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Wirtschaft Kamenz: Daimler beschließt Aus für Batteriezellen bei Li-Tec Ende 2015
Nachrichten Wirtschaft Kamenz: Daimler beschließt Aus für Batteriezellen bei Li-Tec Ende 2015
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17:15 09.09.2015

Auf absehbare Zeit sei die Fertigung der Batteriezellen für Elektro- und Hybridautos - wie den Smart - nicht wirtschaftlich, so der Konzernsprecher.

Das Produkt sei zwar absolut wettbewerbsfähig, werde aber nicht in ausreichend großer Stückzahl nachgefragt, damit sich die Produktion rechne. Betterien sind das Herzstück der Zukunftstechnologie Elektroautos, von denen die Bundesregierung bis 2020 eine Million auf der Straße sehen will. Doch ausgerechnet das Geburtsland des Automobils hat bei der Batteriezellen-Technik den Anschluss verloren. Asiatische Hersteller wie LG, Panasonic oder Toshiba sind weit vorne.

Daimler hatte im April dem Partner Evonik die Anteile am gemeinsamen Batterie-Verlustbringer Li-Tec abgekauft. Den Fokus legen die Schwaben nun auf den komplexeren Zusammenbau von Batteriesystemen. „Unsere Zellen sind zwar sehr gut, aber bei den derzeitigen Produktionszahlen viel zu teuer“, zitiert der „Spiegel“ den Daimler-Manager Harald Kröger. „Wir haben die Erkenntnis gewonnen, dass ein Autohersteller die Zellen nicht selber produzieren muss.“ Li-Tec soll laut Daimler als Forschungsstandort in Kamenz erhalten bleiben. Der Großteil der 280 Mitarbeiter soll in die Deutsche Accumotive übernommen werden - ebenfalls eine hundertprozentige Daimler-Tochter, die in Kamenz Batteriesysteme herstellt. Bei Accumotive werden die Produktionskapazitäten derzeit erweitert, um ab 2016 Batterien unter anderem für die nächste Generation des Elektro-Smart zu bauen.

dpa

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