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Wirtschaft Lufthansa könnte kartellrechtliche Probleme bekommen
Nachrichten Wirtschaft Lufthansa könnte kartellrechtliche Probleme bekommen
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10:10 13.10.2017
Die Lufthansa plant, 81 von 134 Air-Berlin-Flugzeugen zu übernehmen. Quelle: imago
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Berlin

Der Vorsitzende der Monopolkommission, Achim Wambach, geht davon aus, dass die Übernahme von großen Teilen Air Berlins durch die Lufthansa kartellrechtlich problematisch wird. „Wenn Wettbewerbsprobleme erkannt werden, wird es sicherlich Auflagen geben. Ich halte das sogar für wahrscheinlich“, sagte Wambach der „Rhein-Neckar-Zeitung“. Laut Experten könnte es etwa sein, dass Lufthansa bestimmte Start- und Landerechte an die Konkurrenz abgeben müsse.

Der CDU-Luftfahrtexperte Klaus-Peter Willsch begrüßt die Ankündigung der Monopolkommission, bestimmte Strecken kartellrechtlich zu prüfen. Er teile die Sorge von Verbraucherschützern, dass Ticketpreise auf bestimmten innerdeutschen Strecken teurer werden könnten, weil diese dann nur noch von der Lufthansa bedient würden, sagte Willsch am Freitag im rbb-Inforadio. Daran ändere auch die Ankündigung der Lufthansa nichts, mit Konzerntöchtern wie Eurowings auch auf diesen Strecken für Wettbewerb zu sorgen: „Letztlich wird natürlich auch ein externer Beobachter sagen, na gut, das ist ein Laden. Ich glaube schon, dass man darüber nachdenken muss, dass auf bestimmten Strecken Slots an andere abgegeben werden müssen, um einen wirklichen Wettbewerb – und nicht nur einen internen zwischen Konzerntöchtern – zu haben.“

Nach der am Donnerstag verkündeten Einigung gehen 81 von 134 Air-Berlin-Flugzeugen an Lufthansa. Dafür erhält Air Berlin nach eigenen Angaben etwa 210 Millionen Euro als Kaufpreis. Die Air-Berlin-Gläubiger entscheiden am 24. Oktober über den Verkauf, anschließend prüft die europäische Wettbewerbsbehörde in Brüssel das Geschäft, was voraussichtlich mehrere Monate dauern wird. Erst dann kann der Kauf formal vollzogen werden.

„Preissteigerungen sind auf innerdeutschen Flugstrecken zu befürchten“: Lesen Sie hier ein Interview mit Ingmar Streese vom Verbraucherzentrale Bundesverband.

Von dpa/ang/RND

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