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Wirtschaft Konjunkturumfrage: Wirtschaft in Sachsen ist wieder auf Expansionskurs
Nachrichten Wirtschaft Konjunkturumfrage: Wirtschaft in Sachsen ist wieder auf Expansionskurs
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20:31 09.09.2015
Quelle: dpa

Nach einem Nullwachstum 2013 erwarten die Kammern 2014 ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 1,5 Prozent. Jedoch sehen die Firmen trotz positiver Grundstimmung zahlreiche Risiken.

Als Folge des flächendeckenden Mindestlohnes wollen 24 Prozent der betroffenen Kammer-Unternehmen Jobs abbauen. In ganz Sachsen wird der Abbau von 15 000 Arbeitsplätzen befürchtet. Die Bundesregierung riskiere, dass Deutschland wieder „ins Glied der Mittelmäßigkeit“ zurücktrete, erklärte der Vize-Chef der IHK Leipzig, Andreas Heilmann. Mit den arbeitsmarktpolitischen Plänen werde eine erfolgreiche Entwicklung konterkariert. Zugleich bürde man den nachfolgenden Generationen enorme Lasten auf, sagte er mit Blick auf die Rentenpolitik.

Nach Darstellung der Kammern blinkt es auf dem sogenannten Risikoradar - einer Auflistung möglicher Gefahrenquellen - gleich an mehreren Stellen. Knapp 60 Prozent der Unternehmen sehen die Energiepreise als größtes Risiko bei der weiteren Entwicklung. „Standortfaktoren werden aufs Spiel gesetzt, das kann so nicht gewollt sein“, betonte Heilmann. Der Chemnitzer IHK-Chef Hans-Joachim Wunderlich ging davon aus, dass bei der Wertschöpfung die Schere zwischen Ost und West noch lange geöffnet bleibt. Er gab dafür wie Heilmann strukturelle Probleme an.

Die ostdeutschen Betriebe seien bei weitem nicht so robust wie Firmen in traditionellen westdeutschen Wirtschaftsregionen. Dort sei man in der Lage, längere Durststrecken zu überstehen, betonte Heilmann: „Wenn dort die Unternehmen Husten bekommen, haben sie im Osten schon eine Lungenentzündung.“ Den Kammern zufolge braucht der Osten größere Unternehmensstrukturen - auch durch Vernetzung von Firmen. Unterm Strich dominieren bei den Ergebnissen der Konjunkturumfrage aber die positiven Einschätzungen. „Die sächsischen Unternehmen sind in einer erfreulich guten Verfassung“, räumte auch Heilmann ein.

dpa

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