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Wirtschaft Porsche-Betriebsratschef Hück will in die Politik gehen
Nachrichten Wirtschaft Porsche-Betriebsratschef Hück will in die Politik gehen
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16:54 04.02.2019
Porsches Gesamtbetriebsratschef Uwe Hück hat seinen Rücktritt angekündigt. Quelle: Marijan Murat/dpa
Stuttgart

Porsches Gesamtbetriebsratschef Uwe Hück hat seinen Rücktritt angekündigt. „Ich will in die Politik gehen“, sagte der 56-Jährige am Montag bei einer Mitarbeiterversammlung in Stuttgart. Bei den Kommunalwahlen noch in diesem Jahr will er sich in Pforzheim in den Gemeinderat wählen lassen. Dabei will das SPD-Mitglied mit einer eigenen Liste ins Rennen gehen und nicht für die Sozialdemokraten. Mit der Partei ging er hart ins Gericht: „Wenn die SPD so weitermacht, werden sie ihr Erbe vernichten.“

Uwe Hück legt Aufsichtsratsmandate bei VW nieder

Seit 22 Jahren ist Hück Betriebsratchef in verschiedenen Gremien, seit 2002 ist er als Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats das oberste Sprachrohr der Arbeitnehmer des Sport- und Geländewagenbauers. Seine Aufsichtsratsmandate im VW-Konzern legt er nieder.

Im Interview mit der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ sagte Hück, sein Rücktritt habe nichts mit etwaigen Ermittlungen im Zuge der Abgasaffäre zu tun. „Demokratie lebt vom Wechsel. Ich will, dass es nach mir bei Porsche wieder mehr Vielfalt geben kann.“

Hücks Nachfolger soll sein Werner Weresch werden

Zuletzt kämpfte Hück dafür, dass die Produktion des Elektro-Modells Tayan nach Stuttgart kommt - damit setzte er sich durch. In Stuttgart arbeiteten zuletzt 11.000 der 31.200 Porsche-Mitarbeiter. Porsches Vorstandschef Oliver Blume dankte Hück und bezeichnete ihn als Menschen mit ganz besonderem Gerechtigkeitsgefühl: „Dein Wort hat auch in der Gesellschaft und in der Politik Gewicht.“

Hücks Nachfolger bei der VW-Tochter soll bis auf Weiteres sein bisheriger Stellvertreter Werner Weresch werden.

Von RND/dpa

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