Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Wirtschaft Neuheiten beflügeln Pharmakonzern Boehringer Ingelheim
Nachrichten Wirtschaft Neuheiten beflügeln Pharmakonzern Boehringer Ingelheim
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:38 19.04.2016
Die Zentrale des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim. Foto: dieth+schröder-fotografie / Boehringer Ingelheim
Ingelheim

Getragen von einer kräftigen Umsatz- und Gewinnsteigerung im vergangenen Jahr will sich der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim neu aufstellen.

Im Zentrum soll das forschungsintensive Geschäft mit Medikamenten in der Humanmedizin stehen, ohne Generika und frei verkäufliche Mittel, aber ergänzt von der Tiermedizin, wie die Unternehmensleitung bei der Vorstellung der Bilanz erläuterte.

Begleitet von der höchsten Zahl von neuen Produkten in der Firmengeschichte stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um 11,1 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro, wobei das Unternehmen von Wechselkurseffekten profitierte. Um diese Einflüsse bereinigt ergab sich ein Umsatzwachstum von 4,1 Prozent. Der Gewinn nach Steuern kletterte um 51 Prozent auf 1,58 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite ging von 16,3 auf 15,3 Prozent zurück. 

Der Umsatz werde in diesem Jahr weiter steigen, aber etwas geringer als 2015, sagte der künftige Firmenchef Hubertus von Baumbach. Das Familienunternehmen erwarte zudem eine "zufriedenstellende, stabile Ergebnisentwicklung". Die ersten vier Monate seien zufriedenstellend verlaufen. 

Boehringer beschäftigt in Deutschland 14 900 Mitarbeiter; diese Zahl soll stabil bleiben. Weltweit hat das Unternehmen 47 500 Beschäftigte. Beim Geschäft in den USA stelle sich Boehringer aber die Frage, "ob wir bei der Art und Weise, wie wir dort aufgestellt sind, weiterhin wettbewerbsfähig sind".

Das Familienunternehmen wolle nicht nur auf Generika, sondern auch auf das Geschäft mit frei verkäuflichen Medikamenten verzichten, sagte der scheidende Firmenchef Andreas Barner. Hierzu laufen Verhandlungen mit dem Pharmakonzern Sanofi über einen Tausch von Geschäftsbereichen. "Ziel ist es, dass sich Sanofi auf die verschreibungsfreien Medikamente konzentriert und wir uns als Boehringer Ingelheim auf das forschungsgetriebene Tiergesundheitsgeschäft fokussieren", sagte Barner

Schwerpunkt bleibt das forschungsintensive Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten ohne Generika - hierauf entfielen schon im vergangenen Jahr 72 Prozent des Umsatzes. Für die Entwicklung von Mitteln für die Humanmedizin will Boehringer in den nächsten fünf Jahren rund elf Milliarden Euro investieren. Zurzeit betreibt das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 100 Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Ab Juli soll eine neue Organisationseinheit mit der Bezeichnung "Innovation Unit" für die Weiterentwicklung von Medikamenten gebildet werden.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Vorstandschefs verdienen häufig sehr gut - aber wenn sie nicht die gewünschte Leistung bringen, kann es mit ihrem Job auch schnell vorbei sein. Zuletzt zog die Fluktuation in den Chefetagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz spürbar an.

19.04.2016

Die europäische Stahlbranche ist wegen eines weltweiten Überangebots unter Druck. Brüssel sieht die Schuld vor allem in China. Peking weist die Vorwürfe zurück.

18.04.2016

Das Tauziehen der Gläubiger mit den Griechen geht weiter. Viele Fragen sind noch offen. Im Gespräch: Ein Sparpaket auf Vorrat, für den Fall der Fälle.

18.04.2016