Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -3 ° Schneeschauer

Navigation:
Google+
Nur ein „Schein-Amt“ für Hohmann-Dennhardt?

Volkswagen Nur ein „Schein-Amt“ für Hohmann-Dennhardt?

Die niedersächsische CDU fordert in einem internen Brief an Ministerpräsident Stephan Weil eine Sonderprüfung zum Abgang der ehemaligen VW-Rechtschefin Hohmann-Dennhardt. Wurde das Ressort gar doppelt besetzt?

Die ehemalige VW-Rechtschefin Christine Hohmann-Dennhardt.
 

Quelle: AP

Hannover.  Glücklich ist über die Verpflichtung von Christine Hohmann-Dennhardt heute niemand mehr – weder in Wolfsburg noch beim Land Niedersachsen. Aber als Volkswagen die Juristin zum Jahreswechsel 2016 beim Konkurrenten Daimler abwarb, hatte der Konzern keine allzu große Auswahl: Wegen des Abgas-Skandals in den USA benötigte man dringend Expertise im Bereich Compliance, also bei der Einhaltung von Gesetzesvorschriften und Richtlinien – und vor dem Hintergrund der Diskussion über eine Frauenquote schien es nicht von Nachteil, eine frühere Verfassungsrichterin für die Aufgabe zu gewinnen.

Spätestens als die Juristin Ende Januar 2017 nach nur 13 Monaten im Amt wieder ausschied, wurde jedoch klar, dass die Berufung offenbar ein Fehlgriff war. Die niedersächsische Landesgruppe der CDU-Bundestagsfraktion hegt nun den Verdacht, dass die Personalie „von Beginn an als ein Schein-Amt bzw. ein Feigenblatt gedacht war“, wie es in einem Brief ihres Vorsitzenden Mathias Middelberg an Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) heißt, der der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vorliegt.

Weil soll als VW-Aufsichtsrat Sonderprüfung veranlassen

Als Indiz dafür wird angeführt, dass Volkswagen parallel zur Besetzung des neuen Vorstandsressorts mit Manfred Döss einen neuen Leiter der Rechtsabteilung installiert habe, der zugleich Vorstand bei der Porsche Holding ist, in der die Familien Piëch und Porsche ihre VW-Aktien gebündelt haben. Das „musste erkennbar zu Überschneidungen, Ineffizienzen und sogar zu Kollisionen führen“, schreibt Middelberg. Dass dem später wohl auch so war, zeigt der Abgang von Hohmann-Dennhardt vor wenigen Wochen „aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über Verantwortlichkeiten und die künftigen Arbeitsstrukturen in ihrem Ressort“.

Dies habe VW erheblichen Schaden zugefügt, meint die CDU unter Verweis auf die Einmalzahlung von 13 Millionen Euro und eine monatliche Rente von 8000 Euro. Deshalb solle Ministerpräsident Weil als VW-Aufsichtsrat den Fall im Rahmen einer Sonderprüfung untersuchen lassen, fordert Middelberg. Die Staatskanzlei in Hannover wollte dazu am Mittwoch keine Stellung nehmen.

Von RND/HAZ/Jens Heitmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Aktien Tops & Flops

DT. BANK 16,43 +3,10%
LUFTHANSA 30,17 +2,12%
RWE ST 20,42 +1,36%
BEIERSDORF 100,92 -0,52%
DT. TELEKOM 15,53 -0,33%
ALLIANZ 198,81 -0,07%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 259,48%
Commodity Capital AF 215,59%
SQUAD CAPITAL EURO AF 92,87%
FPM Funds Stockpic AF 92,74%
Apus Capital Reval AF 90,96%

mehr

  • Digital Abo

    "DNN Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, das Sie überall und rund um die Uhr nutzen können -... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr