Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Wirtschaft Neue Griechenland-Milliarde fließt mit deutlicher Verspätung
Nachrichten Wirtschaft Neue Griechenland-Milliarde fließt mit deutlicher Verspätung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:02 22.12.2015
Griechische Flagge zwischen zwei Europafahnen. Athen bekommt eine neue Kreditrate in Höhe von einer Milliarde Euro. Quelle: Michael Kappeler/Archiv
Anzeige
Brüssel

Das hochverschuldete Griechenland bekommt vom Euro-Rettungsschirm ESM eine neue Kreditrate von einer Milliarde Euro. Das Geld gehe in den Staatshaushalt, um alte Schulden zu bedienen oder EU-Projekte mitzufinanzieren, teilte die Finanzorganisation der 19 Eurostaaten in Luxemburg mit.

Die Finanzspritze war ursprünglich schon für den Oktober geplant. Da sich Reformen in Griechenland verzögerten, konnte das Geld nicht vorher fließen.

"Ich hoffe, dass die gute Zusammenarbeit mit unseren griechischen Partnern andauert, so dass die erste Überprüfung des ESM-Programms Anfang 2016 abgeschlossen werden kann", sagte ESM-Chef Klaus Regling.

Athen legte für das frische Geld ein neues Reformpaket auf. Dazu gehört eine neue, unabhängige Einrichtung zum Privatisieren von Staatsvermögen.

Das im Sommer gestartete dritte Rettungspaket der Europartner zum Abwenden einer Staatspleite hat einen Umfang von bis zu 86 Milliarden Euro. Davon wurden bisher 20,4 Milliarden Euro überwiesen, mit der neuen Auszahlung werden nun 21,4 Milliarden Euro erreicht. Griechenland muss bereits seit 2010 mit internationalen Milliardenkrediten vor der Staatspleite bewahrt werden.

Nach der ersten Überprüfung des Hilfsprogramms werden die Europartner im kommenden Jahr darüber beraten, welche Schuldenerleichterungen Athen zugestanden werden. Der Schuldenberg des Krisenlandes erreicht laut einer aktuellen Vorhersage der EU-Kommission im kommenden Jahr 199,7 Prozent der Wirtschaftsleistung - erlaubt sind höchstens 60 Prozent. Im Gespräch sind unter anderem längere Kreditlaufzeiten; einen Schuldenschnitt soll es nicht geben.

Im kommenden Jahr wird sich auch zeigen, ob der Internationale Währungsfonds (IWF) bei dem dritten Hilfsprogramm mitzieht. Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hatte sich unlängst gegenüber der britischen Tageszeitung "Financial Times" dafür ausgesprochen, die Hilfsaktion in europäischer Hand zu lassen. Der IWF hat seinen Sitz in Washington.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Lanxess Arena ist nicht nur wegen ihrer Architektur weit über die Grenzen Kölns hinaus bekannt - Topstars wie Madonna ziehen hier regelmäßig Massen an. Nun kaufen asiatische Investoren die Halle.

22.12.2015

Die Verbraucher in den USA geben weiter gerne Geld aus, sie treiben das Wachstum. Bremsend wirkt vor allem der starke Dollar. 2016 soll das Wachstum noch besser werden.

22.12.2015

Die hohen Investitionen für die Entwicklung des ersten Elektroporsches werden durch kleinere Einschnitte und längere Arbeitszeiten bei der Belegschaft mitfinanziert.

22.12.2015
Anzeige