Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Wirtschaft Mindestlohn senkt Lohnabstand im Osten
Nachrichten Wirtschaft Mindestlohn senkt Lohnabstand im Osten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:47 19.12.2017
Verschärft der Mindestlohn die Konkurrenz zwischen Facharbeitern und Ungelernten auf dem Arbeitsmarkt? Quelle: dpa
Berlin

Der gesetzliche Mindestlohn hat nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zu einem geringeren Lohnabstand in Ostdeutschland geführt. „Die Stundenverdienste der Ungelernten lagen Mitte 2017 in den ostdeutschen Ländern nur noch um 24 Prozent unter denen der Fachkräfte“, heißt es in der Untersuchung, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Damit habe sich der Abstand gegenüber Ende 2014 um drei Prozentpunkte verringert.

Im bundesweiten Schnitt blieb der Lohnabstand zwischen Ungelernten und Facharbeitern den Angaben zufolge seit Einführung des gesetzlichen Mindestlohns Anfang 2015 unverändert bei 30 Prozent. „Es stellt sich daher die Frage, ob der im Osten vergleichsweise geringe Verdienstabstand von den qualifizierteren Mitarbeitern auf Dauer akzeptiert wird oder zu höheren Lohnforderungen führt, die auch die Beschäftigung gefährden könnten“, so das Fazit der IW-Forscher. Außerdem bestehe die Gefahr, dass durch eine gesunkene „Bildungsrendite“ Ausbildungsanreize verringert würden.

Der gesetzliche Mindestlohn hat zunächst 8,50 Euro pro Stunde betragen und war Anfang 2017 auf 8,84 Euro angehoben worden.

Von Rasmus Buchsteiner/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Wirtschaft Urteil des Bundesverwaltungsgerichts - Anwohner-Klagen zur Elbvertiefung abgewiesen

Das Bundesverwaltungsgericht hat die letzten vier Klagen gegen die Elbvertiefung abgewiesen. Die Einwände von Anwohnern aus Hamburg-Övelgönne und Blankenese seien nicht begründet gewesen, urteilte der 7. Senat am Dienstag in Leipzig.

19.12.2017
Wirtschaft Oberlandesgericht Düsseldorf - Wurstkartell-Fall wird neu aufgerollt

Das deutsche „Wurstkartell“ zieht am Dienstag vor das Düsseldorfer Oberlandesgericht. Nachdem das Bundeskartellamt wegen verbotener Preisabsprachen im Jahr 2014 Bußgelder in Millionenhöhe verhängt hatte, klagen nun vier der insgesamt 22 beschuldigten Wursthersteller gegen die verhängten Strafen. Auch über die sogenannte „Wurstlücke“ soll neu verhandelt werden.

19.12.2017

Nach der gescheiterten Übernahme durch die Lufthansa soll schnell ein Käufer für die Airline Niki gefunden werden. Interessenten gibt es einige, sagt der Insolvenzverwalter.

18.12.2017