Firmen-Imperium. Aus dem einst gefeierten Start-up wurde vor einem Jahr der "Fall Unister".

13.07.2017

Knapp 13 Monate hatten Geldinstitute am Finanzplatz London Zeit, sich Gedanken zu machen, wie sie auf den geplanten EU-Austritt reagieren wollen. Denn für viele Geschäfte ist ein EU-Standbein vorgeschrieben. Nun müssen sie der Bank of England ihre Pläne darlegen.

13.07.2017

Eine deutsche IT-Firma rollt den europäischen Fernbus-Markt auf: Flixbus. Bahn und Billigflieger halten dagegen – die Kunden freut's. Auf einer der lukrativsten Strecken in Deutschland dürfte es bald heiß hergehen.

12.07.2017