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Wirtschaft Revolution in der Sicherheitsschleuse
Nachrichten Wirtschaft Revolution in der Sicherheitsschleuse
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18:12 15.11.2016
Im Eiltempo durch die Sicherheitszone: Am Flughafen sollen die Checks künftig schneller ablaufen. Quelle: dpa
Köln

Schon am Donnerstag geht die neue Technik am Flughafen Köln/Bonn in den Testbetrieb – und soll nichts weniger als eine kleine Revolution sein. Angeschoben wurde sie vom Bundesinnenministerium und vom Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL). Das Ziel: die Sicherheitschecks am Flughafen sollen weniger nervenzehrend sein. Dafür wurde nicht nur die Technik überarbeitet, sondern auch die Abläufe.

Weniger als eine Sekunde soll der Check dauern. Quelle: dpa

Konkret bedeutet das etwa, dass erfahrene Vielflieger mit reichlich Kontroll-Erfahrung flugs Passagiere überholen können, die etwas länger brauchen, weil sie zum Beispiel erst mal alle Münzen aus den Hosentaschen nesteln müssen. Am Anfang des Bandes, auf den man das Handgepäck legen muss, gibt es dafür fünf nebeneinander angeordnete Stationen. Dort werden automatisch Wannen bereitgestellt. Wer keine Hilfe braucht, nicht mehr herumkramen muss und schnell weiter will, kann seine Tasche einfach in eine der Wannen legen und weiter zum Körperscanner gehen.

Scanner braucht weniger als eine Sekunde

Auch dort geht es nun etwas flotter zu. Der Scanner braucht weniger als eine Sekunde, die Arme müssen nicht mehr über den Kopf gehalten werden. Wer die Schuhe ausziehen muss, findet dafür eine „eigene Sitzinsel“, wie ein Werbefilm für das Konzept verspricht. So hält der Passagier nicht andere Reisende auf. Das gesamte Areal ist zudem luftiger gestaltet, als die manchmal arg engen herkömmlichen Kontrollbereiche.

Mit speziellen Körben soll die Abfertigung in der Sicherheitszone schneller gehen. Quelle: dpa

Die Sicherheitskontrollen seien in der Regel der Ort, an dem an einem Flughafen der meiste Stress entstehe, berichtet Flughafenchef Michael Garvens. Er spricht daher von einem „Quantensprung“. Ähnlich euphorisch äußert sich Karsten Benz, Leiter der Konzernsicherheit bei der Lufthansa: „Wir haben den Kontrollprozess komplett neu definiert.“

Zahl der Reisenden steigt weiter an

Ein Argument, etwas zu verändern: Es gibt mehr Passagiere. In den ersten sechs Monaten des Jahres stieg die Zahl der Reisenden an Airports bundesweit um 2,9 Prozent auf 103,3 Millionen. Da die Flughäfen aber nicht gleichzeitig mehr Fläche zur Verfügung haben, ist eine flotte und effiziente Kontrolle wichtig. Mal abgesehen davon, dass der Vorgang bislang nicht im Verdacht stand, von Passagieren als besonders entspannend empfunden zu werden.

Alles eine Frage der Technik: Die Scanner zeigen gefährliche Gegenstände an. Quelle: dpa

Wie viel effizienter das neue System wirklich arbeitet, soll ein halbes Jahr lang erprobt werden. Parallel fertigt der Flughafen Köln/Bonn Passagiere aber auch noch auf die bekannte Methode ab. Die Zahl der Mitarbeiter soll an der neuen Station unverändert bleiben. Läuft der Test gut, rechnen die Verantwortlichen mit dem Einsatz auf weiteren Flughäfen.

Von RND/dpa

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