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Wirtschaft Pilotenstreiks am Dienstag und Mittwoch zulässig
Nachrichten Wirtschaft Pilotenstreiks am Dienstag und Mittwoch zulässig
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23:02 28.11.2016
Nach Angaben der Lufthansa werden am Dienstag etwa 82.000 Passagiere von den Streiks betroffen sein. Quelle: afp
Frankfurt/Main

Die für Dienstag und Mittwoch geplanten Streiks der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit sind zulässig. Die Lufthansa habe ihren Eilantrag gegen die Entscheidung des Arbeitsgerichts nach knapp eineinhalb Stunden Verhandlung zurückgenommen, teilte das Landesarbeitsgericht München am Montagabend mit. Damit sei die Entscheidung des Arbeitsgerichts, das die Eilanträge des Unternehmens abgelehnt hatte, rechtskräftig.

Erst am Montagnachmittag hatte das Arbeitsgericht München Eilantrag des Unternehmens abgelehnt. Die für Dienstag und Mittwoch geplanten Streikmaßnahmen seien „nicht offensichtlich rechtswidrig“, teilte das Gericht mit.

So werden am Dienstag 816 Flüge auf der Kurzstrecke mit 82.000 Passagieren gestrichen, teilte Lufthansa mit. Betroffen seien Flüge, die von Deutschland aus starteten.

Am Mittwoch würden dann weitere 890 Verbindungen gestrichen. Dann seien 98.000 Passagiere betroffen. Dann streiken die Piloten auch auf der Langstrecke. Flüge der Lufthansa-Billigtöchter Eurowings und Germanwings sowie der Konzerngesellschaften AUA, Swiss, Brussels und Air Dolomiti würden erneut nicht bestreikt, hieß es weiter.

Lufthansa stellt Sonderflugplan auf

Die Fluggesellschaft veröffentlichte für beide Tage einen Sonderflugplan und rief Kunden auf, sich auf der Internetseite LH.com über den Status ihres gebuchten Flugs zu informieren. Auch bei der kostenlosen Hotline 0800-8506070 gebe es Rat.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hatte am Sonntagabend nach ergebnislosen Gesprächen mit Lufthansa abermals zu Streiks aufgerufen. Ein Angebot des Konzerns lehnte sie am Wochenende als „nicht verhandlungsfähig“ ab. Lufthansa hatte ein Gehaltsplus von 4,4 Prozent in zwei Stufen bis 2018, eine Einmalzahlung von 1,8 Monatsgehältern und Neueinstellungen vorgeschlagen.

Die Pilotengewerkschaft verlangt für die rund 5400 Lufthansa-Piloten Tariferhöhungen von zusammen 22 Prozent über fünf Jahre bis April 2017. Sie hatte am vergangenen Mittwoch mit einer neuen Streikwelle begonnen und diese am Sonntag und Montag unterbrochen. 

Von RND/afp

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